Übernahme durch Holding – Identität verloren, Motivation auf dem Tiefpunkt
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der Zusammenhalt unter den Kolleg:innen ist nach wie vor stark – man unterstützt sich gegenseitig, auch in schwierigen Zeiten. Technisch ist die Ausstattung solide, und früher gab es gute Ansätze bei Weiterbildung und flexiblen Arbeitsmodellen. Leider wurde vieles davon nach der Übernahme reduziert. Trotzdem gibt es in einzelnen Teams noch engagierte Führungskräfte, die versuchen, das Beste aus der Situation zu machen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Übernahme hat Spuren hinterlassen – leider überwiegend negative. Das Unternehmen wirkt heute wie ein Schatten seiner selbst. Es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen erkennen, dass wirtschaftlicher Erfolg nur mit motivierten, engagierten Mitarbeitenden langfristig möglich ist. Aktuell ist das Vertrauen stark beschädigt.
Verbesserungsvorschläge
Unternehmenskultur nicht dem Profit opfern
Transparente Kommunikation über geplante Veränderungen
Förderung einer offenen Feedbackkultur
Maßnahmen zur Verbesserung der Mitarbeiterbindung
Führungsstil modernisieren und anpassen
Karrierepfade und Weiterbildungen reaktivieren
Wertschätzung zeigen – nicht nur in Worten, sondern auch durch Taten
Arbeitsatmosphäre
Früher war die Arbeitsatmosphäre von Kollegialität, Eigenverantwortung und Offenheit geprägt. Nach der Übernahme durch die Holding hat sich das spürbar geändert. Entscheidungen werden „von oben“ getroffen, ohne Rücksicht auf die Teams oder die Unternehmenskultur, die einmal herrschte. Viele Mitarbeiter:innen fühlen sich nicht mehr wertgeschätzt oder gehört. Das Betriebsklima ist angespannt, die Motivation nimmt sichtbar ab.
Image
Das Unternehmen hatte früher einen guten Ruf. Durch die aktuellen Veränderungen und die hohe Fluktuation leidet das Image jedoch zunehmend.
Work-Life-Balance
Früher wurde viel Wert auf Ausgleich gelegt. Heute wird vermehrt Druck aufgebaut, auch außerhalb der üblichen Arbeitszeiten erreichbar zu sein. Flexible Modelle wurden verschlechtert oder abgeschafft, Homeoffice ist nur noch eingeschränkt möglich
Karriere/Weiterbildung
Karriereentwicklung ist kaum noch Thema. Schulungen, Weiterbildungen und Entwicklungsgespräche wurden gestrichen oder stark reduziert. Wer heute noch aufsteigen oder sich weiterentwickeln will, hat kaum Chancen – außer man passt exakt ins neue, eher starre System der Holding.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist durchschnittlich. Früher gab es einige Zusatzleistungen (z. B. Homeoffice-Tage, flexible Arbeitszeiten), die nach der Übernahme teilweise abgeschafft oder stark eingeschränkt wurden. Alles wirkt jetzt „aus Kostengründen“ gestrichen – ohne Rücksicht auf Mitarbeitermotivation.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Umweltbewusstsein oder gesellschaftliche Verantwortung scheinen keine Priorität mehr zu haben – zumindest wird intern nichts davon sichtbar gelebt oder kommuniziert. Statt echten Werten dominiert nun wirtschaftliches Denken.
Kollegenzusammenhalt
Trotz der schwierigen Umstände halten viele Kolleg:innen zusammen und unterstützen sich gegenseitig. Dieser Zusammenhalt ist ein Lichtblick in der aktuellen Situation.
Vorgesetztenverhalten
Viele Führungskräfte scheinen selbst überfordert mit der Situation und geben diese Unsicherheit nach unten weiter. Ansprechbarkeit, klare Entscheidungen und Rückhalt für das Team sind selten geworden. In manchen Fällen hat man das Gefühl, es geht nur noch darum, die Vorgaben der Holding durchzudrücken, statt sich für die Mitarbeiter:innen einzusetzen.
Arbeitsbedingungen
Technisch okay, menschlich schwierig. Die Büroausstattung ist in Ordnung, technisch ist alles vorhanden, was man braucht. Leider hat sich das Arbeitsumfeld durch die Holding-Übernahme verschlechtert: Weniger Rückzugsmöglichkeiten, mehr Kontrolle, und Homeoffice wurde stark eingeschränkt. Entscheidungen zu Arbeitsbedingungen wirken willkürlich und ohne Einbindung der Mitarbeitenden.
Kommunikation
Die interne Kommunikation hat nachgelassen. Entscheidungen werden oft ohne ausreichende Transparenz getroffen, was zu Unklarheiten und Gerüchten führt.
Interessante Aufgaben
Früher abwechslungsreich – heute stark standardisiert.
Vor der Übernahme gab es viele interessante Projekte mit Raum für Eigeninitiative. Inzwischen wurden Aufgaben stark zentralisiert und standardisiert. Kreativität und Mitgestaltung sind kaum noch gefragt, viele Tätigkeiten wirken nur noch wie das Abarbeiten von Vorgaben der Holding.

