Eine einst gute Firma, die sich extrem negativ entwickelt hat
Gut am Arbeitgeber finde ich
Es gibt einige sehr nette Kollegen und Personen.
Selbst wer nicht an Himmel und Hölle glaubt wird hier zu einem besseren Menschen. Man will sein Leben positiv gestalten und Gutes tun. Die Gefahr, ansonsten evtl. eine Ewigkeit mit dem ehemaligen Vorgesetzten verbringen zu müssen, ist selbst für Atheisten zu groß.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Mitarbeiter sind nichts mehr wert.
Viele kompetente und motivierte Mitarbeiter sind in den letzten Jahren freiwillig gegangen, da sie hier keine Zukunft sahen oder zu lange hingehalten wurden.
Dadurch ging auch sehr viel an Know-how verloren. Prozesskritische Aufgaben hängen teilweise an einem Mitarbeiter oder die Prozesse laufen, ohne dass überhaupt noch jemand weis wie und warum.
Verbesserungsvorschläge
1. Die Mitarbeiter zumindest etwas wertschätzen.
2. Den Mitarbeitern die Wahrheit sagen.
3. Weniger Arrogant auftreten.
4. Nicht immer nur sagen, dass man das Gespräch suchen soll. (Viele Mitarbeiter haben das getan, es hat bei so gut wie niemandem etwas genutzt) 5. Die Hinhaltetaktik bei Gesprächen mit Mitarbeitern aufgeben.
6. keine heimlichen Beförderungen vor einer anstehenden Sozialauswahl vornehmen
7. Eine bestimmte Person aus der Führung entfernen.
Arbeitsatmosphäre
Diese war vor ein paar Jahren noch sehr gut, es hat immer Spaß gemacht hier zu arbeiten. Die letzten Jahre hat es sich allerdings sehr verschlechtert. Viele der Mitarbeiter (vor allem diejenigen, die schon länger in der Firma sind) machen nur noch Dienst nach Vorschrift und die Motivation ist am Nullpunkt.
Durch bestimmte Vorgesetzte wurde eine einst sehr gute Arbeitsatmosphäre in den letzten Jahren leider sehr stark verpatz.
Image
Viele Mitarbeiter lästern mittlerweile nur noch über die Firma. Das Image ist dementsprechend passend, allerdings leider noch zu Gut
Work-Life-Balance
Alles Top in diesem Bereich, Urlaub / Gleitzeitanträge werden meist problemlos genehmigt und die Arbeitszeiten sind frei einzuteilen.
1 Stern Abzug aufgrund des Punktes Homeoffice. Dieses wird leider nur sehr selektiv und nach Nasenfaktor genehmigt.
Karriere/Weiterbildung
Für den normalen Mitarbeiter gibt es so gut wie keine Möglichkeit aufzusteigen.
Mit Lügen und Selbstverliebtheit schafft man es allerdings sogar ganz nach oben.
Gehalt/Benefits
Bei diesem Punkt gehe ich nicht auf die Höhe des Gehaltes ein, es ist allerdings anzumerken, dass von 2018 bis 2023 keine Gehaltserhöhung erfolgte und 2023 nicht mit dem Tarifabschluss mitgegangen wurde. Es wurde so verkauft, als dass eine niedrigere Erhöhung früher im Jahr auf das gleiche rauskommt, wie eine höhere später im Jahr…
Es ist fast unmöglich eine Gehaltserhöhung zu bekommen, außer man gehört zu der Kategorie "Schleimer". Andere bekommen teilweise Monate oder sogar Jahre nicht mal eine Rückmeldung (weder positiv noch negativ).
Bei gleicher Tätigkeit gibt es unterschiedliches Gehalt (Trotz anderer Vorgaben in einer BV). Entwicklungsstufen sind an den guten Willen des Chefs gebunden es gibt keine Vorgaben, wie diese erfüllt werden können.
Führungszulagen werden nach Ende der dazugehörigen Tätigkeit teilweise (Nasenfaktor) weitergezahlt oder gestrichen.
Azubis werden nach Ende der Ausbildung nicht nach Tätigkeit und Leistung bezahlt.
