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3 Bewertungen von Mitarbeiter:innen

kununu Score: 2,3Weiterempfehlung: 0%
Score-Details

3 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,3 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.

Viele Aufgaben, wenig Struktur, kaum Rücksicht

1,7
Nicht empfohlen
Hat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr für dieses Unternehmen in Nottuln gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Ich habe sehr viel gelernt. Sowohl fachlich, als auch über mich und wie und für wen ich arbeiten will.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Fehlende Kritikfähigkeit
Fehlende ehrliche Selbstreflexion
Ich hätte mir mehr Empathie und ein reflektiertes Führungsverhalten gewünscht.
Schlechte Zahlungsmoral

Verbesserungsvorschläge

Ich würde empfehlen, sich kritisch zu fragen, ob die aktuellen Führungsstrukturen zum langfristigen Erfolg beitragen.

Arbeitsatmosphäre

Es herrschte meist eine angespannte Atmosphäre. Entweder, weil viel zu tun war, oder weil wenig zu tun war und keine neuen Kunden da waren.
So oder so war es gefühlt am besten, wenn man alleine / nur mit den Kollegen im Büro war.

Image

Es ist schwierig zu beurteilen, wie das Image ist, da man als Mitarbeiter kaum Feedback von Kunden erhält, bzw. auch kaum mit Kunden im Gespräch ist.
Außerdem gibt es, aus meiner Sicht, kaum und wenig sichtbares eigenes Marketing auf den gängigen Social Media Kanälen, sodass kaum jemand von der Agentur weiß.
Da es bisher auch keine zuverlässigen Quellen bezüglich der Arbeitsbedingungen gab, ist alles, was man findet, eher positiv.

Work-Life-Balance

Oft hatte man das Gefühl, dass Überstunden von vornherein in Projekten mit eingeplant wurden.
Homeoffice wurde, in meiner Erfahrung, nur nach einem ausführlichen Gespräch und wegen eines triftigen Grundes gewährt.
Rücksicht auf private Probleme wurde nur dann genommen, wenn sie als wichtig genug erachtet wurden. D.h. man hatte immer das Gefühl sich für sein Leben außerhalb der Arbeit zu rechtfertigen.

Karriere/Weiterbildung

Es wird immer gerne gesehen, wenn man sich weiterbildet, wenn gerade nicht viel los ist. Es ist dann aber auch wieder sehr wichtig, das Gelernte 1 zu 1 direkt perfekt umzusetzen.

Gehalt/Benefits

Es gab Gehalt.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Es wurde während meiner Zeit sehr darauf geachtet, nicht viel zu drucken. Digital first sozusagen.
Sozialbewusstsein ist halb gegeben. Zum Beispiel wurde statt eines Weihnachtsgeschenks für die Partner eine Spende für eine soziale Einrichtung gegeben.

Kollegenzusammenhalt

Die Kollegen, die man mal hatte, waren alle top. Durch die hohe Mitarbeiter-Fluktuation konnte man aber leider nicht immer so zusammenarbeiten, wie man es gerne gehabt hätte.

Umgang mit älteren Kollegen

Hier kann ich nicht viel zu sagen, da es keine älteren Kollegen gab.

Vorgesetztenverhalten

Man hatte oft das Gefühl, das Verhalten war sehr wechselhaft und abhängig davon welcher Coach gerade Up-to-Date war.
Dazu kamen die gefühlten Stimmungsschwankungen je nach Auftragslage.
Wenn Aufgaben falsch, bzw. nicht wie erwartet, erledigt wurden, war dies gefühlt immer die Schuld des Mitarbeiters.
Wir wurden angehalten auf den Vorgesetzten Rücksicht zu nehmen. Es wurde jedoch, meiner Meinung nach, nicht auf uns Rücksicht genommen.
In meiner Wahrnehmung fehlte es an klarer Führung und konstanter Kommunikation.

Arbeitsbedingungen

Die Büroräume waren modern und hell mit neuer und neuwertiger Einrichtung.
Leider wurde bei der Arbeit selbst nicht sehr darauf geachtet, wie die Auslastung der einzelnen Mitarbeiter ist.

Kommunikation

Wenn kommuniziert wird, dann war dies in der Regel weder eindeutig noch strukturiert. Die Zeitplanung wurde in Meetings nicht eingehalten.
Feedbackvideos und Sprachnachrichten waren die liebste Form der Kommunikation.

Gleichberechtigung

Die Mitarbeiter wurden größtenteils gleichbehandelt und vergütet.

Interessante Aufgaben

Es gibt viele Aufgaben für unterschiedliche Kunden. Langweilig wird es nur, wenn grad wieder Flaute ist.

