Zwischen Anspruch und Wirklichkeit
Gut am Arbeitgeber finde ich
1. Guter Kollegenzusammenhalt – besonders im eigenen Team, geprägt von Vertrauen und Zusammenarbeit.
2. Konstruktives Vorgesetztenverhalten im direkten Umfeld – respektvoller und produktiver Austausch.
3. Gleitzeitregelung – bietet Flexibilität in der Arbeitszeitgestaltung.
4. Fitnessstudio-Mitgliedschaft – wird vom Arbeitgeber gestellt und ist ein positiver Ausgleich.
5. Respektvoller Umgang mit älteren Kollegen – keine Altersdiskriminierung, gutes Miteinander.
Verbesserungsvorschläge
1. Vertrauensvolle Arbeitsatmosphäre stärken – mehr Einbindung der Mitarbeitenden in Entscheidungen.
2. Kommunikation verbessern – klarer & respektvoller
3. Home-Office wieder ermöglichen – 2 Tage die Woche.
Feste, verlässliche Regelung statt nur Ausnahmen.
4. Software modernisieren – insbesondere durch schnellere Programme und mehr Automatisierung.
5. Desk-Sharing abschaffen oder neu strukturieren – aktuelles Konzept ist gescheitert.
6. Echtes Angebot an Getränken und Snacks schaffen – z. B. Softdrinks nicht nur für Kunden, und Obst wie versprochen, regelmäßig und ausreichend.
7. Zuschuss für Mittagessen wiedereinführen – ehemaliges Angebot reaktivieren.
8. Vorgesetztenverhalten auf höheren Ebenen reflektieren – überhebliche Kommunikation vermeiden
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre bietet grundsätzlich Potenzial, könnte jedoch durch mehr Vertrauen in die Mitarbeitenden und eine stärkere Einbindung in Entscheidungsprozesse spürbar verbessert werden. Aktuell werden manche Entscheidungen ohne ausreichende Rücksprache getroffen, was mitunter zu einem Gefühl mangelnder Wertschätzung führt. Zudem ließe sich die tägliche Arbeit durch gezieltere Automatisierung von Systemen sowie durch Verbesserungen an einigen der genutzten Programme effizienter und reibungsloser gestalten.
Kommunikation
Die Kommunikation im Unternehmen ist in ihrer derzeitigen Ausgestaltung in weiten Teilen unzureichend. Sowohl die Art und Weise als auch das Timing, mit dem Informationen weitergegeben werden, lassen des Öfteren zu wünschen übrig. Unklarheiten entstehen nicht selten durch unpassend gewählte Kommunikationswege sowie durch eine wenig durchdachte Wortwahl seitens der verantwortlichen Personen.
Kollegenzusammenhalt
Spricht man für das eigene Team, würde ich ohne Zögern die volle Punktzahl vergeben – der Zusammenhalt, das gegenseitige Vertrauen und die Unterstützung im Arbeitsalltag sind vorbildlich. Gleichzeitig habe ich jedoch auch Einblicke in andere Teams erhalten, in denen der kollegiale Zusammenhalt deutlich schwächer ausgeprägt ist. Dort fehlt es teils an Miteinander, Offenheit und einem gemeinsamen Verständnis für Teamarbeit, was sich negativ auf das Arbeitsklima auswirken kann.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance hat sich im Vergleich zur Vergangenheit leider verschlechtert – insbesondere durch die vollständige Abschaffung der regulären Home-Office-Möglichkeiten. Auch wenn es laut anderer Rückmeldungen in Ausnahmefällen noch möglich sein soll, im Home-Office zu arbeiten, gilt hier ganz klar: Ausnahmen ersetzen keine verlässliche Regelung. Positiv hervorzuheben ist die bestehende Gleitzeit, die einen gewissen Spielraum bei der Arbeitszeitgestaltung ermöglicht und die ich persönlich sehr schätze. Auch die Mitgliedschaft in einem kooperierenden Fitnessstudio ist ein willkommener Ausgleich zum Arbeitsalltag. Wünschenswert wäre jedoch die Wiedereinführung eines Zuschusssystems für Mittagsmahlzeiten – ein Angebot, das es bereits gab, jedoch bedauerlicherweise abgeschafft wurde.
