Das Unternehmen ist sehr schlecht und darüber hinaus noch weiter am Abbauen. Bloß nicht bewerben!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Weiterbildungsmöglichkeiten sind ok. Es gibt gelegentlich interne Schulungen zu unterschiedlichen Themen deren Plätze allerdings stark begrenzt sind. Über Udemy Business hat man aber die Möglichkeit auf ein großes Repertoire an Kursen zuzugreifen und sich in Eigenregie weiterzubilden.
Tatsächlich sind die Weiterbildungsmöglichkeiten zum Beispiel für fleißige Autodidakten der einzige Punkt von dem ich finde das ein junger Mensch mit wenig bis gar keiner Berufserfahrung von einer Anstellung profitieren könnte. In einem solchen Szenario könnten besagte Personen vielleicht für zwei Jahre Berufserfahrung in mittelmäßigen Projekten sammeln und sich parallel mit dem Weiterbildungsangebot über Udemy Business in die Themen einarbeiten mit denen diese Personen dann nach dieser Zeit in einem anderen Unternehmen Fuß fassen möchten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das würden den Rahmen sprengen. Es ist einfacher aufzulisten, was gut ist, nämlich nichts auser vielleicht die Weiterbildungsmöglichkeiten.
Verbesserungsvorschläge
Das Unternehmen hat viel zu viel Managementpersonal. Selbst innerhalb von Projekten kommen auf kleine Entwicklungsteams von 6 Leuten zwei Projektmanager.
Es sollten tatsächlich kompetente Mitarbeiter in Führungspositionen befördert werden statt aus dem Mutterkonzern fremdbesetzt zu werden, die sich dann nach wenigen Jahren wieder in den Mutterkonzern zu verabschieden. Das passiert sehr oft bei Stellenausschreibungen von Führungspositionen.
Arbeitsatmosphäre
Sehr schlecht. Im Unternhmen wird ständig versucht sich als Teil von Mercedes-Benz darzustellen. Interessant dabei ist, dass dies vor allen Dingen unterstrichten wird, wenn es dem Mutterkonzern schlecht geht und aus Solidarität zum Mutterkonzern Einschnitte wie das Aussetzten der Weihnachtsfeier verkündet werden.
In der täglichen Arbeit mit Mitarbeitern aus dem Konzern wird man aber bei jeder Gelegentheit darauf hingewiesen das man ja ein externer Mitarbeiter sei, weil man ja von einer Tochterfirma stammt. Ungeachtet dessen das man mit seinem Mitarbeiterausweis in Parkanlagen des Mutterkonzerns eingelassen wird und in den Kantinene des Mutterkonzerns essen kann.
Zudem kommen durch die jüngste Krise der Automobilindustrie dazu, dass man das Gefühl, ganz besonders von Mitarbeitern des Konzerns, vermittelt bekommt, dass man selbst und das Tochterunternehmen als ganzes vollständig durch indische Kollegen oder durch Kollegen aus Malaysia ersetzt werden könnte, da diese "günstiger" sind. Was natürlich stimmt, da in den genannten Ländern die Rechte der Arbeitnehmer, neben dem deutlich niedrigeren Lohnniveau, wesentlich schlechter sind als in Deutschland.
Image
Das Unternehmen hat eigentlich kein nennenswertes eigenes Image. Der Mutterkonzern und das dazugehörige Image der Mercedes-Benz AG sind das Image das nach außen und wie auch nach innen präsentiert wird.
Work-Life-Balance
Auf dem Papier sollte das mit der Work-Life-Balance gut sein. Ist es aber nicht. Grundsätzlich hat man flexible Arbeitszeiten, wobei diese nicht zu flexibel sind. Es wird trotzdem erwartet, dass man mindestens von 9-15 Uhr erreichbar ist, ob man zu der Zeit Meetings hat oder nicht ist egal. Wenn man dann noch, wie mir selbst geschenhen, in zwei Projekten gleichzeitig arbeitet und dabei einen Projektmanager hat, der Frühaufsteher ist und jegliche Regelkommunikation in den Morgen legt und einen weiteren Projektmanager, welcher Langschläfer ist und entsprechend die Regelkommunikation in den Nachmittag legt, dann bleibt keine Flexibilität mehr übrig.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt gelegentlich wenige Plätze für interne Weiterbildungsmaßnahmen. Als IT Mitarbeiter bekommt man mit Udemy Business zugriff auf ein großes Repertoire an Kursen die man in Eigenregie machen kann.
