Fazit nach 1 Jahr Firmenzugehörigkeit
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Gehalt ist Verhandlungssache, man sollte sich über seine Vorstellungen schon vor der Vertragsunterzeichnung im klaren sein
- Gehalt wird PÜNKTLICH und zuverlässig ausbezahlt
- Freundlicher Umgang, der Geschäftsführer kennt seine Mitarbeiter (zumindest über mich war Top informiert und hat mich damit positiv überrascht)
-Die Auswahl der Firmenwägen, es sind wirklich gute Autos, selbst für regionale Mitarbeiter
Verbesserungsvorschläge
- Zuverlässige Abwesenheitsnotizen bei den Disponenten
- Die Unterbringungen der Mitarbeiter am Einsatzort könnte schöner sein, teilweise sind die Appartements sehr schäbig
- Der Firmenwagen ist tatsächlich ein wenig zu bunt geraten
Arbeitsatmosphäre
Vor Ort natürlich abhängig vom Krankenhaus und von einem selber. Ich hatte bisher entweder extremes Glück oder bin einfach gut verträglich. Ich gebe allerdings auch wenig Grund zum klagen, bin so gut wie nie krank, habe kaum Wünsche zum Dienstplan, arbeite alle Schichten, wann ich Urlaub nehme ist mir fast komplett egal... weder der Kunde vor Ort, noch mein AG haben hier Grund unglücklich zu sein.
Ich finde es wichtig hervorzuheben, dass man fürs arbeiten bezahlt wird und zwar deutlich besser als die festangestellten Klinikmitarbeiter. Es ist legitim, wenn der Kunde vor Ort hohe Qualtitätsansprüche an die eigene Arbeit stellt. Bei diesem Gehalt sollte man sich auch nicht beschweren, wenn man ausserhalb der eigenen Arbeitszeit mal eine WhatsApp Nachricht oder E-Mail von der Firma MedStar bekommt.
Image
Die Meinungen gehen hier sehr auseinander. Ich persönlich bin sehr zufrieden, habe aber auch schon viel negatives von den Kollegen gehört. Was mir Sorgen bereitet ist die Größe der Firma bzw. die wenigen Kliniken die MedStar mir als potentielle Einsatzorte im 50 km Umkreis zu meinem Wohnort anbieten können. Das habe ich aber firmenintern bereits ansprechen können und mir wurde Transparenz zugesichert. Angst vor einer Kündigung aus heiterem Himmel habe ich also nicht.
Work-Life-Balance
35 Tage Urlaub im Jahr, 35h Woche entspricht Vollzeit, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Bereitschaftsdienste werden komplett vergütet, Firmenwagen.... also da kann man nun wirklich nicht jammern.
Wenn einem ein Einsatz mal gar nicht gefällt, dann kann man sich damit trösten, dass man nach wenigen Monaten wieder weg ist und nie wieder dort hin muss oder MedStar bitten vorzeitig einen neuen Einsatzort zu finden.
Die Chats via WhatsApp sind sicher nicht jedermanns Sache. Mich persönlich stört das allerdings nicht. Man muss ja nicht in seiner Freizeit antworten, zumindest wurde ich noch nie gemaßregelt, wenn ich erst einen Tag später geantwortet habe. Ausserdem wird man gut entlohnt für dieses vergleichsweise geringe "Ärgernis".
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Wer keinen Papierkram möchte, der hat auch keinen. Es kann alles digital erledigt werden... wenn der Kunde vor Ort mitspielt. Die Stundennachweise, Fortbildungen, vermutlich auch Urlaubsanträge können komplett digital erledigt werden.
Karriere/Weiterbildung
Den Punkt kann ich nur eingeschränkt beurteilen. Ich denke eine Pflegekraft geht nicht aufgrund der Aufstiegschancen in eine Zeitarbeitsfirma. Meine Fachweiterbildung und den PA habe schon vorher gemacht. Wer diesbezüglich Ambitionen hat, sollte das bei den Einstellungsgesprächen klären.
Vorgesetztenverhalten
Besonders positiv überrascht hat es mich, dass der Geschäftsführer meine Personalakte und meinen persönlichen Werdegang in der Firma genau kannte. Es ist schön, wenn man unaufgefordert Lob und Wertschätzung für seine Arbeit bekommt und nicht nur als Personalnummer behandelt wird.
Arbeitsbedingungen
Ich beziehe mich hier mal auf den Firmenwagen, für die Bedingungen vor Ort in den Krankenhäusern kann MedStar ja nichts.
Alle Mitarbeiter die ich kenne, wurde mit VW Modellen ausgestattet. Alle Autos sind eher aus der gehobenen Preisklasse und von guter Ausstattung. Andere Firmen stellen hier (teilweise) Kleinwägen von schlechteren Marken zur Auswahl.
Kommunikation
Firmenintern sehr freundschaftlicher Umgang; direkt mit allen per Du;
Ich versteife mich nicht darauf, mit nur einer Person Umgang haben zu wollen... man bekommt ja einen Personaldisponenten zugewiesen... mit dem ersten hatte ich viel Kontakt (als Neuling brauchte ich auch mehr support) und der hat mir auch schnell und zuverlässig geantwortet. Nach der Kündigung von Disponent 1 habe ich nun einen anderen Disponenten. Zu dessen Verteidigung sei gesagt: Er hat nun mehr Personal zu betreuen, als Disponent 1. Charakterlich bin ich mit ihm noch nicht so warm geworden wie mit seinem Vorgänger, aber es geht hier um einen Arbeitgeber bzw. Vorgesetzten, nicht darum einen neuen besten Freund zu finden.
Kontakt habe ich mit verschiedenen Mitarbeitern der Firma. Ich finde das in Ordnung bei Fragen zum Gehalt direkt jemanden in der Abrechnung zu fragen, oder bei Fragen zum Firmenwagen Kontakt mit dem Fuhrparkmanagement aufzunehmen. Da muss ich nicht den Umweg über meinen Disponenten nehmen und ihm mehr Arbeit machen als nötig.
Gehalt/Benefits
Hier ist das eigene Verhandlungsgeschick gefragt. Ich habe nach einem Jahr festgestellt, dass ich einige Sachen besser und andere schlechter verhandelt habe als Kollegen bei dieser und anderen Firmen.
Gleichberechtigung
Ich fühle mich gleichberechtigt, wie die Sache in Führungspositionen aussieht, vermag ich nicht zu beurteilen.
Interessante Aufgaben
Ich mag meinen Job und finde es prima mal andere Stationen und Fachbereiche zu sehen. Probleme gibt es überall, in jedem Team. Es gibt nicht den einen perfekten Arbeitsplatz. Für mich war das eine interessante Erkenntnis und ich finde es wunderbar, dass ich für Probleme keine Lösungen finden muss. Es ist wunderbar befreiend sich zu denken: Das geht mich nix an.