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MHP 
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A 
Porsche 
Company
Bewertung

Ganz schlecht Stimmung

2,2
Nicht empfohlen
Hat zum Zeitpunkt der Bewertung bei MHP – A Porsche Company in Ludwigsburg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Seit 2024 gibt es ehrlich gesagt kaum noch Gründe, bei MHP zu bleiben. Mein einziger Halt sind die Kolleginnen und Kollegen – die sind wirklich erstklassig. Alles andere hat massiv an Attraktivität verloren. Die Firma? Reißt mich nicht mehr mit.

Verbesserungsvorschläge

Der so sensationell angepriesene Inflationsausgleich war ein Witz. Ebenso die jährlichen "Gehaltsanpassungen". Es wird immer eine Ausrede gefunden, weshalb es keine Gehaltserhöhung gibt. Hauptsache das Image stimmt und man sponsort zig Vereine und Arenen.

Steckt realistische Ziele. Wenn man im Jahresgespräch Ziele bekommt, welche sowieso nicht erreichbar sind - weshalb soll man sich da noch anstrengen?

Viele meiner Kolleginnen und Kollegen sind nicht mehr bereit, die Extra-Meile zu gehen. Weshalb auch? Es gibt keine oder nur minimalste Gehaltserhöhungen. Und Boni gibt es (zumindest in meinem Level) auch nicht. Rechnet man die Inflation dagegen, dann hat man in den vergangenen Jahren immer weniger Geld in der Tasche.

Es macht es auch nicht besser, wenn man alle 1-2 Monate ein Townhall veranstaltet. Wir sind - lt. Townhall - die stabilste Comany in Europa. Wir haben gut abgeliefert - dann aber zu sagen, es ist nicht der richtige Zeitpunkt für eine Gehaltserhöhung oder Sonderzahlung...da kann sich jeder jetzt selbst seinen Teil dazu denken.
Für mich kommt es so rüber: "MHP ist die genialste Company und ihr müsst dankbar sein, dass ihr Teil dieser Erfolgsgeschichte sein dürft. Da sind Sonderzahlungen doch total überflüssig..und fragt nicht nach Geld."
Sämtliche Budgets sind gestrichen worden. Wir als Team sind essen gegangen - und jeder hat aus eigener Tasche bezahlt. Wie armselig ist das denn.

Kritische Fragen in der Townhall dürfen inzwischen nicht mehr anonym gestellt werden – angeblich zur Steigerung der Qualität. In Wahrheit ist es ein klares Signal: Kritik bitte nur noch mit Namensschild.

Anfang Juli 2025 wurde dann unter dem wohlklingenden Titel „Personalstrategie“ ein Termin einberufen. Keine 24 Stunden später kam die Wahrheit ans Licht: 200–300 Mitarbeitenden in Deutschland sollen per Aufhebungsvertrag entfernt werden.

Die Auswahl ist intransparent, die Kommunikation kalt und abrupt. Für die Betroffenen gab es keinerlei Vorlauf, keinerlei Vorbereitung.

Besonders perfide ist, dass viele der Betroffenen voll ausgelastet waren, hervorragende Projektbewertungen hatten und von ihren Führungskräften sehr gut beurteilt wurden. Leistung, Engagement und Loyalität zählen hier nichts. Nennen wir es beim Namen: Qualifizierte Mitarbeitende wurden gezielt entsorgt.

Dass MHP so mit seinen eigenen Leuten umgeht, hat mich zutiefst schockiert. Der Eindruck drängt sich auf, dass kurz vor dem Verkauf noch schnell „die Braut aufgehübscht“ werden sollte – auf Kosten der Menschen, die das Unternehmen erfolgreich gemacht haben.

Der MHP Spirit existiert nicht mehr. Es gab Zeiten, wo man richtig stolz war, bei MHP zu arbeiten. Das hat sich zwischenzeitlich geändert. Keine Empfehlung mehr.

