Ellenbogengesellschaft.
Gut am Arbeitgeber finde ich
- die Lage
- flexible Arbeitsgestaltung
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- kein Zusammenhalt unter Kollegen
- kein Anreiz, sich Mühe zu geben
Verbesserungsvorschläge
- Mitarbeiterzufriedenheit steigern
- Kommunikation transparenter gestalten
- neue, zeitgemäße Systeme nutzen
Arbeitsatmosphäre
Eigentlich ganz okay. Im Büro ist man meist bemüht, eine gute Stimmung zu bewahren. Hinter dem Rücken wird aber viel und viel negatives über einen geredet, zumindest war das meine Wahrnehmung.
Image
Nach außen hin ganz gut. Es wird viel Wert auf Kundenzufriedenheit gelegt.
Work-Life-Balance
Ich konnte arbeiten, wann ich wollte und auch Urlaub sehr groß- und freizügig nehmen. Allerdings wurde von mir regelmäßig erwartet, Überstunden zu machen und meine privaten Termine, die vorher angekündigt und außerhalb der Arbeitszeiten lagen, zu verschieben.
Karriere/Weiterbildung
Wird offiziell angeboten, aber nie abgenommen, sondern immer mit meines Empfindens nach 'Gründen' verwehrt. Keine Aufstiegschancen.
Gehalt/Benefits
Wenn man ein gutes Einstiegsgehalt verhandelt, dann ganz gut. Während der Zeit dort kann man eine Gehaltsanpassung vergessen. Weitere soziale Benefits gibt es nicht; kein Corporate Benefits, keine aufladbare Kreditkarte, keine Jobtickets. Nur ein Gym-Pass.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es werden Bemühungen gemacht. Exposés und Flyer z.B. werden aber bei einem Rechtschreibfehler sofort weggeschmissen und neu gedruckt, anstatt sich neue Lösungen einfallen zu lassen.
Kollegenzusammenhalt
Kommt auf die Abteilung an. Ich hatte den Eindruck, es geht nur um Umsatz und Provision und jeder denkt zuerst an sich. Besonders die Führungskräfte habe ich einer spezieller als der andere wahrgenommen. Mag dich die Geschäftsebene, bist du sicher, ansonsten Pech gehabt.
Umgang mit älteren Kollegen
Starre Hirarchien. Man ist zwar mit jedem per Du, aber nach unten kein Respekt. Weil man jung ist, hat man nichts zu sagen und ich fühlte mich, als müsse man auf Eierschalen laufen.
Vorgesetztenverhalten
Bei mir ganz gut, in anderen Abteilungen grauenhaft, wie ich es wahrnahm. Konstruktives Feedback mitgegeben, in meiner mehrjährigen Zeit dort allerdings nicht mitbekommen, dass regelmäßige Mitarbeitergespräche für mich geplant wurden, obwohl diese regelmäßig stattfinden sollen und die Abteilungsleitungen auch regelmäßig vom HR daran erinnert werden.
Arbeitsbedingungen
Schöne Büros, Münchner Innenstadt, gute Anbindung. HO-Ausstattung wird bei Bedarf gestellt.
Bedeutet aber auch, dass man je nach Position ein Diensthandy bekommt und oft auch nach Arbeitsschluss angerufen wird und rangehen muss. Oft auch damit verbunden, zuhause den Rechner nochmal hochfahren zu müssen, um was plötzlich super dringendes zu erledigen.
Kommunikation
Unterirdisch. Ich habe nur mitbekommen, wie vieles wird im Flur besprochen und am nächsten Tag verworfen wurde. Wichtiges wird in regelmäßigen Mails kommuniziert. Vieles erfährt man aber nur, wenn man selbst nachfragt.
Gleichberechtigung
Viele Frauen in der Führungsebene -
allerdings wurde mir persönlich kommuniziert, dass Frauen sich besonders beweisen müssen. Ältere Leute hatten eindeutig das Sagen - ich hatte das Gefühl, immer aufpassen zu müssen, was ich sage und wie ich Dinge formuliere.
Aufstiegschancen waren bei mir nicht gegeben - egal, wie lange man sich beweist.
Interessante Aufgaben
Sehr viele Prozesse ändern sich dauerhaft, dadurch immer was zu tun. Bis sie umgesetzt sind, vergehen aber Monate und teils Jahre.