Ihr Unternehmen?

Kein Logo hinterlegt

Mister 
Spex
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Licht und Schatten- Versuch einer fairen Rückschau

3,1
Empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 im Bereich Vertrieb / Verkauf bei Mister Spex SE in Göttingen gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die allgemeine Atmosphäre im Unternehmen unter den Mitarbeitenden habe ich als freundlich und wohlwollen erlebt.
Legerer Dresscode und auf Wunsch Oberbekleidung mit Werbedruck kostenlos für Store Mitarbeitende.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Nach meiner Erfahrung: massiver workload durch viel zu wenig Personal in den Stores.
Hohe Unterschiede im Gehalt der Mitarbeitenden, da es weder Tarifvertrag oder Ähnliches gibt.
Ergonomie: bis vor einiger Zeit sollte in Stores immer gestanden werden. Inzwischen wird es toleriert zu sitzen, jedoch sind die Möbel hierfür komplett ungeeignet.

Verbesserungsvorschläge

Abbau des zentralen Verwaltungsapparates und Stärkung der Personaldecke in den Stores!
Es gibt für jeden kleinen Teilbereich im Unternehmen mehrere Manager (mit wahrscheinlich dementsprechend hohen Gehältern), deren Kompetenz- Gebiet sich dann auch noch überschneidet. Statt gefühlt monatlich neue, famose Manager einzustellen, lieber in den Stores für ausreichend Mitarbeitende sorgen, auch wenn es nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen vielleicht einmal zu viele sind. Wenn kein Mitarbeiter die Masse an Kunden bedienen kann, leidet der Umsatz und der Ruf des Unternehmens massiv. Ferner ist die Fluktuation sowieso groß und viele Mitarbeiter verlassen das Unternehmen nach kurzer Zeit wieder.
Bei Maschinen und Geräten nicht teuren "Hightech-Murks" kaufen, sondern bewährte Geräte, welche die täglichen Belastungen standhalten und ohne regelmäßige Störungen funktionieren.
Mitarbeitende, die sich engagieren, honorieren und die Müßiggänger konsequent aussortieren! Hier speziell darauf achten, dass nicht große Worte zählen, sondern die Leistung und Taten.
Arbeitsbedingungen und Ergonomie verbessern!
Gerne hinterfragen, warum viele augenoptische-Fachkräfte keine lange Zeit im Unternehmen bleiben und man mit zwei Jahren Betriebszugehörigkeit schon als alter Hase gilt…
Erhaltenes Feedback der Mitarbeitenden ernst nehmen und Verbesserungsvorschläge versuchen konsequent umzusetzen.
13. Gehalt.

Arbeitsatmosphäre

Nach meiner Erfahrung stehst von morgens bis abends in chronische Unterbesetzung (zum Teil zu zweit, selten sogar alleine) in Stores, die entweder in hoch frequentierten Einkaufszentren angesiedelt sind oder in zentralen Fußgängerzonen. Die einzigen Begriffe, die die Atmosphäre beschreiben, sind für mich: hektisch, chaotisch und zermürbend. Wer nicht gut mit Stress umgehen kann wird nicht lange bleiben.
An manchen Tagen war ich froh, einmal zur Toilette gehen zu können und eine vernünftige Pause oder Störung machen zu können. Den absoluten Rest gegeben hat mir dann die Tatsache, dass ich dann noch für zu hohe Retouren-Quoten und nicht ausreichend geschulte Kollegen verantwortlich gemacht wurde. Ich würde jeder Fachkraft empfehlen, genau zu überlegen, ob sich ein Wechsel hierher lohnt…
Positiv war, dass die meisten Kunden/innen in der Regel wirklich nett und freundlich waren und gute Arbeit mit Wertschätzung honoriert haben.

Kommunikation

Leider wurden die Informationen auf verschiedene Kanäle aufgeteilt, so dass es passieren konnte, dass wichtige Informationen verpasst wurden, wenn man nicht alle Kanäle gelesen hatte.

Kollegenzusammenhalt

Mein Team war der Grund, warum ich überhaupt mehrere Jahre geblieben bin. Leider haben die meisten Kollegen/innen eine Halbwertszeit von nicht mal einem Jahr, weshalb das Team schnell ein anderes als vorher ist.