Arbeitsatmosphäre

Das erste Halbjahr 2024 war geprägt von permanentem Aktionismus, ausgelöst durch fehlende Auslastung. Statt klarer Strategie dominieren ständig neue Initiativen ohne Substanz oder Nachhaltigkeit. Zeitgleich werden Zielvorgaben hochgeschraubt, die mit der operativen Realität nichts mehr zu tun haben.

Kommunikation

Die Informationslandschaft gleicht einem Labyrinth aus Kanälen, Links und Dokumenten. Relevantes Wissen wird nicht vermittelt, sondern versteckt. Wer nicht zufällig darüber stolpert, bleibt im Dunkeln.
Während in der Townhall „ohne Maske“ gesprochen wird, liefert die Presse 48 Stunden später die tatsächlich relevanten Fakten. Das ist keine transparente Kommunikation – das ist eine kommunikative Bankrotterklärung.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt ist gut - es wird sich meist gegenseitig geholfen.

Work-Life-Balance

Kommt auf das Projekt an. Mal so. Mal so.

Vorgesetztenverhalten

Ich kann da nur für mich sprechen: wir haben ein offenes und gutes Verhältnis.

Interessante Aufgaben

Es geht messbar bergab. Fehlende Auslastung führt dazu, dass Mitarbeitende wahllos auf Aufgaben geworfen werden, unabhängig von Kompetenz oder Schwerpunkt. Fachliche Entwicklung wird nicht gefördert, sondern aktiv unterbunden. Spezialisierung: abgeschafft.

Gleichberechtigung

bisher keine negativen Erfahrungen.

Umgang mit älteren Kollegen

bisher keine negativen Erfahrungen.

Arbeitsbedingungen

300 Euro Homeoffice-Pauschale alle paar Jahre und 0,30 Euro pro Kilometer im Privat-PKW – das reicht nicht einmal ansatzweise. Jeder Kundentermin bedeutet ein Minusgeschäft. Arbeiten, um draufzuzahlen: Das ist kein Benefit-Modell, das ist ein Armutszeugnis.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Es werden immer mal wieder Geld an verschiedene Organisationen gespendet.

Gehalt/Benefits

Nach dem Einstieg wird Vergütung bei MHP zur Farce. Die jährliche „Gehaltsverhandlung“ ist eine Alibi-Veranstaltung: Zahl vorlesen, Diskussion unterbinden. Drei Prozent für High Performer bei dauerhaft hoher Inflation sind kein Incentive, sondern eine verdeckte Gehaltskürzung. Seit Jahren.

Zielvorgaben werden zentral diktiert, Nachverhandlungen systematisch ausgeschlossen. Wer sich aufreibt und knapp scheitert, bekommt exakt nichts. Null Toleranz, null Anerkennung. Leistung wird nicht belohnt, sondern ausgepresst. Shareholder first – Mitarbeitende last. Teamleistung ist ein Schlagwort ohne finanzielle Substanz.

Fürs äußere Bild hingegen sitzt das Geld locker: Arena Stuttgart, Ludwigsburg, Sponsoring überall. Glanz nach außen, Stille nach innen. Kritische Fragen zu Gehalt werden in Townhalls umschifft, die unangenehme Kommunikation wird nach unten delegiert. Führung heißt hier offenbar: glänzen lassen – und wegducken.

Image

Die Wahrheit ist inzwischen kaum noch zu kaschieren: MHP hat seine Transformation krachend an die Wand gefahren. Was als moderner Wandel verkauft wird, ist in Wirklichkeit ein Stillstand mit neuem Vokabular. Man möchte agil wirken, bleibt aber strukturell, kulturell und operativ im alten Denken gefangen. Transformation findet nicht statt – sie wird nur behauptet.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildung nur in der Freizeit über irgendwelche Online-Learnings. Während der Arbeitszeit geht nicht - geht ja alles zu Lasten der Faktura.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.