Man lebt in seiner Blase und will auch nicht raus. Führt zu gefährlichem Selbstbewusstsein und schlechte Führungskultur.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre ist meistens gut. Nur sobald etwas nicht gut läuft, merkt man zügig wie ratlos und angespannt Top-Führungskräfte reagieren. Micro-Management, Notfall-Meetings ohne wirkliche Entscheidungen, Große Workshops mit wenig Output, Realitätsverweigerung und Sturheit, falsche Prioritäten und unglaublich viel externe Beratung sowie das prinzipielle Festhalten an falschen Personen in falschen Positionen. Das frustriert.
Image
Noch gut. Hoffentlich wird man sich nicht irgendwann fragen, wie man die aktuellen Entwicklungen und Kultur in dieser "Bubble" nicht sehen konnte und warum der Erfolg nachlässt.
Work-Life-Balance
Die Stammbelegung profitiert hier stark. Wenige Leistungsträger müssen allerdings viel(e) mittragen. Für diese ist es unglaublich unausgewogen. Ansonsten ein Traum.
Karriere/Weiterbildung
Wenig Chancen auf Weiterentwicklung. Die Organisationsstruktur lässt das auch kaum zu. Hier muss dringend was getan werden. Schwerfälliges Unternehmen mit viel zu großen Zentralabteilungen.
Gehalt/Benefits
Wer nicht hoch genug einsteigt, wird nur von den regulären Gehaltserhöhungen profitieren. Die passieren zwar regelmäßig, aber ermöglichen kein gutes Auskommen, wenn man nicht entsprechend eingestiegen ist.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Venue ist vorbildlich in Sachen Umweltbewusstsein. Ansonsten gibt es viele Initiativen und Projektgruppen. Viele davon aber sehr halbherzig und oft mehr Schein als Sein.
Kollegenzusammenhalt
Sehr abteilungsabhängig, aber meist sehr gut.
Umgang mit älteren Kollegen
Vorbildlich.
Vorgesetztenverhalten
Der größte Kritikpunkt: Das Unternehmen ist nicht durch gute innovative Führung und Strategie erfolgreich, sondern weil ein Mangel an Alternativen bei den meisten Messen existiert - darum läuft es. Man lebt von der Substanz und von M&As sowie Joint Ventures. Es gibt dadurch keine Manager/Director, die wirklich gelernt haben mit Herausforderungen und Krisen umzugehen. Auf Director-Level finden sich viele unerfahrene Führungskräfte aus dem eigenen Haus, die kaum woanders Erfahrung gesammelt haben oder ist Anlaufstelle für mäßig erfolgreiche Manager anderer Unternehmen geworden. Das führt zu Vorgesetztenverhalten, das gerade bei herausfordernden Themen kaum erträglich ist. Die meisten Manager wissen nicht wie man eine Strategie wirklich umsetzt und verzetteln sich ständig oder sind absolut ratlos und machen einfach weiter wie bisher.
Arbeitsbedingungen
Die Ausstattung in manchen Meetingräumen ist ein schlechter Witz und wenn es sich nicht um Cyber-Security (da sind alle sehr sensibel) handelt, ist der IT-Support und die Ausstattung mehr als mangelhaft. Man lebt und repräsentiert auch nicht die Marken, die man nach außen hin verkauft in den Räumlichkeiten. Hier verpasst die Messe den Anschluss zu anderen Arbeitgebern in München.
Kommunikation
Viel Show auf Geschäftsführungs-Ebene und Pseudo-Transparenz. Man redet nur über positive Entwicklungen und betreibt Image-Pflege ggü. Gesellschaftern und der eigenen Belegschaft. Viel heiße Luft, wenig Selbstkritik und viel Politik. Etwas Selbstreflexion würde dem Management gut stehen.
Gleichberechtigung
Diskriminierung oder Ausgrenzung von ethnischen Gruppen, aufgrund des Alters, sexuelle Orientierung etc. gibt es de facto nicht. Eher wenn es um Junior- vs. Senior-Level geht, Verteilung von Workload oder um Hierarchie-Gefälle.
Interessante Aufgaben
Auch abteilungsabhängig, aber man ist im Mittelpunkt vieler globaler Branchen und Industrien. Das ist schon sehr spannend.