Eine "Leistungszulage" gibt es, diese wird allerdings nicht gelebt sondern ist seit Jahren eingefroren.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Bei der Sozialauswahl vor den letzten betriebsbedingten Kündigungen waren auf einmal Kollegen, die jahrelang die gleichen Tätigkeiten ausgeführt haben, plötzlich nicht mehr miteinander vergleichbar.
Bei der Menge an Ausschuss der in dieser Firma produziert wird ist das Umweltbewusstsein auch nicht sehr hoch ausgeprägt.
Kollegenzusammenhalt
99% der Kollegen verdienen 5 Sterne, es reicht allerdings schon Einer um diese Bewertung deutlich zu drücken.
Es gibt leider Personen, die vordergründig immer freundlich sind und nett grinsen, wenn es allerdings von Vorteil ist können sie ihrem Kollegen problemlos das Messer in den Rücken stechen.
Diese zeigen sich vordergründig gerne als Teamplayer schauen aber in Wirklichkeit nur auf ihren eigenen Vorteil. Um die eigene Niederträchtigkeit zu überdecken wird dabei auch problemlos gelogen. Das unehrliche Verhalten zeichnet sich auch dadurch aus, dass man ununterbrochen versucht sich beim Vorgesetzten einzuschleimen während man gegenüber den Kollegen über diesen herzieht.
Umgang mit älteren Kollegen
Dadurch, dass leider viele jüngeren Kollegen in den letzten Jahren freiwillig gegangen sind fällt die Last, vor allem in der Montage, auf die älteren Kollegen. Auf etwaige Beschwerden und Krankheiten wird daher keine große Rücksicht genommen.
Vorgesetztenverhalten
Patziges Auftreten gegenüber Mitarbeitern.
Die Wahrheit spielt eine untergeordnete Rolle, Selbstdarstellung ist dagegen überragend wichtig und Selbstüberschätzung ist massiv. Verbesserungsvorschläge von "unliebsamen" Mitarbeitern sind unerwünscht und werden nicht beachtet.
Der Vorgesetzte zeigt durch sein Verhalten regelmäßig für wie viel besser er sich hält, viele Mitarbeiter scheinen für diesen nur unqualifizierte Meinungen zu haben. Sie werden oft wie unerwünschte Randfiguren behandelt Wertschätzung ist ein Fremdwort.
Mitarbeiter die Kritik geäußert oder eine andere Meinung haben, sind danach offensichtlich unten durch, "Schleimer" sind hingegen hoch angesehen. ein fairer Umgang findet nicht statt.
Es gibt ein wir / ihr Muster. Läuft etwas schlecht heißt es "ihr". Läuft etwas gut heißt es "wir".
Bei Aufgaben, die vom Vorgesetzten selbst bearbeitet werden müssen, geschieht oft nichts.
Der Unterschied zwischen Führungskraft und Boss wird hier deutlich sichtbar.
Charakter sowie Kompetenz sind fragwürdig.
Arbeitsbedingungen
- Großraumbüro mit zu großer Lautstärke.
- Schlecht aufgebaute Werkstatt.
- Schlechte neue Anlagenkonzepte.
Bei der Planung der Gegebenheiten stand Optik vor Funktionalität.
Kommunikation
Eine „offizielle“ Kommunikation ist so gut wie nicht vorhanden und wenn dann erst, nachdem alles bereits durch den „Buschfunk“ bekannt war.
Früher wurde es versucht mit Monatsinformationen, was durch Quartalsinformationen ersetzt wurde. Mittlerweile wurde selbst das aufgegeben.
Auch als Mitarbeiter ist es absolut sinnlos das Gespräch mit Vorgesetzten oder Verantwortlichen zu suchen, da hier eine Taktik des konsequenten Aussitzen gefahren wird. Teilweise gibt es über Monate oder sogar Jahre keine Antwort (weder positiv noch negativ) auf Probleme bzw. Anliegen
Gleichberechtigung
Das Organisieren von z.B. Osterhasen oder Weihnachtsmännern für den Chef offensichtlich "Frauenarbeit".
Interessante Aufgaben
Interessante Aufgaben werden leider nicht fair oder nach Fähigkeiten der Mitarbeiter vergeben, sondern nach dem Nasenfaktor. Wer positiv beim Chef steht, bekommt sehr gute Aufgaben andere bekommen den „Müll“.