Vorgesetztenverhalten
In meinem direkten Arbeitsumfeld habe ich die Zusammenarbeit mit meinen Vorgesetzten stets als konstruktiv, respektvoll und zielführend erlebt. Der Austausch war geprägt von gegenseitigem Vertrauen und einem produktiven Miteinander. Dennoch gibt es insbesondere auf Managementebene – weniger innerhalb Deutschlands aber mehr im Headquarter in Genf – einzelne Führungspersonen, deren Auftreten und Kommunikationsstil stark zu hinterfragen sind. Hier zeigt sich mitunter eine deutlich spürbare Haltung von oben herab, die weder zeitgemäß noch förderlich für eine gesunde Unternehmenskultur ist.
Interessante Aufgaben
Ist man im passenden Umfeld/der passenden Abteilung tätig, kann die Arbeit durchaus Freude bereiten
Gleichberechtigung
Das Unternehmen setzt sich erkennbar und mit Nachdruck für Gleichbehandlung und Chancengleichheit ein. Es wird darauf geachtet, ein respektvolles, inklusives Arbeitsumfeld zu fördern, in dem alle Mitarbeitenden unabhängig von Herkunft, ob männlich/weiblich, oder persönlichen Hintergründen faire Entwicklungsmöglichkeiten erhalten.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit älteren Kolleginnen und Kollegen ist durchweg respektvoll und wertschätzend. Unabhängig vom Alter werden alle Mitarbeitenden gleichermaßen in das Team eingebunden und auf Augenhöhe behandelt. Altersunterschiede spielen im täglichen Miteinander keine spürbare Rolle – das Klima ist insgesamt von gegenseitigem Respekt geprägt.
Arbeitsbedingungen
In mehreren Bereichen gibt es deutlichen Verbesserungsbedarf. Die IT-Infrastruktur ist teils veraltet und die Systeme arbeiten oft langsam – ein bekanntes und ungelöstes Problem innerhalb des Unternehmens. Das sogenannte Desk-Sharing-Prinzip hat sich in der Praxis nicht bewährt und ist, realistisch betrachtet, kläglich gescheitert.
Auch bei der Ausstattung im Arbeitsumfeld gibt es Luft nach oben. Neben Standardgetränken wie Wasser und Kaffee – die gefühlt eher dazu dienen, die Leistungsfähigkeit möglichst lange aufrechtzuerhalten – wäre es wünschenswert, auch den Mitarbeitenden regelmäßig Softgetränke zur Verfügung zu stellen, und nicht nur bei Kundenterminen.
Darüber hinaus wird in Stellenausschreibungen häufig von „immer frischem Obst“ gesprochen – tatsächlich handelt es sich um eine stark limitierte Menge, die lediglich an zwei von fünf Arbeitstagen bereitgestellt wird, und auch dann nur in begrenztem Umfang.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Für ein Unternehmen dieser Größenordnung – insbesondere in der globalen Schifffahrtsbranche – ist das Umwelt- und Sozialbewusstsein auf einem insgesamt soliden Niveau. Es ist erkennbar, dass Nachhaltigkeitsthemen und soziale Verantwortung zunehmend ernst genommen und in strategische Überlegungen einbezogen werden. Natürlich besteht, wie in nahezu jedem Großunternehmen, weiterhin Verbesserungspotenzial. Dennoch ist die eingeschlagene Richtung grundsätzlich als positiv zu bewerten und geht klar über reine Symbolpolitik hinaus.
Gehalt/Benefits
Die Gehaltsstruktur spiegelt die tatsächlichen Kompetenzen und Erfahrungen der Mitarbeitenden nicht immer angemessen wider. Teilweise zeigt sich eine deutliche Unausgewogenheit: So erhalten ungelernte Kräfte mitunter ein höheres Gehalt als langjährige, qualifizierte Mitarbeitende – ein Umstand, der das Gefühl fairer Wertschätzung spürbar untergräbt.