Gehalt/Benefits
Gehaltsentwicklung ist aktuell ob der Krise der Automobilindustrie praktisch nicht vorhanden. Aber auch ohne diese Krise ist das im Unternehmen verwendet System nicht vorteilhaft für Performer, da diese ab einer bestimmten Gehaltsschwelle praktische festgefahren sind, es sei denn sie überperformen so stark dass sie auf eine neue Entgeltstufe kommen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Unternehmen betreibt wie auch der Mutterkonzern extremes Greenwashing. Bereits die Mülltrennung in den Büroflächen ist ein absoluter Witz. Entweder es wird gleich gar kein Müll getrennt, oder aber die Mitarbeiter trennen fleißig den Müll in verschiedene Behälter, welche dann spätestens von den Reinigungskräften wieder zusammengekippt werden.
Kollegenzusammenhalt
Die meisten sind sich selbst am Nächsten.
Umgang mit älteren Kollegen
Viele der Kollegen und Kolleginnen sind jung. Es sind wenige ältere Kollegen im Unternehmen. Die Churn-Quote ist gefühlt recht hoch ohne die genauen Zahlen zu kennen. Viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen verlassen nach wenigen Jahren das Unternehmen. Die vermeintliche Strahlkraft des Mutterkonzerns wird nach Angaben der Auscheider / der Auscheiderinnen als Sprungebrett für den Einstieg in einem anderen Unternehmen genutzt. Die wenigen älteren Kollegen die im Unternehmen sind, sind entweder Führungskräfte, oder wollen die Zeit bis zum nahenden Ruhestand absitzen.
Vorgesetztenverhalten
Man wird angeschriehen, in vereinbarten Terminen lange warten gelassen, das Wort wird einem abgeschnitten. Vorgesetzte tun gerne so als wären sie dein Freund / deine Freundin, versuchen aber mit allen Mitteln Gehaltsverhandlungen zu untergraben, da Führungskräfte für die Gehaltsentwicklung ihrer Mitarbeiter ein gewisses Budget zur Verfügung gestellt wird und die Führungskräfte bei ihrer eigenen Gehaltsentwicklung punkten können, wenn sie das ihnen zur Verfügung gestellte Budgetvolumen nicht aussschöpfen.
Beispielsweise wurde in einer meiner Gehaltsverhandungen versucht meine Empathie für meine Kollegen zu nutzen, um zu verargumentieren warum ich trotz sehr guter Arbeit keine oder eine deutlich geringere Gehaltserhöhung bekommen kann, da dies ob des genannten Budgets ja nur von der Gehaltserhöhung meiner Kollegen abgehen müsse.
Arbeitsbedingungen
Man bekommt alle notwendige Hardware zur Arbeit vom Unternehmen gestellt.
Wenn man in den Büroflächen vor Ort ist, findet man einen ergonomischen Arbeitsplatz vor.
Als IT Mitarbeiter hat man in der Regel die Möglichkeit "mobil zu arbeiten". Damit meint der Arbeitgeber das Arbeiten von zu Hause, ohne es Home Office zu nennen, da damit rechtliche Eigenheiten verbunden sind, die es dem Arbeitgeber nicht wert sind für die Mitarbeiter umzusetzten.
Kommunikation
Unter den eigentlichen IT-Mitarbeitern ist die Kommunikation ok. Problematisch wird es dann, wenn Führungskräft mit ins Spiel kommen. Es wird von oben herab nach unten getreten. Gespräche finden oft über Stellvertreter statt, ohne dass die Personen die eigentlich miteinander sprechen sollten tatsächlich miteinander sprechen.
Gleichberechtigung
Unter den Führungskräften sind die Mehrheit Männer.
Nach Anträgen über Auskunft basierend auf dem Entgelttransparenzgesetz hat eine sehr geschätzte Kollegin von mir selbst gekündigt.
Interessante Aufgaben
Es mangelt stark an interessanten Aufgaben. Einige meiner Kollegen und Kolleginnen wurden wie ich selbst ursprünglich mit interessanten Aufgaben ins Unternehmen gelockt, nur um dann den wenigen Leuten, die tatsächlich tolle Aufgaben haben, zuzuarbeiten. Mehrere Kollegen und Kolleginnnen haben schon gekündigt weil sie zu lange mit tollen Themen / Aufgaben geködert wurden, ohne das etwas nenneswertes dabei rum gekommen wäre.

