Erwarten gute & motivierte Mitarbeiter, zeigen aber keine Bereitschaft zur angemessenen Entlohnung.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Obskure Qualitatsansprüche
Arbeitsatmosphäre
Moderne und ansprechend gestaltete Räumlichkeiten. Es gibt Spülbecken mit Trinkwasser-, Sprudel- und Heißwasserfunktion. Eine Tiefgarage ist vorhanden, kostet allerdings rund 50 € im Monat und die Einfahrt ist relativ eng. Der Zugang zum Gebäude erfolgt per Chip.
Viele Open Workspaces. Grundsätzlich kein Problem, problematisch wird es allerdings, wenn Abteilungen, die mit sensiblen Daten arbeiten, in offenen Bereichen sitzen müssen, während betriebs- und abteilungsfremde Personen dort frei herumlungern.
Kommunikation
A wurde erzählt und B gemacht. Wenn man dann überhaupt mal was mitbekommen hat was die GF planen. Zieht sich vom einfachen Mitarbeiter bis hin zur GF.
Offene Kommuikation, aber nur selten zielführend.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb der Abteilungen super, zwischen den Abteilungen leider so gut wie nie.
Alle waren genervt was sich durch jede Abteilung gezogen hat. Das hat sich auch im normalen Arbeitsalltag gezeigt, sodass man teilweise erst über die GF gehen musste dass der Kollege anfängt zu arbeiten.
Work-Life-Balance
Gleitzeit gibt es nicht. Homeoffice war zwar möglich, allerdings gab es keine einheitliche Regelung. Gleichzeitig wurde von der Geschäftsführung immer wieder Präsenz im Büro erwartet, wodurch die tatsächliche Möglichkeit zum Homeoffice stark von der jeweiligen Situation und den Vorstellungen der Geschäftsführung abhing.
Vorgesetztenverhalten
Kommt auch auf die Abteilung drauf an. Einige sind top aber andere waren eher Flop. Letztere sind meist jung und haben keine Erfahrung wie man führt. Es wurden teilweise Leute auf Führungspositionen gesetzt worden die zwar Fachlich top sind aber absolut nicht das Feingefühl zum führen haben.
Arbeitsbedingungen
Die GF projiziert den Druck und die obskuren Erwartungen des Vertriebs ungefiltert an den Betrieb weiter.
In Betriebsversammlungen gab es regelmäßig subtile Kritik an den Betrieb. GF hat für so gut wie alles immer die Schuld beim Betrieb gesucht.
Man wurde immer mit der Frage konfrontiert "Warum ist es gut, dass es dich gibt?", "Was bewirkst du?" und dass man sich darüber Gedanken machen muss.
Von der GF gab es aber nie klare, nachvollziehbare Kriterien, an denen man seine Arbeit ausrichten konnte. Was heute als ausreichend gilt, kann morgen plötzlich nicht mehr genügen. Leistung ist dadurch nicht planbar und objektiv nicht bewertbar.
Es wurde sehr viel Engagement und Einsatzbereitschaft erwartet. Dabei wurde allerdings regelmäßig die Grenze zwischen berechtigter Erwartung und Ausnutzung überschritten. Wer sich stark einbringt, bekommt nicht automatisch Anerkennung oder entsprechende Gegenleistung, stattdessen wird zusätzlicher Einsatz schnell als selbstverständlich angesehen.
Gehalt/Benefits
Ich kann die Gehälter im Vertrieb nicht beurteilen, aber im Betrieb weit unter dem durschnitt. Man verdient viel zu wenig für die Aufgaben und Verantwortungen, die man hat. Auch wenn dass immer so vermittelt wird, hängt die Höhe des Gehaltes nicht von der Qualität bzw. der Leistung ab, sondern dem Social capital, den man bei der GF hat.
Wer dort arbeitet oder gearbeitet hat, kann sich gut vorstellen, welche Mitarbeiter den höhsten Score bei der GF haben.
Die GF versucht einen zu motivieren nach dem Motto "Arbeitet hart und ihr werdet mit uns wachsen", in der Praxis wächst der Mitarbeiter nicht mit, sondern nur die GF und Ihre "VIP"
Ich habe sogar selber von einigen Kollegen erzählt bekommen, dass man sie bei Gehaltsverhandlungen hingehalten hat, auch wenn sie Ihre Leistung und Beitrag nachweisen konnten.
Benefits waren auch nicht die Rede wert. BAV, 800€ Jahresbudget für Zahnärtzliche Leistungen etc. Aber kein Hansefit oder ähnliches.
Image
Seid der Übernahme stark gelitten. Der neue GF müsste jedem bekannt sein, der das gesamte Konzern übernommen hat.
Wer sich mal seinen Background ansieht, wird merken, dass ihm die Sentimentalität nicht interessiert, sondern nur wie viel Profit er aus der Firma machen kann, solange er es noch kann. Der andere GF ist auch nicht viel besser, zumal er augenscheinlich nur an seinen teuren Spaß interessiert ist.
Karriere/Weiterbildung
Von Weiterbildung keine Spur. Nach außen wird zwar vermittelt, dass Weiterbildung gefördert wird. Spricht man das Thema jedoch konkret an, bekommt man gemischte Signale und am Ende passiert nichts.