Lieber wo anders arbeiten
Gut am Arbeitgeber finde ich
Arbeit ist ok, Arbeitszeiten relativ flexibel.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ich wurde am ersten Tag vor die Wahl gestellt, entweder zu große Arbeitsschuhe zu tragen oder welche selbst abzukaufen, weil versäumt wurde, meine Größe zu bestellen. Nachher wurde mir trotzdem Geld vom Gehalt für Schuhe abgezogen. Meiner Kaution für die Klamotten musste ich auch hinterherlaufen. Man wird offenbar gefeuert, wenn man 2-3 mal in der Probezeit krank ist (ungünstig, wenn man in der Grippesaison eine Grippe bekommt).
Allgemein habe ich von einer so großen Kette eigentlich erwartet, dass man sich halbwegs darauf verlassen kann, dass sich ans Arbeitsrecht gehalten wird und z.B. nicht einfach Schichten rausgelöscht werden, wenn man sich krankgemeldet hat. Schichtpläne sind bindend. Es ist auch nicht sinnvoll, Leute zu feuern, die gerade eingearbeitet sind, nur weil man krank war (Gründe wurden mir leider nicht genannt, ich wäre offen für Kritik gewesen, von mehreren Kollegen habe ich nur positive Rückmeldung bekommen, dass ich gute Arbeit geleistet hätte), dabei hab ich mich sogar krank zur Arbeit geschleppt, um am Anfang nicht so oft auszufallen. Stattdessen wird aktuell schon wieder nach neuen Mitarbeitern gesucht.
Ich konnte nicht einmal an der Mitarbeiterbefragung teilnehmen, da ich nicht freigeschaltet wurde.
Allgemein kann ich leider nur von diesem Standort abraten, in anderen Filialen ist es ja vielleicht besser.
Verbesserungsvorschläge
Ihr braucht dringend ein einheitliches Einarbeitungssystem. Ich hab schon einige Nebenjobs gemacht und wurde noch nie so schlecht eingearbeitet. Es wird kaum etwas erklärt, gleichzeitig wird anscheinend erwartet, dass man schon alles weiß. Ich hab mir mind. 50% durch Beobachtung und Nachfragen angeeignet, weil von den Schichtführern einfach zu wenig Infos kamen.
Gut wäre auch, wenn man direkt am Anfang den Zugang zur McDonalds App bekommt (und nicht erst 2 Wochen vor Kündigung). Dazu braucht es dringend einheitliche Informationsweitergabe zu den McDonalds Vorschriften. Es kann doch nicht sein, dass ich erst nach 2 Monaten von konkreten Lebensmittelhygienevorschriften erfahre an einer Station, an der ich von Anfang an gearbeitet habe.
Arbeitsatmosphäre
Wenn der Bezirksleiter da war, herrschte allgemein keine angenehme Stimmung und es wurde viel rumgebrüllt.
Kommunikation
Häufig nicht vorhanden. Bereits bei meiner Einstellung gab es Kommunikationsprobleme mit falschem Startdatum, nicht der abgesprochenen Anstellungsart. Bei meinem ersten Tag wusste keiner, dass ich komme und es gab keine Arbeitsschuhe in meiner Größe, obwohl bekannt war, dass welche bestellt werden mussten.
Wenn es neue Vorschriften zu Arbeitsabläufen gab, waren oft nicht einmal die Schichtführer auf einem Wissensstand.
Kollegenzusammenhalt
Größtenteils gut, sobald man die ersten Wochen hinter sich hat. Man hat bei manchen Kollegen das Gefühl, dass man sich erstmal beweisen muss.
Work-Life-Balance
Arbeitszeiten können flexibel eingeteilt werden. Allerdings kommt es vor, dass man ohne vorherige Absprache etwas länger bleiben muss, man wird gerne mal für spätere Zeiten eingetragen als man ursprünglich ausgemacht hat und Arbeitspläne werden auch wenige Tage vor der nächsten Schicht ohne Rücksprache geändert.
Vorgesetztenverhalten
Chefin ist nur selten da. Keine Kommunikation. Unter den Schichtführern gab es nur eine Kollegin, die ein Interesse daran hatte, neuen Leuten Tipps zu geben und sie zu unterstützen. Der Rest hat leider überhaupt keinen Blick dafür, was man neuen Leuten erklären muss und welche Infos wichtig sind. Eher wird man teilweise körperlich zur Seite geschoben, wenn man zu langsam ist oder wird für Dinge angemeckert, die man falsch macht, weil sie einem noch niemand erklärt hat.
Nach der letzten Krankmeldung wurden einfach meine restlichen Schichten gestrichen (das kam auch schon vorher vor) ohne Info und 1 Woche später lag die Kündigung im Briefkasten. Ich musste auf den Arbeitsvertrag verweisen, um noch eingeteilt zu werden, sonst hätte man mich einfach nicht mehr eingeteilt und ich denke mal nicht, dass es ein bezahltes Freistellen gewesen wäre.
Interessante Aufgaben
Die Arbeit ist ok. Kundenkontakt ist Geschmackssache. Aber es kann durchaus Spaß machen.
Arbeitsbedingungen
Schon in den ersten Wochen kam es vor, dass man plötzlich komplett alleine vorne stand und 3 Stationen gleichzeitig machen musste. Toll ist auch, wenn man mit Headset das erste Mal in den McDrive gestellt wird, schnell theoretisch in 20s runtergerattert wird, was man drücken muss, und dann alleine gelassen wird, wenn ein Kunde kommt. Generell wird man in den ersten Tagen nicht wirklich unterstützt.
Gehalt/Sozialleistungen
Als Nebenjob ist der Stundenlohn ganz nett, als Vollzeitstelle wird man wohl nicht reich.


