Fluktation und Frustration
Gut am Arbeitgeber finde ich
Meine Zeit im Unternehmen war insgesamt von gemischten Erfahrungen geprägt. Insgesamt war die Zeit fachlich lehrreich, man weiß danach was man nicht mehr möchte. Strukturell und kulturell mit deutlichem Verbesserungsbedarf verbunden.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Insgesamt habe ich wenig Transparenz und Verlässlichkeit erlebt. Die hohe Fluktuation im Team spiegelt diese Situation aus meiner Sicht ebenfalls wider.
Verbesserungsvorschläge
Kritisch sehe ich vor allem den Führungsstil sowie die fehlende Umsetzung angekündigter Optimierungen. Viele Veränderungen wurden in Aussicht gestellt, aber nicht nachhaltig realisiert. Es fehlte aus meiner Sicht häufig an echter Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden. Teilweise entstand der Eindruck, dass wirtschaftliche Interessen klar über dem Wohlbefinden des Teams stehen.
Arbeitsatmosphäre
Das Miteinander im Team war unterstützend, die Gesamtatmosphäre jedoch durch strukturelle Herausforderungen und fehlende Umsetzung von Verbesserungen angespannt.
Image
Das Unternehmen präsentiert sich nach außen hin luxuriös und professionell. Hinter den Kulissen zeigen sich jedoch deutliche organisatorische und strukturelle Defizite, insbesondere in Bezug auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden.
Work-Life-Balance
Durch die hohe Arbeitsbelastung, fehlende Transparenz und unklare Abläufe war die Vereinbarkeit von Arbeit und persönlichen Bedürfnissen eingeschränkt. Vor- und Nachbereitungszeiten wurden nicht zusätzlich vergütet, obwohl sie faktisch zur Arbeitszeit zählen. Gerade bei vergleichsweise geringem Gehalt empfinde ich dies als problematisch.
Karriere/Weiterbildung
Persönliche Weiterentwicklungsmöglichkeiten waren stark eingeschränkt. Kritik wurde häufig persönlich genommen, wodurch ein Gefühl entstand, dass Mitarbeitende eher klein gehalten werden und Veränderungen nur begrenzt möglich sind.
Gehalt/Benefits
Gehälter wurden über Jahre nicht angepasst, und es gab keinen angemessenen Mitarbeiterrabatt. Auch Bemühungen, Mitarbeitende mental oder körperlich zu entlasten bzw. alternative Ausgleichsmöglichkeiten zu schaffen, wurden kaum umgesetzt. Dies wirkt sich negativ auf Motivation und Wohlbefinden aus.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Auch grundlegende organisatorische Aspekte, wie Mülltrennung, wurden nicht umgesetzt. Gerade in einem Kosmetikinstitut empfinde ich das als unprofessionell und enttäuschend.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt im Team war gut. Gleichzeitig hatte ich den Eindruck, dass sich einige langjährige Mitarbeitende sehr unterwürfig gegenüber der Führung verhielten und ihnen gegenüber kein offener Austausch möglich war. Dadurch entstand bei mir der Eindruck, dass Vertraulichkeit und gegenseitiges Vertrauen im Team eingeschränkt waren. Verbesserungsvorschläge wurden häufig nicht umgesetzt.
Umgang mit älteren Kollegen
Es wurde kein Unterschied zwischen jüngeren und älteren Mitarbeitenden gemacht. Keine Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden wahrgenommen. Es werden nur Fehler gesehen. Lob existiert nicht. Für Shopmitarbeitende gehört das Tragen schwerer Produktlieferungen und Wasserkästen zum Arbeitsalltag. Diese körperliche Belastung sollte insbesondere von älteren oder gesundheitlich eingeschränkten Bewerbenden berücksichtigt werden.
Vorgesetztenverhalten
Der Führungsstil wirkte auf mich teilweise inkonsistent, und Entscheidungen waren häufig nicht nachvollziehbar. Dies führte aus meiner Sicht zu Frustration im Team und einer hohen Fluktuation. Ich hatte außerdem den Eindruck, dass Ideen und Verbesserungsvorschläge von Mitarbeitenden nicht ausreichend anerkannt wurden und teilweise ohne entsprechende Würdigung oder Erwähnung von der Chefin übernommen wurden. Zudem entstand bei mir der Eindruck, dass die Videoüberwachung auch zur Kontrolle von Mitarbeitenden genutzt wurde, was mein Vertrauen in die Führung erheblich beeinträchtigte.
Arbeitsbedingungen
Ein geeigneter Pausenraum fehlt, und die vorgesehene 30-minütige Pause konnte im Arbeitsalltag oft nicht vollständig genutzt werden. Arbeitszeiten und Abläufe waren teilweise unstrukturiert. Im Behandlungsablauf ist alles getaktet, Shopmitarbeiter haben da mehr Spielraum.
Kommunikation
Die Kommunikation war häufig unklar und wenig transparent. Informationen wurden nicht immer zuverlässig weitergegeben, Rückmeldungen blieben teilweise aus und angekündigte Änderungen wurden oft nicht umgesetzt.
Gleichberechtigung
Ideen konnten grundsätzlich eingebracht werden, ihre Umsetzung war jedoch nur selten möglich. Mitarbeitende hatten dadurch nur begrenzten Einfluss auf Veränderungen oder Optimierungen.