Viele Missstände und leider kaum Lösungen
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Der Mitarbeitende wird leider als ersetzbare Ware wahrgenommen und nicht als Individuum gefördert und wertgeschätzt.
Auch wenn ich davon (noch) nicht betroffen war, lässt die aktuelle wirtschaftlichen Lage vermuten, dass dieser Umstand sich noch verstärken wird.
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Geteiltes Leid ist halbes Leid. Leider kann man kaum positive Erfahrungen teilen und spricht daher viel über die Missstände, um zu sehen, dass es anderen genauso geht.
Die Positionierung über LinkedIn, o.ä. nach außen ist verständlicherweise positiver, entspricht aber meiner Erfahrung nach für kaum einen Mitarbeitenden der Realität.
Work-Life-Balance
Gerade von den jungen Kollegen wird 100 % Aufopferung erwartet und es wird kaum Verständnis für Überforderung gezeigt. Die Geschäftsführung erwartet dieses Verhalten von (vielen) ihrer Führungskräfte, die diese Mentalität und Selbstverständlichkeit in die Teams weitertragen.
Karriere/Weiterbildung
Gerade im Bereich Marketing steigen viele Personen direkt nach dem Studium ein und werden leider über das Onboarding hinaus kaum weitergebildet. Dem Unternehmen reicht es wenn man ein Verständnis für die Betreuung des eigenen Kunden hat, damit es im Alltag läuft, darüber hinaus wird man nicht gefördert. Das fehlende Wissen zu Themen/Bereichen/Gattungen/Branchen, das man nicht vermittelt bekommt, wird bei Gehaltsverhandlungen dann negativ ausgelegt und als Begründung für einen Nicht-Aufstieg genannt.
Da die bereits angesprochenen Führungspositionen alle besetzt sind ist ein Aufstieg auch kaum möglich. Aus diesem Grund werden in den Teams teilweise Positionen erfunden werden, um die Mitarbeitenden zu besänftigen. Diese sind aber nirgendwo festgeschrieben und werden auch nicht entsprechend entlohnt, sondern dienen eher dazu das Management noch mehr zu entlasten, so dass sie sich noch weniger mit ihren Teams beschäftigen müssen und die Teamleitung eher peer to peer stattfindet.
Gehalt/Benefits
Unterdurchschnittlich und auf allen Management-Ebenen kein Aufstieg für die Mitarbeitenden gewünscht. Die neu eingeführten Gehaltsbänder wirken wie ein "Alibi" und die Kommunikation zu diesen lässt vermuten, dass das Unternehmen sie sehr ungern eingeführt hat und sein Bestes gibt sich trotzdem so bedeckt zu halten wie möglich.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Mülltrennung wird klein geschrieben.
Kollegenzusammenhalt
Der Agentur-Klassiker "Ohne die Kollegen wäre ich schon viel früher weg gewesen." wird hier extrem ausgenutzt.
Vorgesetztenverhalten
Die Führungskräfte sind trotz sporadischer Fortbildung in Richtung Team-/Abteilungsleitung leider oft komplett falsch auf ihren Positionen. Das kommt in meinen Augen daher, dass ab einem sehr frühen Zeitpunkt die einzige (gehaltstechnische) Weiterentwicklung in diesem Unternehmen der Aufstieg in eine Führungsposition ist. Die Führungskräfte sind also in diesen Positionen, weil sie in der Hierarchie aufsteigen wollten und nicht, weil sie ein Team oder eine Abteilung leiten möchten/besonders qualifiziert dafür sind.
Probleme werden nicht erkannt oder ignoriert und eine Förderung der Mitarbeitenden ist ganz offensichtlich nicht auf der Agenda. Die drei Sterne gelten eher dem persönlichen Verhältnis, das man teilweise pflegt, aber beschreiben leider kein positives Ausfüllen der Management-Position.
Kommunikation
Leider werden sehr viele Dinge unter der Hand entschieden und erst kommuniziert wenn sie nicht mehr zu "verheimlichen" sind. Den Mitarbeitenden wird dadurch bspw. die Chance genommen, bei einem Austritt eine guten Übergabe der Themen an die Kollegen vorzunehmen, da die Kündigung bis kurz vor Austritt verheimlicht werden muss.
Interessante Aufgaben
100 % vom Kunden abhängig.