Gute Arbeitsbedingungen und Gehalt, aber viel Druck und sehr hierarchisch, Klima der Angst im Team
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Geschäftsleitung und sehr viele Kollegen sind wirklich super nett! Auch das Gehalt und die Arbeitsbedingungen sind grundlegend gut.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die fehlende Sichtbarkeit und Stärke der Mitarbeitervertretungen, die so viel erreichen könnten, wenn sie mutig und kritisch in einen dauerhaften Austausch mit der Geschäftsführung treten würden. Was tatsächlich auch einfach ihr Job wäre: Sie müssten UNSERE Interessen parteiisch vertreten und durchsetzen versuchen.
Und die absolut fehlende Nachhaltigkeit/Umweltbewusstsein, siehe oben.
Das starke Hierarchiedenken, schlechte Führung, die fehlende Wärme und Authentizität im Umgang. Alles wirkt sehr aufgesetzt und oberflächlich, man weiß nicht, wem man vertrauen kann.
Verbesserungsvorschläge
Die vielen guten Verbesserungsvorschläge von mir oder den anderen Rezensenten als wertvoll anerkennen und umsetzen.
Nachtrag: Danke für den tollen Kommentar auf meine Rezension!
Arbeitsatmosphäre
In Ordnung bzw. sehr abhängig von der Abteilung. Es rauchen sehr viele im Unternehmen, woraus ich schlussfolgere, dass viele sehr unter Druck stehen.
Die Gebäude sind nicht sehr schön gestaltet und ungemütlich eingerichtet. Es fehlt ein schöner Aufenthaltsraum zum Austausch mit den Kollegen: mit gemütlichen Sofas, Pflanzen, Tischkicker, Brettspiele ... So wirkt alles eher anonym und etwas trostlos.
Zufällig trifft man sich eigentlich nur oben beim Sprudelautomaten. Ein richtige Austauschmöglichkeit mit den Kollegen gibt's so leider nicht.
So richtig wohl und sicher fühle ich mich vor allem beim Arbeiten in meinem Zuhause.
Image
Kann ich nicht so richtig einschätzen, weil gefühlt kein transparenter, ehrlicher Austausch zwischen den Kollegen über die mhplus als Arbeitgeber stattfindet und alle eher selbstbezogen vor sich hin arbeiten. Wie gesagt fehlt die zwischenmenschliche Wärme unter vielen Kollegen.
Work-Life-Balance
Gleitzeit und sehr familienfreundlich. Noch mehr mobiles Arbeiten oder richtiges Home Office wäre schön (für die, die weiter weg wohnen), es gibt auch Berufe im Haus, die theoretisch komplett mobil arbeiten könnten. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.
Karriere/Weiterbildung
Grundlegend kann man glaub Karriere machen, wenn man Einsatz zeigt, vorhandene Talente werden gefördert.
Aber: Um externe Weiterbildungen müssen die Mitarbeiter eher betteln, weil dafür scheinbar kein Geld da ist. Schade! Die internen Weiterbildungen sind nicht das, was ich brauche und vom Niveau auch sehr unterschiedlich.
Gehalt/Benefits
Echt gut, wobei mir der Vergleich mit anderen Versicherungen fehlt. Bald gibt's wohl einen Tarifvertrag, dann werden die Sozialleistungen vermutlich nochmal besser.
Auch das betriebliche Gesundheitsmanagement ist super.
Was ich vermisse: Einen Gympass oder Zuschuss zum Urban Sports Club, weil nicht jeder Mitarbeiter nur im Arbeitsgebäude Sport machen kann/will, sondern sich sein Fitnessstudio selbst aussuchen will. Das fände ich wichtiger, als wie aktuell ein zweites Bike leasen zu können.
Ich gebe auch zu, der Fitnessraum im Büro sieht zwar einladend aus, aber ich habe Hemmungen, bei meinem Arbeitgeber Sport zu machen. Das ist für mich irgendwie Privatsache.
Auch Zuschüsse zu gesundem(!), hochwertigen Mittagessen wären super.
Oder Zuschüsse zum Deutschlandticket, damit diejenigen belohnt werden, die kein Auto fahren.
Vielleicht könnte es auch Belohnungen geben für keine oder wenige Krankmeldungen? Das muss nicht finanziell sein, vielleicht auch mit einem zusätzlichen Urlaubstag?
Aber das ist wirklich Jammern auf hohem Niveau.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Leider gar kein Umweltbewusstsein vorhanden, da steckt die mhplus wirklich noch in den 90ern.
