Finger weg von diesem Callcenter!!!
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist sehr unangenehm, weil es ein Callcenter ohne Struktur ist.
Es sind Großraumbüros und man muss im Stehen telefonieren und sich frei im Gebäude bewegen. Dadurch entsteht ein sehr lauter Lärmpegel und das Arbeiten an sich ist extrem chaotisch. Hinzu kommt, dass die Kollegen außerhalb der Arbeit (Telefonie) sich intensiv über ihr und fremde Privatleben austauschen.
Auffällig ist die starke Fluktuation und das junge Alter der Mitarbeiter. Was dafür sorgt, dass es im Callcenter so eine Art „Klassenzimmer“-Stimmung gibt, was im Berufsleben deplatziert ist. Ein weiterer Punkt ist das, dass Verständnis von Respekt und Privatsphäre nicht vorhanden ist, da es keine Leitlinien gibt. Die Mitarbeiter sind neben Quereinsteigern auch noch Fachfremde, ohne eine jegliche Ausbildung in der entsprechenden Fachrichtung. Man darf sich also nicht wundern, wenn man auf u.a. ehemalige Kellner trifft. Das trägt natürlich auch seinen Teil dazu bei, dass man in diesem Callcenter auf ein Niveau trifft, welches sich von einem in einem seriösen Unternehmen, gänzlich unterscheidet. Es wird viel und überall gelästert, da die Mitarbeiter samt Vorgesetzte eine Vorliebe für das Privatleben anderer haben. In diesem Callcenter haben es sich die Mitarbeiter zu eigen gemacht zu lauschen und alles dem Vorgesetzten mitzuteilen, unabhängig von der Qualität der Information. Das Arbeiten in diesem Callcenter ist somit unangenehm, da jederzeit mit etwas Negativem zu rechnen ist.
Image
Das Callcenter hat kein Image und ist wohlverdient unbekannt, was auch besser ist. Obwohl es seit fast 20 Jahren existiert (10 Jahre in Deutschland) hat es sich nicht weiterentwickelt und ist rückständig.
FAZIT: Dieser englische Arbeitgeber ist unlukrativ und das in jeder Hinsicht. Es bietet einem vielleicht die Möglichkeit im Büro zu arbeiten, favorisieren und empfehlen kann man es, unter Berücksichtigung der Zustände, nicht.
Es ist empfehlenswert sich nach zukunftsorientierten und soliden Alternativen umzuschauen. Dieses Callcenter wird in der Zukunft höchstwahrscheinlich insolvent gehen oder sich auflösen.
Work-Life-Balance
Es wird Gleitzeit angeboten aber es gibt dennoch Kernzeiten. Es gibt jedoch einen Gruppenzwang, denn die Kollegen beäugen einen. Urlaube werden ungern genehmigt und die Gründe müssen genannt werden, selbst wenn es sich nur um einen Tag handelt.
Karriere/Weiterbildung
Ein beruflicher Aufstieg ist im Callcenter nicht möglich. Mitarbeiter werden durch Weiterbildungen nicht gefördert, weil es keine gibt. Genauso wenig ist eine Persönlichkeitsentwicklung möglich. Es ist ein reines CallCENTER und kein Unternehmen mit den klassischen Abteilungen. Auffällig ist, dass die Mitarbeiter durchschnittlich drei Jahre da sind, danach aus dem Callcenter ausscheiden.
Gehalt/Benefits
Es gibt niedrige Fixgehälter aber keine Provisionen. Das Thema Gehalt ist im Callcenter eine Sünde. Es ist laut Arbeitsvertrag nicht erlaubt darüber zu sprechen und sich mit den Kollegen auszutauschen, da sonst scharfe Konsequenzen drohen.
Falls man doch das Gehalt von einem Kollegen erfährt, merkt man die deutlichen Unterschiede. Die Löhne entsprechen nicht der beruflichen Qualifikation. Benefits gibt es keine und die Löhne werden nicht rechtzeitig ausbezahlt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Diese Kategorie wird nicht vom Arbeitgeber unterstützt.
