Nicht noch einmal
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Steuerforum, als interne fachlichen Weiterbildungs- und Austauschmöglichkeit hat mir immer sehr gut gefallen.
Montags Kuchen und jederzeit Softdrinks & Kaffee waren ein nettes Plus. Gut ausgestattete Büros in zentraler Lage.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Hohe Arbeitsbelastung, schlechte Arbeitsatmosphäre / Stimmung, geringes Gehaltsniveau, hohe Fluktuation.
Verbesserungsvorschläge
Die Personalabteilung sollte jede einzelne Kündigung ernst nehmen und auch mal mit den einzelnen Kollegen ein Feedbackgespräch führen und nach den wirklichen Gründen fragen. Auch das Gehalt ist dringend und deutlich anzupassen.
Arbeitsatmosphäre
Es mag von Abteilung zu Abteilung verschieden sein, aber ich persönlich habe eine sehr schlechte Arbeitsatmosphäre erlebt. Wirklich wohlgefühlt habe ich mich nicht. Immer wieder habe ich Konfliktsituationen beobachten müssen. Es wurde häufig gelästert und gemachte Fehler anderer Kolleginnen und Kollegen wurden über den Flurfunk kommuniziert.
Image
Auf Mandantenebene sicher gut. Als Arbeitgeber hat MHL in Hamburg ehr einen durchwachsenen Ruf.
Work-Life-Balance
Die Arbeitsbelastung ist hoch. Ruhige Phasen gab es so gut wie nie. Viele Steuerberaterkollegen arbeiten selbst am Wochenende und unterhalb der Woche mit regelmäßigen Überstunden. Urlaubstage werden vor sich hergeschleppt.
Zwar ist Home-Office möglich, aber hier kam man schnell in einen Rechtfertigungzwang und es wurde penibel darauf geachtet, an welchen Tagen und wie oft Home-Office in Anspruch genommen wird.
Karriere/Weiterbildung
Seit 2024 wurden alle Kolleginnen und Kollegen in sog. Kompetenzstufen eingeordnet. Das führte teils zu Frust, da nicht alle mit ihrer Einstufung zufrieden waren. Einen großen Aufstieg oder eine Entwicklungsmöglichkeit sollte man aber nicht erwarten. Berufsanfänger können aber sicher viel lernen. Das Steuerberaterexamen wird zB auch gefördert, aber die Freistellung ist zeitlich begrenzt (frühestens ab Juli des jeweiligen Jahres).
Kollegenzusammenhalt
Die Fluktuation war hoch, so dass auch gar kein „Wir“-Gefühl in der Abteilung entstehen konnte. Insbesondere auch viele langjährige Kollegen haben während meiner Zeit bei MHL den Arbeitgeber verlassen, da u.a. das Gehalt nicht marktgerecht ist und sich MHL maximal auf kosmetische Gehaltsanpassungen einlassen wollte. Mit jedem Weggang ging dann aber nicht nur eine Arbeitskraft sondern auch Wissen verloren. Die Arbeit musste dann weiter auf die noch vorhandenen Kollegen aufgeteilt werden.
Vorgesetztenverhalten
Aus anderen Abteilungen klagten Kolleginnen und Kollegen, dass ihr Partner / ihre Partnerin nicht greifbar und erreichbar war. Die Verantwortung lag dann vor allem bei den Berufsträgern. Solche Erfahrungen habe ich zum Glück nur wenig gemacht.
Kommunikation
Vieles hat man nur über den Flurfunk erfahren. Wichtige Themen wurden erst sehr spät offen kommuniziert.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist unterdurchschnittlich für die Steuerberatung und vor allem auch im Vergleich zur freien Wirtschaft. Gerade auch vor dem Hintergrund, dass MHL nun einmal in Hamburg ansässig ist. Geworben wird dann gerne mit einer hohen Tantieme, die man im ersten Jahr aber gar nicht und danach nur unter Aufgabe des eigenen Privatlebens überhaupt erreichen kann. Für die Tantiemen werden zudem die eigenen Überstunden (teilweise oder ganz) auf dem Zeitkonto gestrichen, das sollte jedem bewusst sein der sich von der Tantieme ködern lässt. Die Kosten für das Deutschlandticket werden komplett übernommen. Weitere Benefits (Zuschuss zum Mittagessen oder zum Fitnessstudio etc) oder vermögenswirksame Leistungen gibt es hingegen nicht.
Gleichberechtigung
Der Frauen- und Männeranteil ist ausgeglichen. Allerdings ist der Job nicht unbedingt Familienfreundlich.
Interessante Aufgaben
Man kann viel lernen.

