Gute Arbeit im direkten Team, aber auf Unternehmensebene leider zunehmend enttäuschend
Gut am Arbeitgeber finde ich
Guter Kollegenzusammenhalt, interessante Aufgaben und eine insgesamt angenehme Work-Life-Balance durch Gleitzeit. Auch die direkten Vorgesetzten habe ich überwiegend positiv erlebt. Weiterbildungen werden grundsätzlich ermöglicht.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Meinem Eindruck nach hat sich das Arbeitsklima in den letzten Jahren deutlich verschlechtert. Viele Probleme entstehen nicht im direkten Team, sondern durch Entscheidungen auf Unternehmensebene.
Besonders kritisch sind für mich Kommunikation, Vergütung und der Umgang mit Benefits. Leistungen werden gestrichen oder reduziert, ohne dass ein gleichwertiger Ersatz geschaffen wird. Gleichzeitig wird eine Gehaltserhöhung von 3 % als Verbesserung verkauft, obwohl das für viele Mitarbeiter angesichts gestiegener Kosten, zusätzlicher Verantwortung und der allgemeinen Entwicklung kaum als echte Wertschätzung wahrgenommen wird.
Ich habe zunehmend erlebt, dass Mitarbeiter frustriert sind, sich nicht ernst genommen fühlen und offen über einen Arbeitgeberwechsel nachdenken. Aus meiner Sicht unterschätzt das Unternehmen aktuell, wie viel Vertrauen und Motivation dadurch verloren gehen.
Auch bei Karrierechancen fehlt Transparenz. Es entsteht teilweise der Eindruck, dass gute Leistung allein nicht automatisch zu besseren Entwicklungsmöglichkeiten führt.
Technisch gibt es weiterhin veraltete Systeme und Prozesse, die den Arbeitsalltag unnötig erschweren.
Verbesserungsvorschläge
Weniger beschönigen, früher und transparenter kommunizieren und endlich wieder stärker auf die Mitarbeiter hören. Gute Leistung und zusätzliche Verantwortung müssen sich spürbar in Gehalt und Entwicklungsmöglichkeiten widerspiegeln.
Benefits zu streichen und gleichzeitig nur minimale Gehaltsanpassungen vorzunehmen, ist aus meiner Sicht der falsche Weg, wenn man gute Mitarbeiter langfristig halten möchte.
Die Unternehmensleitung sollte ernst nehmen, dass die aktuelle Entwicklung zunehmend dazu führt, dass leistungsstarke Mitarbeiter sich anderweitig orientieren.