Weder im Großen (z. B. energetische Sanierung der Gebäude, Photovoltaik, Ökostrom, Energiesparen, Bezahlung des Deutschlandtickets) noch im Kleinen (keinerlei Mülltrennung in den Büros oder auf den Stockwerken, kein 100 % Recyclingpapier ...).
Hier gäbe es wirklich noch viel zu tun!
Am auffälligsten ist wirklich, dass kein Müll getrennt wird, obwohl das so einfach umsetzbar wäre.
Zwei Sterne gibt's trotzdem von mir für die aktuellen Bemühungen, endlich eine Nachhaltigkeitsstrategie zu entwickeln. Besser spät als nie.
Kollegenzusammenhalt
Abteilungsabhängig, aber:
Viele sind leider nur aufgesetzt freundlich und wirken sehr gestresst und distanziert. Es fehlt authentische Herzlichkeit, Wärme und auch ein echtes Interesse an den Kollegen als Privatpersonen.
Manchmal wird leider auch gelästert und manchmal liegt Misstrauen und Neid in der Luft.
Ich hab so nicht das Gefühl, dass die Mehrheit hier offen wäre für ein freundschaftliches, echtes Verhältnis mit einzelnen Kollegen.
So fühle ich mich manchmal etwas einsam.
Umgang mit älteren Kollegen
Es gibt viele ältere und wirklich einige äußerst langjährige (ich rede hier von mehreren Jahrzehnten!) Kollegen.
Vorgesetztenverhalten
Leider sehr abteilungsabhängig. Heißt, man kann großes Glück oder großes Pech haben. Das sollte nicht so sein: Tolle Führungskräfte, vor denen man keine Angst haben muss, sollten überall selbstverständlich sein.
Ich hab leider Pech gehabt: Kontrolle und Druck, Misstrauen und widersprüchliche Anweisungen und unfaire Kritik sind an der Tagesordnung, außerdem werden regelmäßige Überstunden erwartet und Feedback/Kritik wird nur „nach unten“ verteilt — aber selbst nicht entgegengenommen.
Arbeitsbedingungen
Abgesehen von den schmucklosen und kahlen Büros sind die Arbeitsbedingungen gut und die Technik auch.
Allerdings fehlt in den Aufzügen eine ordentliche Belüftung:
Es rauchen wie gesagt sehr viele Mitarbeiter und die tragen den Rauch über ihre Kleidung dann in die Aufzüge, wo er lange in der Luft steht, und alle anderen Mitarbeiter müssen dann da unfreiwillig passivrauchen. Das ist unangenehm und entspricht auch nicht dem Gesundheitsbewusstsein einer Krankenkasse.
Kommunikation
Nachtrag: Danke für die tolle Antwort zu meiner Bewertung! Das freut mich sehr. ☺️
Abteilungsabhängig, aber grundlegend spürt man Bemühungen der Geschäftsleitung, die interne Kommunikation zu verbessern.
Die Personalabteilung beantwortet Fragen zur Arbeit oder eigenen Anstellung leider oft nur sehr knapp, lustlos, desinteressiert, oft sehr verspätet und unvollständig, manchmal bekommt man sogar überhaupt keine Antwort. Dabei ist der Job der HR doch gerade, sich um das bestehende Personal zu kümmern, oder? Das ist doch der Hauptjob von Personalern.
So sind die Mails während der Einarbeitungszeit ja völlig wertlos und nur leere Floskeln, wo sich einem der persönliche Personalreferent vorstellt und anbietet, dass man sich bei Fragen immer bei ihm melden kann. Schade, ich hab das wohl unberechtigterweise ernst genommen.
Gleichberechtigung
Die Gleichstellungsbeauftragten sind — im Gegensatz zum Personalrat — wirklich sehr bemüht und kommunizieren sehr engagiert und regelmäßig, auch die Frauenförderung ist gut.
Von der Behindertenbeauftragten und ihrer Arbeit bekommt man leider fast nichts mit. Sehr merkwürdig, warum gibt es sie dann überhaupt? Ich möchte als Mitarbeiter doch Updates.
Macht es doch einfach alle so wie die Gleichstellungsbeauftragten! Geht kommunikativ in die Offensive und versteckt euch nicht.
Interessante Aufgaben
Auch abteilungsabhängig, aber grundsätzlich darf man sich inhaltlich gerne austoben und kreativ sein.