wer kann, der geht...
Verbesserungsvorschläge
Erhöhung auf mindestens 30 Urlaubstage für alle
Einführung einer 35-Stunden-Woche als moderner Standard
Marktangemessene Gehaltsanpassungen, insbesondere angesichts steigender Lebenshaltungskosten
Ausbau und Modernisierung der Benefits statt Reduzierung
Wiedereinführung von Homeoffice als festen Bestandteil der Arbeitskultur
Klare Verantwortlichkeiten, konsistente Kommunikation und verbindliche Informationswege
Förderung und Bindung guter Mitarbeitender durch Entwicklungsmöglichkeiten und echte Wertschätzung
Auswahl von Führungskräften nach Führungskompetenz, nicht nach äußeren Faktoren oder persönlicher Nähe
Stärkere Umsetzung der kommunizierten Familien- und Unternehmenswerte im Alltag
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre wird von vielen Mitarbeitenden als angespannt wahrgenommen. Hoher Leistungsdruck und eine stark kontrollorientierte Arbeitsweise lassen nur wenig Raum für selbstständiges Arbeiten oder kreative Lösungen. Die deutliche Fluktuation führt zu Unsicherheit und Mehrbelastung – zahlreiche Kolleg:innen denken laut darüber nach, das Unternehmen zu verlassen oder suchen aktiv nach Alternativen. Gleichzeitig entsteht der Eindruck, dass nur wenige Mitarbeitende wirklich zufrieden sind, was sich spürbar auf das Klima auswirkt.
Image
Das Unternehmen präsentiert sich nach außen als starker globaler Player. Intern erleben viele jedoch eine deutliche Lücke zwischen Anspruch und Realität. Die hohe Fluktuation fällt sowohl intern als auch extern auf. Auch wirkt es aus Sicht vieler Mitarbeitender so, als würden Rückmeldungen nicht in der Tiefe aufgegriffen werden, wie es nötig wäre, um das Image nachhaltig zu stärken.
Work-Life-Balance
Obwohl offiziell Flexibilität kommuniziert wird, deckt sich diese Darstellung aus meiner Sicht nicht mit dem Alltag. Homeoffice ist vollständig entfallen, Anwesenheit vor Ort wird strikt eingefordert, und kurzfristige Änderungen der Arbeitszeit sind keine Ausnahme. Überstunden fallen regelmäßig an. Zusätzlich sind die Räumlichkeiten häufig laut und schlecht temperiert, was das Arbeiten erschwert.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung spielen im Tagesgeschäft momentan keine große Rolle. Es gibt wenige wahrnehmbare Maßnahmen oder Angebote im Alltag
Karriere/Weiterbildung
Karrierewege sind nicht klar definiert, und Entwicklungsmöglichkeiten wirken eingeschränkt. Weiterbildungen werden selten genehmigt oder finanziert, und eine strukturierte Personalentwicklung scheint nicht durchgängig etabliert zu sein. Viele Mitarbeitende haben das Gefühl, langfristig nicht dort anzukommen, wo sie gerne wären – obwohl Potenzial und Motivation vorhanden sind.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt variiert stark zwischen den Teams. In manchen Bereichen ist er gut, in anderen wird er durch hohen Workload, Krankheitsausfälle und Fluktuation spürbar beeinträchtigt. Die Erreichbarkeit von Kolleg:innen ist häufig eingeschränkt, weil viele dauerhaft an ihrer Belastungsgrenze arbeiten. Erfahrene Mitarbeitende übernehmen oft zusätzliche Verantwortung, ohne dass dies strukturell berücksichtigt wird
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kolleg:innen berichten gelegentlich, dass ihre langjährige Erfahrung nicht immer ausreichend berücksichtigt wird. Dabei wäre ihre Perspektive besonders wertvoll, um Qualität und Kontinuität im Unternehmen zu sichern.
Vorgesetztenverhalten
Das Führungsverhalten wird von vielen Kolleg:innen als uneinheitlich und häufig wenig wertschätzend erlebt. Fachliche Kompetenz ist durchaus vorhanden, jedoch zeigt sich bei einigen Führungskräften aus meiner Wahrnehmung heraus ein Defizit an moderner Führungskompetenz – insbesondere in den Bereichen Kommunikation, Mitarbeitendenentwicklung und Konfliktlösung. Entscheidungen wirken gelegentlich widersprüchlich oder nicht ausreichend erklärt. Für nachhaltige Mitarbeiterbindung wäre es wichtig, Führung stärker nach Kompetenz auszuwählen und weniger nach äußeren Faktoren oder persönlichen Sympathien.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbelastung ist in einigen Bereichen dauerhaft sehr hoch. Die IT-Infrastruktur wirkt teilweise veraltet oder instabil, was Arbeitsprozesse zusätzlich erschwert. Viele Stellen bleiben unbesetzt, während gleichzeitig neue Aufgaben hinzukommen, wodurch die Belastung weiter wächst. Die Arbeitsbedingungen vor Ort – insbesondere Lautstärke und Temperatur – könnten verbessert werden.
Kommunikation
Die interne Kommunikation ist aus Sicht vieler Mitarbeitender verbesserungsbedürftig. Informationen sind nicht immer konsistent, und verlässliche Aussagen zu Zuständigkeiten oder Prioritäten sind schwer zu erhalten. Unterschiedliche Aussagen zu ein- und demselben Thema erschweren den Arbeitsalltag erheblich. Zudem entsteht der Eindruck, dass kritische Rückmeldungen nicht immer willkommen sind.
Gehalt/Benefits
Die Vergütung wird im Branchenvergleich von vielen als eher niedrig empfunden. Bonusstrukturen erscheinen teilweise wenig transparent. Angesichts der steigenden Lebenshaltungskosten wäre eine regelmäßige Anpassung aus Sicht vieler Kolleg:innen sinnvoll, um langfristig Mitarbeitende zu halten und Motivation aufrechtzuerhalten. Die Benefits wurden in der Vergangenheit reduziert, was ebenfalls zu Unzufriedenheit geführt hat.