Ihr Unternehmen?

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Bewertung

Ihr Unternehmen?

Nach außen glänzt das Image, nach innen fehlt die Menschlichkeit.

1,0
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2024 im Bereich Administration / Verwaltung in Berlin gearbeitet.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre ist von Unsicherheit und Angst geprägt. Es entsteht der Eindruck, dass Mitarbeitende gezielt aus bestehenden, sicheren Arbeitsverhältnissen abgeworben werden, um sie anschließend während der Probezeit auf die Probe zu stellen. Kündigungen erfolgen aus meiner Sicht teilweise willkürlich und wenig nachvollziehbar.

Image

Ein guter Ruf aus vergangenen Zeiten reicht nicht aus, wenn der Umgang mit den eigenen Mitarbeitenden diesem Anspruch längst nicht mehr gerecht wird. Meiner Erfahrung nach wird sich noch immer mit der früheren Bedeutung und dem hohen Ansehen des Unternehmens in Berlin geschmückt. Doch ein gutes Image sollte sich nicht nur auf vergangene Erfolge stützen, sondern vor allem darauf, wie Menschen heute behandelt werden. Die Führungskultur habe ich als überholt, wenig empathisch und stark von Hierarchiedenken geprägt erlebt. Statt Menschlichkeit, Wertschätzung und Respekt standen für mich häufig Autorität und das eigene Ego im Vordergrund.

Work-Life-Balance

Von einer gesunden Work Life Balance kann meiner Erfahrung nach keine Rede sein. Die ständige Unsicherheit und der psychische Druck wirken sich auch auf das Privatleben aus. Nicht einmal die pünktliche Gehaltszahlung ist gewährleistet. Besonders enttäuschend ist, dass die Mitarbeitenden über Verzögerungen nicht einmal rechtzeitig informiert werden. Statt einer ehrlichen und transparenten Kommunikation werden Ausreden vorgebracht, die aus Sicht der Mitarbeitenden offensichtlich nicht der Wahrheit entsprechen. Das zerstört Vertrauen und sorgt für zusätzliche finanzielle und psychische Belastung. Wer sich nicht einmal darauf verlassen kann, sein Gehalt pünktlich zu erhalten, kann weder vernünftig planen noch nach Feierabend abschalten.

Gehalt/Benefits

Über die Gehaltszahlung konnte man schon froh sein, wenn sie überhaupt auf dem Konto einging. In meinem Fall dauerte es teilweise bis zu eineinhalb Monate, bis das Gehalt endlich gezahlt wurde. Eine rechtzeitige Information über die Verzögerung gab es nicht. Stattdessen wurden Erklärungen geliefert, die ich als wenig glaubwürdig empfand. Eine pünktliche und verlässliche Gehaltszahlung sollte selbstverständlich sein und kein Grund zur Erleichterung. Diese Zustände empfand ich als absolut inakzeptabel.

Vorgesetztenverhalten

Das Vorgesetztenverhalten empfand ich als unmenschlich. Immer wieder geriet eine andere Person aus dem Team ins Visier. Über diese Mitarbeitenden wurde vor anderen Kolleginnen und Kollegen abwertend gesprochen, anstatt Probleme direkt und respektvoll mit den Betroffenen zu klären. Wer gerade im Mittelpunkt der Kritik stand, wechselte gefühlt wie das Wetter. Dadurch entstand eine Atmosphäre der Angst und Unsicherheit, da niemand wusste, wann er selbst an der Reihe sein würde. Ein solches Führungsverhalten empfinde ich als unprofessionell, respektlos und für ein vertrauensvolles Arbeitsumfeld äußerst schädlich. In meiner bisherigen beruflichen Laufbahn habe ich selten ein derart enttäuschendes Führungsverhalten erlebt.

Arbeitsbedingungen

Besonders enttäuschend empfand ich den Umgang mit den Mitarbeitenden auf persönlicher Ebene. Im direkten Kontakt begegnete einem die Vorgesetzte häufig mit einem Lächeln und scheinbarer Freundlichkeit. Gleichzeitig erfuhr man von Kolleginnen und Kollegen, dass hinter dem eigenen Rücken abwertend über einen gesprochen wurde. Dieses Verhalten habe ich als zutiefst respektlos und menschlich enttäuschend erlebt. Es entstand der Eindruck, dass einzelne Mitarbeitende immer wieder gezielt herabgesetzt wurden und sich die betroffene Person regelmäßig änderte. Für mich fehlte es hier grundlegend an Empathie, Aufrichtigkeit und gegenseitigem Respekt. Ein vertrauensvolles Arbeitsverhältnis war unter diesen Umständen kaum möglich.

Kommunikation

Die Kommunikation verläuft überwiegend einseitig und von oben herab. Sie pflegt meiner Erfahrung nach einen sehr harten und wenig empathischen Kommunikationsstil. Verständnis, konstruktive Unterstützung oder ein offenes Ohr für die Anliegen der Mitarbeitenden sucht man häufig vergeblich. Statt eines respektvollen Austauschs entsteht schnell das Gefühl eines deutlichen Machtgefälles. Ihr Auftreten vermittelt mir den Eindruck, dass es eher darum geht, Autorität zu demonstrieren, als gemeinsam Lösungen zu finden. Eine vertrauensvolle und wertschätzende Kommunikation ist unter diesen Umständen kaum möglich.


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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.