Der schlimmstmögliche Abstieg - Von Porsche zu Tata
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die jüngste Übernahme durch Tata überschattet für mich aktuell alles und lässt mich sehr pessimistisch in die Zukunft blicken. Wenn man den Verkaufspreis in Relation zum eigentlichen Marktwert und Umsatz setzt, drängt sich mir stark der Verdacht auf, dass MHP weit unter Wert abgegeben wurde. Für mich persönlich wirkt dieser Deal daher wie eine Art versteckte Restrukturierung oder hart gesagt: ein „hidden layoff“. Es fühlt sich an, als wolle man hier eine elegante Kosteneinsparung betreiben und direkte Abfindungen umgehen, indem man die Belegschaft schlichtweg an Tata durchreicht.
Wenn man sich die Historie und die Strategien bei ähnlichen Übernahmen ansieht, befürchte ich stark, dass bei uns in nächster Zeit „Quiet Firing“ betrieben wird, um unliebsames Personal ohne Kündigungen loszuwerden. Da wir bei MHP nicht durch einen Tarifvertrag geschützt sind, mache ich mir Sorgen um unsere (Real)Gehälter. Ich rechne fest damit, dass es in den kommenden Jahren ganz bewusst Nullrunden geben wird, was angesichts der Inflation einen massiven Reallohnverlust bedeutet. Ebenso befürchte ich, dass sämtliche Zusatzleistungen, die nicht absolut niet- und nagelfest im Arbeitsvertrag stehen, sowie benötigte Fortbildungen sukzessive gestrichen werden, um die Margen zu optimieren.
Mein persönliches Fazit und meine Prognose für die Zukunft: Die eigentliche, operative Projektarbeit wird zunehmend in Billiglohnländer ausgelagert. Hier in Deutschland wird man langfristig wahrscheinlich nur noch ein paar repräsentative Mitarbeiter für den direkten Kundenkontakt belassen. Das ist ein Szenario, das sich aus den bisherigen Marktstrategien von TCS ableiten lässt, mir aktuell extrem große Sorgen bereitet und weshalb ich die derzeitige Entwicklung am Arbeitgeber als absolut negativ bewerte.

