Gute Basis, gute Leute, aber manchmal steht man sich selbst im Weg
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das spannende Produktportfolio, die Kollegen und die interessante Arbeit. Gerade im Hardwarebereich ist MIFCOM sehr gut aufgestellt. Die Büros sind ordentlich ausgestattet und auch bei den Benefits hat sich in den letzten Jahren einiges getan.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Vieles geht aus meiner Sicht unnötig langsam. MIFCOM hat eigentlich viele Voraussetzungen, die man sich als Unternehmen wünschen kann: die nötigen Ressourcen, gute Mitarbeiter und spannende Produkte. Trotzdem werden Projekte teilweise ausgebremst, weil Entscheidungen lange dauern oder bei manchen Abteilungen der nötige Drive fehlt.
Teilweise entsteht auch der Eindruck, dass sich einige Mitarbeiter sehr stark ins Homeoffice zurückziehen und dadurch Projekte und die Zusammenarbeit mit anderen Teams ins Stocken geraten. Es ist schade, wenn eigentlich alles vorhanden ist, aber es dann an der Umsetzung und Eigeninitiative hapert.
Dazu kommen die fehlenden Entwicklungsmöglichkeiten für bestehende Mitarbeiter, die teilweise schwache Kommunikation in den Abteilungen und eher unterdurchschnittliche Gehälter.
Verbesserungsvorschläge
Bestehende Mitarbeiter stärker fördern und gezielt weiterentwickeln. Außerdem sollte die Kommunikation zwischen den Abteilungen verbessert und das vorhandene MIFCOM Tool konsequenter genutzt werden.
Zudem sollte sich die Firma meiner Meinung nach weniger selbst ausbremsen. Wir haben gute Produkte, viele Möglichkeiten und eigentlich alle Voraussetzungen, um deutlich mehr daraus zu machen. Gerade im Marketing sehe ich noch viel Potenzial, wenn Mitarbeiter mehr kreativen Freiraum bekommen und die verschiedenen Teams enger zusammenarbeiten würden. Oft fehlt es aus meiner Sicht nicht an Möglichkeiten, sondern eher daran, diese auch konsequent zu nutzen.
Auch bei gemeinsamen Events und Aktivitäten könnte meiner Meinung nach noch mehr gemacht werden. Gerade bei einem Unternehmen mit vielen jungen und motivierten Mitarbeitern würde das den Zusammenhalt zwischen den Abteilungen fördern und dafür sorgen, dass man sich auch abseits des normalen Arbeitsalltags besser kennenlernt.
Arbeitsatmosphäre
Grundsätzlich eine gute Atmosphäre. Es gibt viele nette und motivierte Kollegen und gerade innerhalb der Teams funktioniert die Zusammenarbeit meistens gut.
Kommunikation
Die Kommunikation innerhalb meines Teams hat gut funktioniert. Schwieriger wird es an den Schnittstellen zwischen den Abteilungen.
Informationen gehen teilweise trotz mehrfacher Kommunikation wieder verloren, sodass man sich bei manchen Themen regelmäßig wiederholen muss. Eine bessere Dokumentation und Weitergabe von Informationen durch die Teamleiter würde hier einiges vereinfachen.
Auch das MIFCOM Tool wird meiner Erfahrung nach nicht von allen Mitarbeitern so genutzt und beherrscht, wie es für die jeweilige Position sinnvoll wäre. Dadurch entstehen unnötige Rückfragen, die sich mit etwas mehr Eigenständigkeit und einem sicheren Umgang mit den vorhandenen Tools vermeiden ließen.
Das führt immer wieder zu unnötigen Rückfragen, Missverständnissen und teilweise auch dazu, dass man sich fragt: „Hatten wir das nicht eigentlich schon geklärt?“
Kollegenzusammenhalt
Einer der großen Pluspunkte. Gerade mit vielen langjährigen Kollegen hatte und habe ich ein sehr gutes Verhältnis. Man hilft sich gegenseitig und kann auch mal zusammen über die eine oder andere Unternehmensentscheidung lachen.
Work-Life-Balance
Hier ist die Work-Life-Balance meiner Meinung nach ziemlich unterschiedlich, je nachdem, in welcher Abteilung man arbeitet.
Gerade in der Produktion ist die Situation vor allem im Winter teilweise alles andere als entspannt. In den stressigen Phasen gibt es viel Arbeit und entsprechend wenig Work-Life-Balance.
Gleichzeitig gibt es andere Abteilungen, in denen sehr viel aus dem Homeoffice gearbeitet wird und man teilweise nur einmal pro Woche im Büro ist - dann dafür um Party zu machen.
