Licht und Schatten im Arbeitsalltag
Gut am Arbeitgeber finde ich
Trotz meiner Kritikpunkte arbeite ich grundsätzlich gerne hier. Besonders positiv finde ich den familiären Umgang, die modernen Arbeitsplätze, die sehr guten Benefits sowie die abwechslungsreichen Aufgaben. Außerdem habe ich den Eindruck, dass sich das Unternehmen in einigen Bereichen – beispielsweise beim Vorgesetztenverhalten und der Work-Life-Balance – in den letzten Jahren spürbar verbessert hat.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Aus meiner Sicht besteht vor allem bei der internen Kommunikation, der Wertschätzung der Mitarbeitenden und den Entwicklungsmöglichkeiten noch Verbesserungspotenzial. Entscheidungen und Veränderungen könnten transparenter kommuniziert werden, und gute Leistungen sollten häufiger anerkannt werden.
Verbesserungsvorschläge
Aus meiner Sicht wäre es sinnvoll, geplante Veränderungen und neue Projekte erst dann anzukündigen, wenn sie realistisch umsetzbar sind. Außerdem wäre es hilfreich, bestehende Themen konsequent abzuschließen, bevor neue große Vorhaben gestartet werden. Das würde für mehr Klarheit sorgen und unnötige Umbrüche vermeiden.
Darüber hinaus wünsche ich mir eine noch transparentere Kommunikation sowie mehr Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden, die täglich zum Unternehmenserfolg beitragen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist insgesamt in Ordnung, bietet jedoch noch Verbesserungspotenzial. Besonders die Wertschätzung durch Vorgesetzte könnte stärker ausgeprägt sein. Lob oder Anerkennung für gute Leistungen wird eher selten ausgesprochen, wobei dies je nach Abteilung unterschiedlich wahrgenommen wird.
Auch wenn es phasenweise besser läuft, würde eine regelmäßigere Anerkennung die Motivation der Mitarbeitenden sowie das allgemeine Betriebsklima spürbar verbessern.
In den Townhall-Meetings präsentiert die Geschäftsführung häufig positive Unternehmenszahlen und Erfolge. Ein ausdrückliches Dankeschön an die Mitarbeitenden, die maßgeblich zu diesen Ergebnissen beitragen und den täglichen Betrieb sicherstellen, kommt jedoch leider nur selten vor.
Kommunikation
Die Kommunikation innerhalb des Unternehmens ist aus meiner Sicht verbesserungswürdig. Informationen, die das gesamte Unternehmen betreffen, werden größtenteils über die Townhall-Meetings vermittelt. Offene Fragen aus diesen Veranstaltungen sollen zwar im Nachgang per E-Mail beantwortet werden, dies geschieht jedoch nicht immer vollständig. Dadurch bleiben auch Fragen, die ich selbst gestellt habe, teilweise unbeantwortet.
Innerhalb der eigenen Abteilung funktioniert die Kommunikation insgesamt besser. Wichtige Informationen werden in Meetings oder über Microsoft Teams zeitnah weitergegeben, sodass man in der Regel gut informiert ist.
Dennoch gibt es auch hier Verbesserungspotenzial. Insbesondere bei abteilungsübergreifenden Themen oder Problemen könnte transparenter und umfassender kommuniziert werden, um Missverständnisse zu vermeiden und die Zusammenarbeit zu erleichtern.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist insgesamt in Ordnung, bietet aber noch Verbesserungspotenzial. Im Vergleich zu vor einigen Jahren hat sich die Zusammenarbeit zwar spürbar verbessert, dennoch gibt es aus meiner Sicht weiterhin einige Herausforderungen.
Was ich im Arbeitsalltag mitbekomme, ist, dass häufig über Kolleginnen und Kollegen gesprochen wird – sowohl positiv als auch negativ. Das kann sich gelegentlich negativ auf das Miteinander auswirken.
Auch bei Personalausfällen oder ähnlichen Situationen habe ich den Eindruck, dass Aufgaben nicht immer sinnvoll oder ausgewogen verteilt werden. Dabei wird meiner Meinung nach teilweise zu wenig auf die Belastung der übrigen Mitarbeitenden Rücksicht genommen.
Ich selbst habe ebenfalls eine Situation erlebt, die aus meiner Sicht von beiden Seiten nicht professionell gelöst wurde. Solche Vorfälle tragen leider nicht zu einem guten Arbeitsklima bei.
Work-Life-Balance
Insgesamt ist die Work-Life-Balance gut und hat sich in den letzten Jahren spürbar verbessert. Lediglich zur Weihnachtszeit wird es durch das hohe Arbeitsaufkommen deutlich stressiger. Positiv finde ich, dass Überstunden inzwischen meist im Vorfeld abgestimmt werden und Homeoffice – sofern möglich – viel Flexibilität bietet.
