Gut am Arbeitgeber finde ich
Die technischen Aufgaben und die Einblicke in Projektabwicklung und Automatisierung fand ich interessant. Ich konnte praktische Erfahrungen sammeln und hätte mir grundsätzlich vorstellen können, nach meinem Studium wieder im Unternehmen zu arbeiten. Leider kam es trotz meines Interesses nicht zu einer erneuten Beschäftigung.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die aus meiner Sicht schwierige Kommunikation mit Vorgesetzten, wenig transparentes Feedback und der Umgang am Ende meiner Beschäftigung. Besonders enttäuschend fand ich, dass ich trotz meines Interesses an einer Rückkehr später als „nicht passend“ eingeschätzt wurde, ohne dass mir konkrete arbeitsbezogene Gründe genannt wurden. Außerdem empfand ich einzelne herkunftsbezogene und respektlose Kommentare eines Kollegen als unangemessen. Auch die für mich widersprüchliche Formulierung im Arbeitszeugnis und die erfolglosen Bitten um Überprüfung haben meinen Gesamteindruck deutlich verschlechtert.
Verbesserungsvorschläge
Führung und Kommunikation sollten transparenter und direkter sein. Wenn es Kritik an Arbeitsleistung oder Verhalten gibt, sollte sie frühzeitig, konkret und nachvollziehbar mit dem Mitarbeiter besprochen werden. Bewertungen sollten konsistent zur tatsächlich dokumentierten Leistung passen. Außerdem sollte bei respektlosen oder herkunftsbezogenen Äußerungen konsequenter reagiert werden. Für Werkstudenten wären klarere Ansprechpartner, regelmäßigeres Feedback und transparentere Entwicklungsperspektiven sinnvoll.
Arbeitsatmosphäre
Die technische Arbeit selbst fand ich interessant. Die Arbeitsatmosphäre habe ich jedoch teilweise als angespannt und wenig offen erlebt, insbesondere weil die Kommunikation mit Vorgesetzten aus meiner Sicht schwierig war und Feedback nicht immer direkt oder nachvollziehbar erfolgte. Auch einzelne respektlose bzw. herkunftsbezogene Äußerungen eines Kollegen haben mein Arbeitsumfeld negativ beeinflusst.
Image
Das Unternehmen hat fachlich ein interessantes Umfeld und durch die Zugehörigkeit zur Mitsubishi-Electric-Gruppe grundsätzlich ein starkes Image. Meine persönliche Wahrnehmung hat sich jedoch durch die schwierige Kommunikation, die aus meiner Sicht widersprüchliche Beurteilung und den Umgang nach meiner Beschäftigung deutlich verschlechtert.
Work-Life-Balance
Die Vereinbarkeit mit dem Studium war für mich grundsätzlich möglich. Meine stärksten Kritikpunkte lagen weniger bei den Arbeitszeiten als bei Kommunikation, Feedback und dem Umgang am Ende meiner Beschäftigung.
Karriere/Weiterbildung
Für mich als Werkstudent gab es fachlich interessante Einblicke und praktische Lernmöglichkeiten im Projektumfeld. Eine klare Perspektive für eine Weiterentwicklung oder spätere Übernahme habe ich jedoch nicht erlebt. Gerade weil ich mir grundsätzlich vorstellen konnte, nach meinem Studium zurückzukehren, hätte ich mir transparentere Gespräche über Entwicklungsmöglichkeiten und eine nachvollziehbarere Beurteilung gewünscht.
Gehalt/Benefits
Als Werkstudent erhielt ich 16 € pro Stunde. Das Gehalt war für mich grundsätzlich in Ordnung. Besondere Benefits spielten in meiner Tätigkeit keine wesentliche Rolle.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Dazu kann ich nur begrenzt etwas beurteilen. Im Arbeitsalltag standen für mich vor allem die technischen Aufgaben im Vordergrund. Beim sozialen Umgang hätte ich mir jedoch gewünscht, dass respektlose oder herkunftsbezogene Äußerungen konsequenter angesprochen und unterbunden werden.
Kollegenzusammenhalt
Mit einigen Kolleginnen und Kollegen war die Zusammenarbeit freundlich und unkompliziert. Insgesamt habe ich den Zusammenhalt jedoch als unterschiedlich erlebt. Einzelne respektlose und herkunftsbezogene Kommentare eines Kollegen haben mein Vertrauen in das Arbeitsumfeld beeinträchtigt. Ich hätte mir gewünscht, dass ein respektvoller Umgang im Team konsequenter eingefordert wird.
Umgang mit älteren Kollegen
Dazu habe ich keine negativen Erfahrungen gemacht. Der Umgang mit älteren Kollegen war aus meiner Sicht grundsätzlich respektvoll und unproblematisch
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten meines direkten Vorgesetzten habe ich vor allem bei Kommunikation und Feedback als schwierig erlebt. Rückmeldungen waren aus meiner Sicht nicht immer klar oder frühzeitig, und ich musste bei manchen Anliegen mehrfach nachfragen. Besonders enttäuschend finde ich, dass später offenbar eine negative Einschätzung meiner Person an andere Verantwortliche weitergegeben wurde, ohne dass mir zuvor konkrete schwerwiegende Probleme mit meiner Arbeitsleistung oder meinem Verhalten mitgeteilt worden waren.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen waren für meine Tätigkeit grundsätzlich in Ordnung. Die technischen Arbeitsmittel und das Arbeitsumfeld ermöglichten mir, meine Aufgaben im Bereich Projektabwicklung und Automatisierung zu bearbeiten. Meine wesentlichen Kritikpunkte lagen weniger bei den materiellen Arbeitsbedingungen als bei Kommunikation, Feedback und Führung.
Kommunikation
Die Kommunikation empfand ich teilweise als schwierig und wenig direkt. Der Austausch mit meinem direkten Vorgesetzten war für mich nicht immer unkompliziert, und auf manche Anfragen musste ich mehrfach nachfassen. Besonders am Ende meiner Beschäftigung hätte ich mir klareres und früheres Feedback zu meiner Leistung und zu der späteren Einschätzung meiner Person gewünscht.
Gleichberechtigung
Ich habe die Gleichbehandlung im Unternehmen nicht durchgehend positiv erlebt. Besonders problematisch fand ich wiederholte abwertende bzw. herkunftsbezogene Kommentare eines Kollegen über Iran und Iraner. Ich hätte mir gewünscht, dass bei solchen Äußerungen klarer reagiert und ein respektvoller Umgang konsequenter eingefordert wird.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren für mich fachlich interessant und abwechslungsreich. Besonders die Einblicke in Projektabwicklung, Automatisierungstechnik und industrielle Leitsysteme fand ich wertvoll. Dieser Bereich war auch ein Grund, warum ich mir grundsätzlich vorstellen konnte, nach meinem Studium wieder im Unternehmen zu arbeiten.