Ich finde grundsätzlich Homeoffice absolut sinnvoll und bin auch kein Gegner davon. Allerdings sollte die Verteilung von Belastung und Flexibilität innerhalb eines Unternehmens einigermaßen fair wirken.
Insgesamt daher eher durchschnittlich - mit sehr großen Unterschieden zwischen den einzelnen Bereichen.
Vorgesetztenverhalten
Mit meinen direkten Vorgesetzten hatte ich eigentlich immer ein sehr gutes Verhältnis. Sie haben sich auch für mich eingesetzt, Ich war es allerdings gewohnt, einen Teamleiter zu haben, der selbst sehr stark mitgearbeitet und viele Themen aktiv vorangetrieben hat. Inzwischen ist die Rolle stärker auf die Teamleitung ausgelegt.
Bei einigen Führungskräften fehlt mir allerdings teilweise das nötige Feingefühl in der Personalführung und vor allem bei der Förderung und Weiterentwicklung der eigenen Teammitglieder.
Interessante Aufgaben
Für mich definitiv einer der größten Pluspunkte.
Ich war im Produktmanagement tätig und die Arbeit hat mir über die Jahre wirklich viel Spaß gemacht. Das Produktportfolio ist spannend und MIFCOM ist meiner Meinung nach gerade im Hardwarebereich sehr gut aufgestellt.
Was manchmal etwas schade ist: Gute Projekte werden teilweise ausgebremst, weil bei manchen Abteilungen der nötige Drive fehlt oder Dinge unnötig lange dauern.
Wenn man sich für Hardware interessiert, wird es hier aber definitiv selten langweilig.
Gleichberechtigung
Grundsätzlich habe ich in meiner Zeit bei MIFCOM keine großen Probleme bei der Gleichberechtigung wahrgenommen.
Frauen sind im Unternehmen allerdings deutlich in der Minderheit.
Umgang mit älteren Kollegen
Im normalen Arbeitsalltag kommen jüngere und ältere Kollegen meiner Erfahrung nach gut miteinander zurecht.
Etwas schade fand ich allerdings, wie teilweise mit langjährigen Kollegen umgegangen wurde, die das Unternehmen verlassen mussten. Einige sind relativ unzeremoniell gegangen. Gerade bei Mitarbeitern, die viele Jahre dabei waren, hätte ich mir zumindest eine kleine Abschlussfeier oder eine angemessene Verabschiedung gewünscht.
Arbeitsbedingungen
Grundsätzlich gute Arbeitsbedingungen und mittlerweile auch einige gute Benefits. Die größten Baustellen sehe ich weniger bei der Ausstattung als bei internen Prozessen und Strukturen.
Hier passiert aktuell aber einiges und ich habe das Gefühl, dass die Themen inzwischen ernsthafter angegangen werden.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Positiv ist, dass bewusst möglichst viel in Bulk-Verpackungen bestellt wird, um Verpackungsmaterial einzusparen. Hier könnte meiner Meinung nach aber noch mehr gemacht und das Thema insgesamt stärker im Unternehmen verankert werden.
Gehalt/Benefits
Beim Gehalt liegt MIFCOM unterdurchschnittlich für Münchner Verhältnisse. Das ist teilweise sicherlich auch der Branche geschuldet.
Die Benefits haben sich allerdings in den letzten Jahren verbessert und sind mittlerweile durchaus ordentlich.
Was ich teilweise schwierig fand: An manchen fragwürdigen Stellen werden Geld und Ressourcen investiert, während bei der Entwicklung bestehender Mitarbeiter eher wenig passiert. Da hätte ich mir eine andere Priorisierung gewünscht. Alleine dadurch hat die Firma bereits einige gute Mitarbeiter verloren.
Image
MIFCOM ist ein bekannter Namen. Gerade beim Thema individuelle Gaming-PCs und Worksations ist das Unternehmen sehr gut aufgestellt.
Karriere/Weiterbildung
Bei der Weiterentwicklung von Mitarbeitern sehe ich noch einiges an Potenzial. Bei vielen Kollegen hatte ich über die Jahre den Eindruck, dass sie fachlich nicht wirklich weiterentwickelt wurden, obwohl durchaus Potenzial vorhanden wäre.
Für mich persönlich war das etwas anders: Ich habe meine Ausbildung bei MIFCOM gemacht und war insgesamt sieben Jahre im Unternehmen. Vieles habe ich mir selbst beigebracht und konnte dadurch einiges an Wissen und Verantwortung aufbauen.
Mittlerweile komme ich im „MIFCOM-Kosmos“ aber langsam an die Grenzen dessen, was ich hier in meiner aktuellen Rolle noch lernen kann.