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So viel Potential aber...

2,6
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Vertrieb / Verkauf in Egelsbach gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Puh, das ist eine schwere Frage! Es gibt durchaus einige Dinge, die nicht schlecht sind, aber wirklich gut ist leider nichts. Man versteht sich mit der Geschäftsführung – zumindest oberflächlich. Allerdings merkt man auch deutlich, wie weit die Geschäftsführung von den tatsächlichen Problemen der Mitarbeiter entfernt ist. Gespräche sind oft mehr nettes Nebenplänkel als echter Austausch.

Lob hört man gelegentlich, doch das bleibt meist bei Worten. Anerkennung sieht für mich anders aus und sorgt leider oft dafür, dass die Motivation auf der Strecke bleibt. Der 14-tägige Obstkorb ist eher ein Alibi als eine ernstgemeinte Geste.

Wie man merkt, fällt es schwer, wirklich Positives zu finden – vielleicht liegt das aber auch an der allgemeinen Stimmung.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Wirklich schlecht ist es hier auch nicht – sonst hätte ich vermutlich schon längst gekündigt. Ehrlicherweise muss ich aber gestehen, dass ich schon häufiger Bewerbungen geschrieben habe. Am Ende haben mich die angebotenen Stellen jedoch nie vollständig überzeugt, weshalb ich weiterhin hier bin.

Ich verstehe, dass man nicht jeden gut gemeinten Ratschlag von Mitarbeiterseite einfach übernehmen kann – ähnlich wie bei einer Fußball-WM plötzlich jeder meint, Bundestrainer zu sein. Dennoch sollte man nicht jeden Vorschlag von vornherein abtun. Ein Blick auf die Strategien der Wettbewerber würde bereits zeigen, dass in vielen Bereichen etwas nicht rund läuft – sei es bei der Preisgestaltung, im Marketing oder bei der Vergütung der Mitarbeitenden. Andere Unternehmen bekommen es schließlich auch besser hin.

Verbesserungsvorschläge

Das Marketingkonzept müsste dringend überarbeitet werden. Ständig an veralteten Strategien festzuhalten, ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Die Marketingabteilung sollte mehr Freiraum bekommen, ihren Job wirklich zu machen – vielleicht kämen dann auch wieder mehr Kunden.

Außerdem sollte der Leerstand des ehemaligen Restaurants dringend verändert werden. Wenn keine eigene Gastronomie mehr geplant ist, ist das in Ordnung, aber dann sollte man entweder einen Pächter suchen oder ein Shop-in-Shop-Prinzip etablieren, um mehr Kunden wieder in das Haus zu locken

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre ist derzeit eher gedrückt. Zwar gibt es immer wieder schöne Tage und auch entspannte Momente, aber die aktuelle Marktlage sowie der damit verbundene Druck sind deutlich spürbar. Das schlägt sich leider auch auf die Stimmung im Team nieder.

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Persönlich arbeite ich an den meisten Tagen gerne hier, aber es gibt auch Momente, in denen ich am liebsten meine Kündigung auf den Tisch legen und nie wieder zurückkommen würde. Bei den meisten meiner Kollegen sieht die Stimmung nicht besser aus. Viele sprechen eher kritisch über ihren Job und den Arbeitgeber, obwohl sie sich bisher noch keine Alternative gesucht haben.

Work-Life-Balance

Augen auf bei der Berufswahl! Es ist und bleibt der Einzelhandel – das sollte man wissen. Die Arbeitszeiten sind Montag bis Freitag von 10:00 bis 19:00 Uhr, Samstags von 10:00 bis 18:00 Uhr. Bei einer Fünf-Tage-Woche gibt es eine Stunde Pause pro Tag und einen festen freien Tag. Wer damit klarkommt, kann hier durchaus eine gewisse Balance finden – aber man muss wissen, worauf man sich einlässt.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildung liegt hier komplett in der Eigenverantwortung – ganz nach dem Motto: Wissen ist eine Holschuld. Persönlich finde ich das nicht optimal, aber ändern kann man es offenbar nicht. Außerdem ist mir bewusst, dass ich hier nie mehr sein werde als eine Verkäuferin. Als Verkaufspersonal bin ich wohl „zu wertvoll“, um intern befördert oder anderweitig eingesetzt zu werden – und so geht es vielen hier. Für viele bedeutet ein Job hier oft das Ende der Karriereentwicklung.

