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MT.DERM 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Wachstumschance nur für den Frustpegel

1,8
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr bei MT.DERM GmbH in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

– Kollegialer Zusammenhalt in vielen Teams.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

– Mangel an Führungskompetenz, Wertschätzung und strategischer Klarheit.
– Kaum Karriereentwicklung, dafür ständig neue Aufgaben ohne Ausgleich.
– Zunehmender Leistungsdruck durch permanente Unterbesetzung.
– Große Gehaltsunterschiede ohne nachvollziehbare Grundlage.
– Kritische Haltung gegenüber Homeoffice trotz offizieller Flexibilität.
– Fehlende Innovationskultur und interner Stillstand bei gleichzeitiger Fassade nach außen.
– Frustrierender Umgang mit engagierten Mitarbeitenden, besonders, wenn deren Arbeit nicht direkt Umsatz bringt.

Verbesserungsvorschläge

– Echte Wertschätzung zeigen, nicht nur auf dem Papier.
– Gehälter transparent und leistungsgerecht gestalten.
– Strategische Entscheidungen nachvollziehbar und mit fachlicher Rückendeckung treffen.
– Kompetenzen respektieren statt unreflektierte Rollenerweiterungen fordern.
– Fachbereiche wie Entwicklung, Projektleitung, Qualität wieder ernst nehmen und langfristig stärken.
– Homeoffice-Regelungen klar und fair kommunizieren – nicht stillschweigend zurückdrehen.
– Nicht länger versuchen, internes Chaos durch gutes Marketing zu kaschieren. Lieber die Ursachen beheben.

Arbeitsatmosphäre

Die Stimmung ist vielerorts gereizt. Kein Wunder bei der Arbeitslast, den ständigen Abgängen und der wachsenden Frustration. Es ist kaum zu übersehen, dass viele Mitarbeitende innerlich bereits gekündigt haben. In den letzten zwei Jahren gab es mehrere Kündigungswellen, die ohne spürbare Gegenmaßnahmen hingenommen wurden. Die allgemeine Demotivation ist spürbar. Und sie wird auch durch den Ton von oben nicht besser: Mitarbeitende werden zunehmend dafür kritisiert, wenn sie ihre Arbeit "nur sachlich korrekt" machen, statt ständig nach außen Umsatzwirkung zu demonstrieren.

Kommunikation

Offizielle Kommunikation ist oft unklar und inhaltsarm. Inoffizielle Wege wie der Flurfunk oder direkte Gespräche unter Kollegen liefern in der Regel verlässlichere Informationen. MS Teams wird gut genutzt und ist funktional hilfreich.

Kollegenzusammenhalt

Trotz hoher Belastung halten die Teams noch zusammen. Gegenseitige Unterstützung ist das Rückgrat des täglichen Arbeitens. Aber auch dieser Zusammenhalt hat seine Belastungsgrenzen.

Work-Life-Balance

Die offizielle Regelung mit Vertrauensarbeitszeit und die grundsätzlich flexible Möglichkeit zum Homeoffice bieten gute Voraussetzungen für eine ausgewogene Work-Life-Balance. Insbesondere im Vergleich zu anderen Unternehmen. Viele Mitarbeitende schätzen diese Freiheit. Allerdings ist spürbar, dass Homeoffice von der Geschäftsführung zunehmend kritisch gesehen und immer häufiger hinterfragt wird. Diese Haltung steht im Widerspruch zur sonst eher modernen Arbeitszeitgestaltung und sorgt für Verunsicherung, obwohl mobiles Arbeiten bei vielen längst etabliert ist.

Vorgesetztenverhalten

Die Geschäftsführung mischt sich häufig operativ ein, teils ohne ausreichenden Einblick oder Verständnis für Abläufe. Sachlich fundierte Arbeiten, die nicht direkt zum Umsatz beitragen, werden entwertet oder sogar kritisiert. Wertschätzung – insbesondere für komplexe, langfristig angelegte Arbeit – ist selten. Entscheidungen wirken kurzfristig, folgen keiner klaren Linie. Fachbereiche wie Entwicklung, Projektleitung oder Qualität scheinen in der strategischen Ausrichtung keine echte Rolle mehr zu spielen.