Urlaub ist außerhalb der Weihnachtszeit in der Regel problemlos möglich. Die Urlaubssperre über Weihnachten kann ich nachvollziehen, allerdings sollte sie aus meiner Sicht für alle Bereiche möglichst einheitlich gelten. Auch bei der Urlaubsplanung wäre etwas mehr Gleichbehandlung wünschenswert, damit Mitarbeitende ohne Kinder nicht dauerhaft benachteiligt werden.
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten hat sich im Vergleich zu früher deutlich verbessert und befindet sich mittlerweile auf einem guten Niveau. Es werden realistische Ziele gesetzt und bei Problemen oder schwierigen Situationen werden in der Regel sinnvolle und nachvollziehbare Entscheidungen getroffen.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind abwechslungsreich und bieten die Möglichkeit, sich in verschiedene Themen einzuarbeiten. Der Arbeitsalltag wird dadurch selten eintönig. An einigen Stellen könnte man Mitarbeitenden noch mehr Verantwortung oder Entwicklungsmöglichkeiten übertragen, insgesamt sind die Aufgaben aber interessant und vielseitig.
Gleichberechtigung
Das Unternehmen ist insgesamt eher männerdominiert, was aus meiner Sicht vor allem an der Branche und den technischen Tätigkeiten liegt. Dennoch habe ich den Eindruck, dass Frauen genauso willkommen sind und keine Unterschiede in der Behandlung gemacht werden. Auch Mitarbeitende, die ins Unternehmen zurückkehren, erhalten in der Regel wieder eine passende Position oder eine vergleichbare neue Aufgabe.
Umgang mit älteren Kollegen
Soweit ich das beurteilen kann, werden ältere und erfahrene Mitarbeitende respektvoll behandelt und ihre Erfahrung wird geschätzt. Auch in meinem Arbeitsumfeld ist der Umgang miteinander wertschätzend. Da ich selbst nur begrenzt Einblick in dieses Thema habe, kann ich keine umfassendere Bewertung abgeben, mein persönlicher Eindruck ist jedoch positiv.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsplätze sind insgesamt modern ausgestattet und die Hardware ist in der Regel auf einem aktuellen Stand. Vereinzelt kommt es vor, dass Geräte sehr lange genutzt werden oder häufiger getauscht werden müssen, das sind jedoch eher Ausnahmen.
Verbesserungspotenzial gibt es im Sommer: In einigen Büroräumen fehlt eine feste Klimatisierung. Bei hohen Temperaturen wird zwar mit mobilen Klimageräten oder Ventilatoren gearbeitet, eine dauerhafte Lösung wäre jedoch wünschenswert.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Wie bereits andere erwähnt haben, wird zumindest Restmüll sowie Papier und Pappe getrennt. Darüber hinaus nehme ich jedoch nur wenige Maßnahmen zum Thema Nachhaltigkeit wahr. Aus meiner Sicht gibt es hier noch deutliches Verbesserungspotenzial.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist aus meiner Sicht inzwischen in Ordnung, liegt meiner Meinung nach aber weiterhin unter dem Münchner Durchschnitt. Dass nicht jedes Unternehmen dieses Niveau zahlen kann, ist nachvollziehbar.
Kritisch sehe ich jedoch, wenn mögliche Gehaltserhöhungen durch zusätzliche Benefits ersetzt werden. Das ist in der Vergangenheit vorgekommen und wurde von vielen Mitarbeitenden nicht positiv aufgenommen.
Die Benefits selbst sind dagegen wirklich stark. Hier hat sich das Unternehmen in den letzten Jahren deutlich verbessert und bietet inzwischen ein sehr attraktives Paket, das meiner Meinung nach über dem vieler anderer Unternehmen liegt.
Image
Wenn mich jemand nach MIFCOM fragen würde, würde ich das Unternehmen als familiär beschreiben. Die Atmosphäre ist grundsätzlich angenehm und man kann mit den meisten Kolleginnen und Kollegen sowie Führungskräften offen sprechen.
Nach außen wird jedoch teilweise ein Bild vermittelt, das aus meiner Sicht nicht immer dem Arbeitsalltag entspricht. Manche Unternehmensvideos oder Außendarstellungen zeigen ein nahezu perfektes Arbeitsumfeld. Vieles davon trifft zwar zu, dennoch sehe ich gerade im täglichen Miteinander und in einigen internen Abläufen noch deutliches Verbesserungspotenzial.
Karriere/Weiterbildung
Das Thema Karriere und Weiterbildung wurde in den letzten Jahren immer wieder in den Townhall-Meetings angesprochen und auch mit einer konkreten Roadmap angekündigt. In der Praxis ist davon bislang jedoch nur ein Teil umgesetzt worden.
Zwar gibt es mittlerweile eine Plattform für Schulungen, ein klarer Prozess für Weiterbildungen oder Entwicklungsmöglichkeiten fehlt aus meiner Sicht jedoch weiterhin. Wer sich weiterentwickeln möchte, muss meist selbst aktiv werden und die Initiative ergreifen.