Gehalt/Benefits

Kritische Situation

Durch die Änderung des Vergütungssystems ist der Job für neue Mitarbeiter deutlich unattraktiver geworden. Da die Umsatzzahlen an diesem Standort praktisch nicht zu erreichen sind, ist es sehr schwierig, auf Provisionsbasis einen Bruttolohn zu erzielen, der über dem Mindestlohn liegt.

Im EG wird nur der Mindestlohn gezahlt. Überstunden werden zwar erfasst, können aber aufgrund des Personalmangels weder abgefeiert noch ausgezahlt werden. Dies belastet die Mitarbeiter zusätzlich.

Eine vermögenswirksame Leistung (VWL) wird meines Wissens angeboten, habe ich jedoch persönlich nicht in Anspruch genommen.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

In der Zentrale in Aschaffenburg wird derzeit offenbar eine Photovoltaikanlage installiert, außerdem ist der Bau eines Lagers geplant, das sich künftig weitgehend autark mit Energie versorgen soll. Das ist grundsätzlich ein Schritt in die richtige Richtung.

Allerdings stellt sich für mich die Frage, inwiefern diese Maßnahmen tatsächlich ausreichen, um den ökologischen Fußabdruck zu kompensieren – vor allem im Hinblick auf den Import von Waren aus China.

Was das soziale Bewusstsein betrifft, kann ich zum aktuellen Zeitpunkt noch keine fundierte Einschätzung abgeben, da ich in diesem Bereich bislang wenig mitbekommen habe.

Kollegenzusammenhalt

Mal so, mal so – das hängt oft von der Tagesform ab. Innerhalb des eigenen Bereichs funktioniert der Zusammenhalt meist gut. Schwieriger wird es jedoch bereichsübergreifend: Wenn zum Beispiel vom Erdgeschoss erwartet wird, mit dem Obergeschoss an einem Strang zu ziehen, stößt man häufig auf Ablehnung oder bekommt zu hören, man solle sich „nicht so anstellen“. Das sorgt natürlich nicht gerade für ein Wir-Gefühl im Haus.

Umgang mit älteren Kollegen

Im Umgang mit älteren Kolleginnen und Kollegen konnte ich bislang keine negativen Erfahrungen feststellen. Die Zusammenarbeit verläuft respektvoll und kollegial.

Vorgesetztenverhalten

Die Vorgesetzten, mit denen ich zusammenarbeite, sind durchweg freundlich, umgänglich und auf Augenhöhe im Umgang. Sie tragen maßgeblich dazu bei, dass ich mich im Unternehmen weiterhin wohlfühle und motiviert bin.

Arbeitsbedingungen

Das derzeitige Mobiliar, an dem wir arbeiten, ist größtenteils veraltet und teilweise beschädigt. Auch die PCs sind deutlich in die Jahre gekommen und entsprechen nicht mehr dem heutigen Standard, was sich auf die Effizienz unserer Arbeit auswirkt.

Der kürzlich erfolgte Austausch der Drucker war leider ebenfalls nicht optimal: Die neuen Geräte schneiden in Funktionalität und Zuverlässigkeit eher schlechter ab als die vorherigen.

Insgesamt lässt sich sagen, dass die Ausstattung momentan eher durchwachsen ist und an vielen Stellen modernisierungsbedürftig wäre.

Kommunikation

Die Kommunikation ist – ehrlich gesagt – kaum vorhanden. Das vierteljährliche Geschäftsführungs-Update wirkt eher wie eine Alibi-Veranstaltung: viele Worte, aber wenig Inhalt. Vor allem fehlt der Bezug zu den Themen, die für das Personal tatsächlich relevant wären. Wer hofft, hier wirklich informiert oder einbezogen zu werden, wird leider enttäuscht.

Gleichberechtigung

Auffällig ist, dass Führungspositionen derzeit fast ausschließlich von Männern besetzt sind. Abgesehen davon wird im Arbeitsalltag jedoch weitestgehend kein Unterschied zwischen den Geschlechtern gemacht – der Umgang ist in der Regel fair und respektvoll.

Interessante Aufgaben

Die Vielfalt der Aufgaben hängt stark von der jeweiligen Position ab. Während beispielsweise Küchenplaner abwechslungsreiche und komplexe Tätigkeiten ausführen, sind die Aufgaben an der Kasse naturgemäß repetitiver. Insgesamt sollte die unterschiedliche Aufgabenvielfalt im Kontext der jeweiligen Rolle betrachtet werden.

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