Work-Life-Balance

40 Stunden Arbeit sind halt 40 Stunden Arbeit… Überstunden waren eher ungern gesehen.

Vorgesetztenverhalten

Direkte Vorgesetzte im Store:
Kam auf die Person an. Von fleißig, freundlich, wertschätzend und kollegial, bis zu “kein Handschlag, zu viel Mentalität” und einem nicht die Butter auf dem Brot gönnen, habe ich beides erlebt.
Gebietsleiter
Sehr stark von der Person abhängig…
Gab solche und solche.
Manager (nur einen höheren kennengelernt / bezieht sich nicht alle!)
Dieser hat auf mich den Eindruck gemacht, dass er nicht ansatzweise Ahnung hatte, was in den Läden überhaupt Alltag ist. Beispiel: groß angekündigte “field visits” waren die Reisekosten nicht wert: in meinem Store bestand das “field visit” des Managers daraus, dass er 10 Minuten vor Ladenschluss sich den Store angesehen hat und kurz “Hallo” gesagt hat und am nächsten Tag meine direkte Führungskraft eine Stunde in ein Gespräch verwickelt hat, in dem mein Store Manager unter Druck gesetzt wurde, doch endlich alle Zahlen und KPIs zu erreichen, die der famose Manager mühevoll in seinem Büro (im Gegensatz zu den Stores täglich gereinigt) errechnet hat. Was das mit einem wirklichen “Field visit" zu tun haben soll, kann jede lesende Person für sich selbst entscheiden…

Interessante Aufgaben

In der Regel durch die hohe Kundenfrequenz Fließbandarbeit…
Das neue eingeführte Screening war interessant zu lernen.

Gleichberechtigung

Wie schon beschrieben, kommt es an, ob einem die richtigen Leute wohlgesinnt gegenüber sind…

Umgang mit älteren Kollegen

Hier kann ich nichts Negatives berichten. Habe ich eher positiv wahrgenommen.

Arbeitsbedingungen

Läden waren beheizt und klimatisiert.
EDV und Computer waren auf dem neuesten Stand und die Software war relativ einfach zu bedienen bzw. die Prozesse zu erlernen.
Durch das lange Stehen über den Tag körperlich anstrengend.
Die eingesetzten Geräte waren auf dem neuesten Stand der Technik, jedoch zum Teil leider nicht für die Belastungen und den rauen Alltagseinsatz geeignet. Beispielsweise war das Gerät zur Augenglasbestimmung in meiner Zeit bei Mister Spex wochenlang zur Reparatur.
Für die Kontaktlinsen- Anpassung waren ein Keratograph (Notwendigkeit habe ich als fraglich empfunden) und eine Spaltlampe vorhanden. Für das Screening eine Funduskamera und ein Tonometer.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

In Ordnung.

Gehalt/Benefits

Mein Einstiegs-Gehalt als Augenoptikermeister würde ich als durchschnittlich bezeichnen. Eine merkliche Gehaltserhöhung gab es erst, als ich mit Kündigung gedroht habe. Dann war mein Gehalt jedoch deutlich über dem Branchendurchschnitt.
Leider gab es weder Weinachts noch Urlaubsgeld.

Image

Nach den vielen Google-Rezensionen zu urteilen eher positiv.

Karriere/Weiterbildung

Die Möglichkeit hier Karriere zu machen, scheint in diesem Unternehmen sehr stark vom Wohlwollen der entscheidenden Manager abzuhängen: in meiner Zeit habe ich erlebt, dass Personen schnell aufsteigen konnten z. B von studentischer Aushilfe zur Multi Store Managerin oder von Kauffrau zur stellvertretenden Filialleiterin.
In meinem Fall war es eine absolute Sackgasse und es gab keine Optionen.
Die internen Weiterbildungen haben sich in der Regel auf Webinare beschränkt.
Es gab auch Trainee Schulungen, wobei die Qualität dieser nach Schilderungen von Kolleg/innen eher fragwürdig war.

HilfreichHilfreich?ZustimmenZustimmen?MeldenTeilen

Arbeitgeber-Kommentar

Mister Spex

Hallo,
vielen Dank für dein ausführliches und ehrliches Feedback. Wir schätzen, dass du dir die Zeit genommen hast, deine Erfahrungen so differenziert zu schildern. Besonders die Themen Arbeitsbelastung, Personalausstattung und die Wahrnehmung von Entwicklungsmöglichkeiten geben uns wichtige Denkanstöße.
Für deinen weiteren Weg wünschen wir dir viel Erfolg und alles Gute.

Dein Mister Spex Team

Loading...
Puls

Bewertungen zeigen das große Ganze. Puls zeigt den Moment.

Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.