Kollegenzusammenhalt
Kollegenzusammenhalt gibt es nicht und noch weniger einen direkter und ehrlicher Umgang miteinander. Jeder arbeitet gegen den Anderen und für seinen eigenen Vorteil und Ansehen. Da greifen die Mitarbeiter zu allen Mitteln, die einen erschrecken. Es gibt eine „Wallboard“ mit der Zielangabe, wie viele Telefonate und wie lange man telefoniert hat. Falls man das Ziel nicht erreicht, wird das sowohl von den Kollegen als auch von den Vorgesetzten einem vorgehalten. Aktivitäten außerhalb der Arbeitszeit mit den Kollegen, kann einem sehr schnell zum Verhängnis werden.
Umgang mit älteren Kollegen
Es gibt kein Personal, dass über 45 Jahre alt ist. Mitarbeiter in dieser Altersklasse
arbeiten nicht unter solchen beschämenden Verhältnissen und für ein niedriges Gehalt. Die Mitarbeiter befinden sich hauptsächlich in den 20-ern. Die Hälfte der Belegschaft sind befristete Mitarbeiter aus dem Ausland, welche nach Ablauf des Projekts, wieder ausscheiden.
Vorgesetztenverhalten
Die Vorgesetzten sind die sogenannten „Projektmanager“, die kaum da sind.
Man gewinnt schnell den Eindruck, dass es an Professionalität und Kompetenz fehlt.
So werden private Geschehnisse/Konflikte der Mitarbeiter während der Arbeitszeit vor versammelter Mannschaft ausgetragen. Das ehrliche Gespräch zu den Mitarbeitern wird nicht gesucht. Das wird durch das Lästern mit Mitarbeitern ersetzt. Bei Krankheitsfall lassen sich Vorgesetzte gerne über den Erkrankten aus und unterstellen Böses.
Arbeitsbedingungen
Da es Großraumbüros und die Räumlichkeiten klein sind, hat man das Gefühl eingeengt zu werden. Der Lärmpegel ist hoch, dadurch leidet die Konzentration während des Telefonats mit dem Kunden. Die Headsets und Umsetzung der Telefonie EDV-Technisch sind nicht gelungen. Es kommt oft vor, dass im Telefonat ein Knacksen, Rauschen oder Stille das Gespräch sehr beeinträchtigt.
Es gibt ein Dress-Code und dieser heißt von Montag bis Donnerstag Businesskleidung.
Besucher jeder Art (Bewerber, Interessent oder Kunde) werden vorher angekündigt und man wird aufgefordert beschäftigt zu wirken, damit ein guter Eindruck vermittelt wird. Nur am Freitag, wenn kein Besucher da ist, darf man in Zivilkleidung erscheinen. Auffällig sind Lücken wie z.B. der Datenschutz, der mit Füßen getreten wird. Unterlagen werden nicht entsprechend entsorgt. Mitarbeiter die mit der Geschäftsleitung vermählt sind, stellen sich nicht mit ihrem richtigen Namen vor.
Kommunikation
Die Kommunikation im Callcenter ist sehr schlecht, da keine arbeitsrelevanten Informationen vermittelt werden. Man erwartet eine „Plug ‘n Play“- Einstellung vom Mitarbeiter. Beim Thema „Getratsche“ funktioniert die Kommunikation jedoch hervorragend. Jedes verlorene Wort kann man in allen Ecken im Callcenter wieder finden. Falls ein Meeting bevorsteht, muss man sich selbst informieren, statt einer Rundmail vom Vorgesetzten.
Gleichberechtigung
Bei den Projektmanagern findet man nur Männer, somit kann man von Gleichberechtigung nicht sprechen.
Interessante Aufgaben
Die Projekte im Bereich der Pharmazie, Industrie und IT sind abzählbar und zeitlich limitiert. Nach Ablauf des Projekts muss man in ein anderes Projekt mit anderen Thematiken/Produkten wechseln. Es gibt keine Produktschulungen, was zur Folge hat, dass man nicht kompetent gegenüber dem Kunden auftreten kann. Die Unterstützung der Vorgesetzten fehlt ganz in diesen Situationen. Man bekommt die Anweisung „einfach drauf loszutelefonieren“.