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Man lernt fürs Leben – in vielerlei Hinsicht

2,0
Nicht empfohlen
Ex-Auszubildende:rHat eine Ausbildung zum/zur Mediengestalter in Paderborn gemacht.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Man lernt dort auf jeden Fall fürs Leben – nicht unbedingt fachlich, aber im Umgang mit Menschen, Stress und Eigenverantwortung.

Der Grundkurs in Lünen war top und hat sich das erste Mal wirklich wie „Ausbildung“ angefühlt. Danach flacht der fachliche Teil leider ziemlich ab – besonders, was die Creative Cloud angeht.

Das Verhältnis unter den Azubis war eigentlich immer gut. Alle wissen irgendwie, wie’s läuft – das verbindet.

Und klar: In der Berufsschule hört man auch von deutlich schlimmeren Arbeitgebern. Im Vergleich dazu ist es hier definitiv angenehmer – aber es ist eben trotzdem nicht das, was eine gute Ausbildung ausmachen sollte.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Es gab einiges, das schwierig war. Besonders schade: Dass Kritik von Azubis schon seit Jahren ähnlich klingt – aber nichts wirklich passiert. Es wirkt oft so, als würde das oben nicht wirklich ankommen oder nicht ernst genommen werden.

Ausbildung braucht Struktur, Klarheit und echtes Interesse an der Entwicklung von Azubis. Stattdessen gab’s eher das Gegenteil: viel Verantwortung, wenig Anleitung. Und das überfordert – vor allem, wenn man eigentlich noch am Anfang steht.

Verbesserungsvorschläge

1. Ausbildung sollte kein Lückenfüller sein. Wer ausbildet, sollte das auch wirklich wollen – und nicht nur, weil dringend Leute fehlen. Dann lieber ehrlich kommunizieren und Fachkräfte einstellen.
2. Feedback von Azubis wäre eigentlich eine gute Chance, Dinge zu verbessern. Wenn über mehrere Jahrgänge hinweg dieselben Probleme angesprochen werden, sollte man das vielleicht nicht einfach ignorieren.
3. Es würde helfen, wenn eine feste Ansprechperson für die Ausbildung da wäre – mit klarer Struktur. Wenn Azubis keine Ersatzkräfte sein sollen, sollte ein Abteilungswechsel auch machbar sein – ohne Diskussion jedes Mal.

Arbeitsatmosphäre

Die Atmosphäre war oft angespannt – hauptsächlich wegen Überlastung und Zeitdruck. Kolleg:innen bemühen sich, aber der Stress ist spürbar.

Karrierechancen

Perspektiven wurden nie wirklich transparent gemacht. Man hatte wenig Einblick, wie es nach der Ausbildung weitergehen könnte. Ich habe von mehreren Seiten gehört, dass das Gehalt nach der Übernahme wohl eher im Bereich des Mindestlohns liegt – was für viele verständlicherweise nicht besonders attraktiv wirkt

Arbeitszeiten

Normale Bürozeiten von 08.00-16.30. Die Festangestellten haben Gleitzeit.

Ausbildungsvergütung

Durchschnittlich. Im Vergleich zur Berufsschulklasse eher leicht unter dem Schnitt.

Spaßfaktor

Der Spaßfaktor war sehr begrenzt. Die Aufgaben waren monoton, echte Lernerfolge selten. Durch die angespannte Stimmung ging auch die Motivation irgendwann verloren. Unter den Azubis war es aber super!

Aufgaben/Tätigkeiten

Man hatte oft das Gefühl, eher als günstige Arbeitskraft zu funktionieren als etwas zu lernen. Es wurde viel erwartet, aber wenig erklärt oder begleitet.

Variation

Kaum bis gar keine Abwechslung.

Respekt

Der Umgang hing stark von den Personen ab und der aktuellen Situation. Einige waren wertschätzend, andere eher distanziert.


Die Ausbilder

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.