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LUTHER
Bewertung

Nicht noch einmal

2,3
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2024 im Bereich Recht / Steuern bei MÖHRLE HAPP LUTHER Steuerberatungsgesellschaft mbH in Hamburg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das Steuerforum, als interne fachlichen Weiterbildungs- und Austauschmöglichkeit hat mir immer sehr gut gefallen.
Montags Kuchen und jederzeit Softdrinks & Kaffee waren ein nettes Plus. Gut ausgestattete Büros in zentraler Lage.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Hohe Arbeitsbelastung, schlechte Arbeitsatmosphäre / Stimmung, geringes Gehaltsniveau, hohe Fluktuation.

Verbesserungsvorschläge

Die Personalabteilung sollte jede einzelne Kündigung ernst nehmen und auch mal mit den einzelnen Kollegen ein Feedbackgespräch führen und nach den wirklichen Gründen fragen. Auch das Gehalt ist dringend und deutlich anzupassen.

Arbeitsatmosphäre

Es mag von Abteilung zu Abteilung verschieden sein, aber ich persönlich habe eine sehr schlechte Arbeitsatmosphäre erlebt. Wirklich wohlgefühlt habe ich mich nicht. Immer wieder habe ich Konfliktsituationen beobachten müssen. Es wurde häufig gelästert und gemachte Fehler anderer Kolleginnen und Kollegen wurden über den Flurfunk kommuniziert.

Image

Auf Mandantenebene sicher gut. Als Arbeitgeber hat MHL in Hamburg ehr einen durchwachsenen Ruf.

Work-Life-Balance

Die Arbeitsbelastung ist hoch. Ruhige Phasen gab es so gut wie nie. Viele Steuerberaterkollegen arbeiten selbst am Wochenende und unterhalb der Woche mit regelmäßigen Überstunden. Urlaubstage werden vor sich hergeschleppt.
Zwar ist Home-Office möglich, aber hier kam man schnell in einen Rechtfertigungzwang und es wurde penibel darauf geachtet, an welchen Tagen und wie oft Home-Office in Anspruch genommen wird.

Karriere/Weiterbildung

Seit 2024 wurden alle Kolleginnen und Kollegen in sog. Kompetenzstufen eingeordnet. Das führte teils zu Frust, da nicht alle mit ihrer Einstufung zufrieden waren. Einen großen Aufstieg oder eine Entwicklungsmöglichkeit sollte man aber nicht erwarten. Berufsanfänger können aber sicher viel lernen. Das Steuerberaterexamen wird zB auch gefördert, aber die Freistellung ist zeitlich begrenzt (frühestens ab Juli des jeweiligen Jahres).

Kollegenzusammenhalt

Die Fluktuation war hoch, so dass auch gar kein „Wir“-Gefühl in der Abteilung entstehen konnte. Insbesondere auch viele langjährige Kollegen haben während meiner Zeit bei MHL den Arbeitgeber verlassen, da u.a. das Gehalt nicht marktgerecht ist und sich MHL maximal auf kosmetische Gehaltsanpassungen einlassen wollte. Mit jedem Weggang ging dann aber nicht nur eine Arbeitskraft sondern auch Wissen verloren. Die Arbeit musste dann weiter auf die noch vorhandenen Kollegen aufgeteilt werden.

Vorgesetztenverhalten

Aus anderen Abteilungen klagten Kolleginnen und Kollegen, dass ihr Partner / ihre Partnerin nicht greifbar und erreichbar war. Die Verantwortung lag dann vor allem bei den Berufsträgern. Solche Erfahrungen habe ich zum Glück nur wenig gemacht.

Kommunikation

Vieles hat man nur über den Flurfunk erfahren. Wichtige Themen wurden erst sehr spät offen kommuniziert.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt ist unterdurchschnittlich für die Steuerberatung und vor allem auch im Vergleich zur freien Wirtschaft. Gerade auch vor dem Hintergrund, dass MHL nun einmal in Hamburg ansässig ist. Geworben wird dann gerne mit einer hohen Tantieme, die man im ersten Jahr aber gar nicht und danach nur unter Aufgabe des eigenen Privatlebens überhaupt erreichen kann. Für die Tantiemen werden zudem die eigenen Überstunden (teilweise oder ganz) auf dem Zeitkonto gestrichen, das sollte jedem bewusst sein der sich von der Tantieme ködern lässt. Die Kosten für das Deutschlandticket werden komplett übernommen. Weitere Benefits (Zuschuss zum Mittagessen oder zum Fitnessstudio etc) oder vermögenswirksame Leistungen gibt es hingegen nicht.

Gleichberechtigung

Der Frauen- und Männeranteil ist ausgeglichen. Allerdings ist der Job nicht unbedingt Familienfreundlich.

Interessante Aufgaben

Man kann viel lernen.


Umgang mit älteren Kollegen

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Arbeitgeber-Kommentar

Louisa HeitmannPersonalreferentin

Liebe:r (ehemalige:r) Mitarbeiter:in,

wir danken Dir für Dein ehrliches Feedback und schätzen es sehr, wenn sich jemand die Zeit nimmt, offen und konstruktiv Rückmeldung zu geben – nur so können wir besser werden.

Deine Hinweise zur Work-Life-Balance, zum Gehalt und zur Tantiemenregelung nehmen wir sehr ernst. Wir haben die Lebenshaltungskosten in Hamburg und den Vergleich zur Industrie/freien Wirtschaft weiterhin im Blick. Zudem tut es uns leid, dass Du das Tantiememodell in der Praxis als so wenig transparent wahrgenommen hast. Das ist ein Punkt, den wir gern aufnehmen, da uns die Transparenz einer rechenbaren Tantieme sehr wichtig ist.

Zusatzleistungen sind ein laufender Prozess und dort gibt es immer „Luft nach oben“. Hier möchten wir jedoch gern auf zahlreiche Benefits wie „Hello Bonnie“ (inkl. Sportangebot), der stetige Ausbau unserer MÖHRLE HAPP LUTHER Akademie für die persönliche und fachliche Weiterentwicklung, das kostenfreie Deutschlandticket bzw. den Zuschuss zum JobRad, den Zuschuss zum Mittagessen oder zur betrieblichen Altersvorsorge als eine Auswahl nennen.

Und auch Dein Hinweis auf die von Dir wahrgenommene Fluktuation nehmen wir ernst. Diese wirkt sich nicht nur auf die Stimmung im Team aus, sondern – wie Du völlig richtig beschreibst – auch auf den Zusammenhalt, das „Wir“-Gefühl und den Wissenstransfer. Dass dadurch zusätzliche Belastung für die verbleibenden Kolleg:innen entstanden ist, bedauern wir sehr. Wir wissen, dass Stabilität und ein starkes Miteinander entscheidend dafür sind, dass man sich im Job wohlfühlt – und genau daran arbeiten wir!
Dein Feedback zeigt uns, wie wichtig das Thema ist, und dass wir hier noch nicht da sind, wo wir hinwollen. Danke, dass Du das so offen angesprochen hast, denn nur so können wir unserem Motto „gemeinsam exzellent“ gerecht werden.

Beste Grüße
Deine ehemalige Personalabteilung

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Puls

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.