Interessante Aufgaben

Es gibt durchaus spannende Projekte, aber diese werden in der Priorität oft von Krisenmanagement verdrängt. Viele Aufgaben müssen fachfremd übernommen werden, weil Ressourcen fehlen. Neue Ideen liegen häufig jahrelang ungenutzt herum, bis ein Wettbewerber sie umsetzt. Dann wird plötzlich hektisch nachgezogen. Strategische Produktentwicklung verliert dabei zunehmend an Bedeutung.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung wird im Unternehmen zwar betont, ist aber in der Realität nicht immer erkennbar. Bei Beförderungen und Neueinstellungen wirkt vieles wenig transparent. Besonders auffällig sind die teils extremen Gehaltsunterschiede, unabhängig von Geschlecht, aber auch unabhängig von Leistung, Erfahrung oder Position. Gerade langjährige Mitarbeitende verdienen in manchen Fällen deutlich weniger als kürzlich eingestellte Kollegen mit vergleichbarer Rolle. Das verstärkt das Gefühl von Ungleichbehandlung und fehlender Wertschätzung zusätzlich.

Umgang mit älteren Kollegen

Keine negativen Erfahrungen im Umgang mit älteren Kolleg:innen gemacht. Der Umgang scheint altersunabhängig gleich zu sein. Was allerdings auch bedeutet, dass Wertschätzung insgesamt eher selten spürbar ist.

Arbeitsbedingungen

Die räumliche Ausstattung ist inzwischen komfortabel. Fast jede:r hat ein eigenes Büro. Doch organisatorisch ist das Gegenteil der Fall: Immer mehr Know-how-Träger:innen verlassen das Unternehmen, was die Arbeitsfähigkeit massiv erschwert. Wichtige Projekte werden aus Budgetgründen gekürzt oder gestoppt – oft auf Kosten der Qualität.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Mülltrennung ist sichtbar, bei den (Disposable-)Produkten bleibt Nachhaltigkeit jedoch ein Lippenbekenntnis. Umweltfreundlichere Alternativen scheitern am Preis. Soziale Verantwortung innerhalb des Unternehmens wird zwar betont, zeigt sich aber in der Praxis nicht immer.

Gehalt/Benefits

Die Gehaltsschere ist eklatant – innerhalb einzelner Abteilungen Gehaltsunterschiede von über 30.000 € brutto jährlich sind bekannt. Besonders bitter: Langjährige Mitarbeitende verdienen teils erheblich weniger als kürzlich eingestellte Kolleg:innen. Eine echte Gehaltsentwicklung ist kaum möglich, außer man fordert aktiv und zum "richtigen Zeitpunkt", wenn wieder Stellen unbesetzt bleiben. Wenn "Bekannte" (von "oben") in das Unternehmen gebracht werden, werden diese monetär bevorteilt.

Image

Nach außen wird mit viel Aufwand an einem professionellen, innovativen und nachhaltigen Image gearbeitet, besonders im Marketing und Kundenkontakt. Intern wirkt das oft realitätsfern: Es wird krampfhaft versucht, offensichtliche Schwächen oder Stillstand als Fortschritt zu verkaufen. Während intern Prozesse stocken, Personal fehlt und Innovationen blockiert werden, wird extern weiter Hochglanz kommuniziert.

Karriere/Weiterbildung

Die MT.DERM-Academy existiert in der Praxis kaum noch. Weiterbildung konzentriert sich mittlerweile fast ausschließlich auf die Führungsebene. Wer als einziger in seiner Abteilung zurückbleibt, übernimmt automatisch mehr Verantwortung – ohne Schulung, ohne Struktur. Fachlich ambitionierte Rollen wie Entwicklung oder Projektleitung werden in der Unternehmensstrategie kaum mehr sichtbar unterstützt. Statt gezielter Entwicklung gibt es immer häufiger willkürliche Rollenerweiterungen: Mitarbeitende sollen neben ihrer eigentlichen Tätigkeit plötzlich noch Aufgaben aus ganz anderen Fachbereichen übernehmen. Wer weiterkommen will, muss einen guten Draht zur GF haben.

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