Gut am Arbeitgeber finde ich
Mir fällt absolut nichts ein. Ich war so froh, als ich aufgehört habe dort.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Eigentlich alles. Das Gehalt ist extrem niedrig, die Provisionsstufe ist ebenfalls so wenig, dass man für das Geld auch direkt einen Job ausüben kann, bei welchem man nach Stunden bezahlt wird, meine Führungskraft sollte lernen, Menschen besser zu führen und zu behandeln, netter sein, mehr Hilfe anbieten, weniger einschüchtern, nicht immer die selben Aufgaben geben und einen nicht mit Knebelverträgen über den Tisch ziehen, bei welchem sich junge Menschen stark verschulden
Verbesserungsvorschläge
- Klare Kommunikation. Redet mit den Menschen offen, sagt ihnen, dass es ein Strukturvertrieb ist und gebt denen keine gehirnwäsche. Hört auf ständig über die eigenen Mitarbeiter zu lästern, wenn diese für euren Umsatz verantwortlich sind. BEZAHLT eure Studenten besser
Arbeitsatmosphäre
Jeden Monat irgendwelche Meetings in Großstädten. Die Fahrt/Übernachtungskosten zahlt man natürlich selber, was auf Dauer ziemlich viel ist. Vor allem im Onboardingprozess kann dies sehr belastend sein, da man mehrmals im Monat für mehrere Tage nach Hannover muss.
Karrierechancen
Um fair zu sein: ja hier kann man sich gut hocharbeiten und auch entsprechend gut verdienen. Nur ist der Weg dort hin sehr anstrengend. Da ist es besser, einen normalen Job auszuüben und keine Risiken einzugehen aufgrund der „Selbständigkeit“. Sollte man diese nämlich vorzeitig beenden, muss man das „Gehalt“ welches man erhalten hat entsprechend zurückzahlen.
Das gleiche gilt übrigens auch für Duale Studenten.
Einen Kandidaten hat dies leider getroffen und nun muss er seine monatlichen Unikosten (in Höhe von über 500€/monatlich) entsprechend an die mitNORM gmbh zurückzahlen.
Seine Zeit als Arbeitskraft erhält er allerdings nicht wieder.
Arbeitszeiten
Keine Flexibilität. Feste Uhrzeit zu der man im Büro sein MUSS, aber keine feste Uhrzeit an der man gehen DARF. Ich bin täglich um 9 Uhr im Büro erschienen ohne zu wissen, wann ich endlich Feierabend habe. Es gab teilweise Tage, an denen ich von 9-20 Uhr im Büro war und TROTZDEM um 23 Uhr WhatsApp Nachrichten erhalten habe bezüglich Aufgaben XYZ „hast du das schon fertig zu morgen“ etc
Ausbildungsvergütung
Lächerlich. Ich habe teilweise 40-50h die Woche für lächerliche 300€ (monatlich ) gearbeitet. Als ich meine Führungskraft darauf ansprach, sagte sie nur, dass ich das Gehalt ja besser verhandeln hätte können im Bewerbungsgespräch. Was ist das für eine Frechheit? Mein Fehler war es, nicht an diesem Moment gekündigt zu haben.
Die Begründung: die Universitätskosten wären zu hoch.
Provisionsbedingt ist es auch ein Hungerlohn zumal die Provision natürlich auch nichts festes ist. Ich hätte Pro Abschluss 175€ erhalten, zusätzlich zu meinen Fixen 300€. Während meine Führungskraft hingegen 1750€ durch meinen Abschluss erhält.
Die Ausbilder
Meine Führungskraft war sehr inkompetent und konnte mich nicht richtig Coachen. Sie war ständig mit ihrem Eigenumsatz beschäftigt und hatte immer die selben Aufgaben, welche Sie einem dann zugeschoben hat. Menschlich war Sie leider auch nicht ganz einfach auszuhalten. Regelrechtes Lästern über die eigenen Angestellten und das reindrücken von Sprüchen, wenn man mal Fragen hatte. Ich habe es wegen IHR nicht ausgehalten und aufgrund ihrer Arbeitsnorm.
Spaßfaktor
Täglich 3-4 Stunden am Uni Campus den Studierenden auf die Nerven gehen. Jeden Tag böse Blicke von den selben Studierenden. Teilweise 9-10 Stunden im Büro für lächerliche 300€ (Student).
Aufgaben/Tätigkeiten
Mein Arbeitsalltag bestand daraus Kaltakquise am Uni Campus zu machen. Das lustige: die mitNORM gmbh hat weder eine Erlaubnis, noch sonst irgendwelche Berechtigungen, ihre Dienstleistungen am Uni Campus zu pitchen.
Wenn man mal keine Akquise gemacht hat, dann sollte man jeden Anrufen um Termine zu legen und Personen fast schon dazu zwingen, zu einem Termin ja zu sagen.
Variation
Absolut keine Variation vorhanden. Jeden Tag die selben Arbeitszeiten. Von 9 bis (wenn man Glück hat) 17 Uhr. Homeoffice gab es bei mir in meinem Falle nicht oft, es sei denn, man hat es sich „verdient“, indem man beispielsweise 5 Kontakte am Campus gesammelt hat. Zielgruppe waren hier Junge Akademiker bzw. Studierende welche kurz vor dem Abschluss stehen
Respekt
Was ist das? Gab es im Büro nicht. Die einzigen Personen, welche respektiert wurden, waren die Kunden, um Ihnen auch ja eine schöne BU mit Basis BUZ zu verkaufen, weil diese ja so wichtig ist (die Provision schmeckt natürlich sehr gut).
Es wurde sehr oft über die eigenen Mitarbeiter hergezogen und übereinander gelästert. Am häufigsten war dies die Büroleiterin/Führungskraft.
Teilweise habe ich von PraktikantInnen gehört, wie meine eigene Führungskraft über mich schlecht redet. Das motiviert einen natürlich diesen Job weiterhin auszuüben.
Regelrechtes Mobbing und ständiges runtermachen waren Tagesprogramm. Das hat dazu geführt, dass ich als Student irgendwann psychisch unter diesem Job gelitten und jeden Tag mit schlechter Laune ins Büro gefahren bin. Dies konnte man dann anhand der Leistungen feststellen, welche selbstverständlich nicht sonderlich waren.