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Bewertung

Wichtiger Hinweis: Mir wurde betriebsbedingt gekündigt. Dennoch habe ich mich um eine objektive Bewertung bemüht.

2,7
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich Forschung / Entwicklung bei MicroNova in Vierkirchen gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Großzügige Möglichkeiten zum mobilen Arbeiten, während Corona und auch danach.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Dass es nicht gelungen ist, ohne betriebsbedingte Kündigungen auszukommen. Und wie die Auswahl der Betroffenen stattgefunden hat ist für mich (bezogen auf meine Abteilung) vom sozialen Gesichtspunkt her nicht nachzuvollziehen.

Verbesserungsvorschläge

Den Arbeitnehmern mehr Freiräume bieten, die Arbeitsumgebung zu gestalten (Pflanzen und Bilder in den Büroräumen und dergleichen).
Mehr und aussagekräftigere Rückmeldungen (gerade auch in den Mitarbeitergesprächen) geben.
Mehr Schulungen für die Mitarbeiter. Diese setzen die erworbenen Kenntnisse anschließend zum Nutzen der Firma ein.

Arbeitsatmosphäre

Im Laufe der Jahre gab es sehr wenig Rückmeldung zur geleisteten Arbeit. Wertschätzung habe ich so gut wie keine gespürt. Mein Vertrauen in diese Firma jedenfalls ist im Laufe diesen Jahres nachvollziehbarerweise geschwunden. Insgesamt hätte die Arbeitsatmosphäre aber auch deutlich schlechter sein können.

Image

Je nachdem in welchem Bereich der Firma man arbeitet, scheint man ganz unterschiedliche Ansichten zu diesem Thema zu haben.

Work-Life-Balance

Hier kann ich mich nicht beklagen.

Karriere/Weiterbildung

Ich war mehrere Jahre bei der Firma und bin im Durchschnitt nur knapp über einen externen Schulungstag pro Jahr hinaus gekommen. Das empfinde ich als recht wenig.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt ist in Ordnung und wurde auch pünktlich gezahlt.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Wenn ich mir anschaue, wer in meiner Abteilung zur betriebsbedingten Kündigung ausgewählt wurde, fällt es mir sehr schwer, ein Sozialbewusstsein zu erkennen.

Kollegenzusammenhalt

War lange Zeit ganz gut, hat zuletzt aber nachgelassen, vermutlich aufgrund der schwierigeren Rahmenbedingungen.

Umgang mit älteren Kollegen

Im Arbeitsalltag prinzipiell gut, aber als man sich vor einiger Zeit in einer anderen Abteilung schon mal von einigen Kollegen getrennt hat, fiel mir auf, dass mehrere ältere dabei waren.

Vorgesetztenverhalten

In Entscheidungen habe ich mich sehr wenig eingebunden gefühlt. Manchmal logischerweise, aber auch wenn es einen direkt betroffen hat, wurde man nicht immer einbezogen.
Unabhängig davon kann ich die Art wie das Arbeitsverhältnis letztlich endete und dies vom Vorgesetzten gestaltet wurde, mit nicht mehr als einem Stern bewerten.

Arbeitsbedingungen

Die Räumlichkeiten der Firma finde ich überhaupt nicht ansprechend. Der übliche Sichtbeton und als Arbeitnehmer darf man nicht viel gestalten. Wirklich ruhig ist es in einem Großraumbüro außerdem natürlich nie. Im HomeOffice gibt es diese Punkte natürlich nicht.

Kommunikation

Aus meiner Sicht vergleichsweise gut.

Gleichberechtigung

Halte ich in diesem Unternehmen für gegeben. Hier wäre mir nichts Negatives aufgefallen. Inwieweit Frauen nach einer Mutterschaft/Elternzeit Nachteile haben oder unterstützt werden kann ich aber nicht beurteilen.

Interessante Aufgaben

Mal mehr, mal weniger. Zuletzt leider immer weniger.

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Arbeitgeber-Kommentar

Orazio RagonesiVorstand

Sehr geehrte:r Bewerter:in,

als Leser spürt man, dass Sie sich wirklich um eine objektive Bewertung bemüht haben – vielen Dank für Ihre Einschätzung und die Zeit, die Sie uns nochmals gewidmet haben. Bei einer betriebsbedingten Kündigung gibt es nichts zu beschönigen, höchstens zu erklären. Ich bedaure, dass uns das in Ihrem Fall nicht in vollem Umfang gelungen ist. Die Defizite sind uns bewusst, und wir arbeiten daran. Leider erfordert das Zeit, und die Ergebnisse werden Sie nun nicht mehr im Arbeitsalltag erfahren können.

Sie schreiben selbst, dass die Lage in Ihrem Bereich nicht ganz einfach ist – Ihr grundsätzliches Verständnis dafür empfinde ich als sehr fair und ich danke Ihnen dafür. Glauben Sie mir: Wir alle hätten uns hier eine andere Entwicklung gewünscht, und wir haben auch viel Energie investiert. Leider können wir uns nicht dauerhaft davon abkoppeln, wenn der Druck in für uns relevanten Branchen zu groß wird. So froh wir sind, dass wir als Unternehmen insgesamt solide arbeiten können, so sehr beeinflusst das eben auch den Alltag im betroffenen Bereich. Die angesprochene Energie hat – vielleicht auch bei Ihrem Vorgesetzten, der „auch nur ein Mensch“ ist – dann womöglich im Mitarbeitergespräch oder bei der Führung gefehlt.

Beim Punkt Weiterbildung möchte ich widersprechen: Wir fördern hier selbständiges, aktives Mitwirken – und wer ein Training möchte und das begründen kann, erhält sicher mehr als einen Tag Schulung oder Weiterbildung pro Jahr.

Ein wenig erklären möchte ich noch den Aspekt der Auswahl: Wir sind hier an gesetzliche Vorgaben gebunden, die wir natürlich einhalten müssen – ob diese nun immer sinnhaft oder nachvollziehbar sind, sei dahingestellt … auch der Betriebsrat ist hier selbstverständlich eingebunden. Und leider ist es so, dass wir die Auswahl auch nur allgemein begründen dürfen; es gibt hier Datenschutzvorgaben. Insofern bleibt das für die Betroffenen leider immer ein wenig eine Black Box. Wirklich etwas daran ändern können/dürfen wir meines Wissens leider nicht.

Diese Erklärungen werden bei Ihrer Einschätzung nicht die große Wende bringen; das erwarte ich auch nicht. Ich hoffe, dass ich Ihnen aber zumindest ein wenig unsere Perspektive und unsere Möglichkeiten aufzeigen konnte, in aller Fairness. Falls Sie, mit ein wenig Abstand, vielleicht einmal Ihre alten Kollegen besuchen und dabei auch mit mir über alles sprechen möchten: Melden Sie sich bitte gerne.

Ich wünsche Ihnen bis dahin für Ihre weitere Karriere alles Gute!

Mit freundlichen Grüßen,
Orazio Ragonesi

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.