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Herausfordernde Zusammenarbeit durch fehlende Struktur und fragwürdige, unreflektierte Führung

2,8
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich Marketing / Produktmanagement in Nottuln gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Besonders positiv empfinde ich den starken Zusammenhalt im Team und die offene, unterstützende Zusammenarbeit unter den Kolleg:innen. Kolleg:innen unterstützen sich gegenseitig, tauschen Wissen aktiv aus und pflegen ein respektvolles Miteinander, was die tägliche Arbeit angenehm macht.
Auch die modernen Arbeitsplätze mit hellen Räumen, höhenverstellbaren Schreibtischen, Küche und Klimaanlage sowie die angenehme Büroausstattung tragen zu einer komfortablen Arbeitsumgebung bei. Die Aufgaben selbst sind interessant, abwechslungsreich und bieten gute Lernmöglichkeiten. Zusätzlich ermöglicht die Gleitzeitregelung eine gewisse Flexibilität bei der Arbeitszeit.
Der Geschäftsführer gibt sich in den ersten Wochen große Mühe, neue Mitarbeitende willkommen zu heißen und kurzfristig zu motivieren. Gerade in den ersten Tagen fühlt man sich wertgeschätzt und positiv aufgenommen. Leider bleibt dieser Eindruck nicht immer dauerhaft bestehen, da die hohe Erwartungshaltung schnell herausfordernd wirkt und die anfängliche Motivation manchmal wieder abnimmt.
Ich habe den Geschäftsführer als grundsätzlich freundlichen und gutmütigen Menschen erlebt. Gleichzeitig scheint die Verantwortung als Führungskraft teilweise herausfordernd für ihn zu sein. Besonders auffällig war, dass Aufgaben häufig sehr detailliert gesteuert wurden, wodurch wenig Raum für eigenständiges Arbeiten blieb. Ich denke, dass mit gezielter Unterstützung, mehr Struktur, Kommunikation und der Bereitschaft, Aufgaben auch einmal loszulassen, deutlich mehr Potenzial für eine klarere und effektivere Führung vorhanden wäre.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Aus meiner Sicht gibt es deutlichen Verbesserungsbedarf bei Führung und Kommunikation. Erwartungen und Zuständigkeiten werden nicht immer klar vermittelt, und Aufgaben werden teilweise sehr eng gesteuert, was wenig Raum für Eigenverantwortung lässt. Die Bewältigung von Aufgaben war häufig ernüchternd, da sich diese aufgrund fehlender oder unklarer Kommunikation oft sehr lange gezogen haben.
Die Führungskraft gibt aus meiner Wahrnehmung nur begrenzt Orientierung, wobei zwischenmenschliche Aspekte oft zu kurz kommen. Es mangelt an Selbstreflexion: Probleme werden nach meiner Erfahrung häufig den Mitarbeitenden zugeschoben, anstatt die eigene Rolle kritisch zu hinterfragen. Zudem sind Homeoffice-Möglichkeiten nicht vorgesehen, und die Aufstiegschancen innerhalb des kleinen Unternehmens sind begrenzt. Fehlende Selbstreflexion und eine unrealistische Einschätzung der eigenen Führungsfähigkeiten führen häufig zu Spannungen und einem belastenden Arbeitsumfeld. Insgesamt habe ich die Erfahrung als eher anstrengend und psychisch belastend erlebt.
Die Mitarbeiterfluktuation ist meiner Einschätzung nach hoch, lässt sich aber durch mehr Selbstreflexion der Führungskraft, ein strukturierteres Vorgehen und klare Kommunikation deutlich reduzieren.

Verbesserungsvorschläge

Aus meiner Sicht könnten klare Strukturen, definierte Zuständigkeiten und ein stärkerer Fokus auf transparente Kommunikation dazu beitragen, die Zusammenarbeit effizienter zu gestalten.
Eine strukturierte Einarbeitung neuer Mitarbeitender und die Förderung zwischenmenschlicher Führungskompetenzen würden die Arbeitsatmosphäre weiter verbessern.
Zudem könnten flexible Homeoffice-Regelungen und eine klarere Vergütungspolitik für mehr Zufriedenheit und Motivation sorgen.

Arbeitsatmosphäre

Die Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitenden empfand ich als durchweg angenehm. Kolleg:innen halten gut zusammen, unterstützen sich gegenseitig und pflegen ein freundliches und freundschaftliches Miteinander.
Aus meiner Sicht liegt die größte Herausforderung in der Zusammenarbeit mit der Führungskraft. An dieser Stelle habe ich persönlich Defizite in Kommunikation, Orientierung und zwischenmenschlichem Führungsverhalten wahrgenommen, die die Arbeitsatmosphäre auf Führungsebene erschwert haben.

Image

Nach außen hin ist das Unternehmen meines Erachtens nicht sehr bekannt, was die Außenwahrnehmung und Vernetzung beeinflussen kann.

Work-Life-Balance

Die Arbeitszeiten waren durch Gleitzeit flexibel gestaltbar, was ich als positiv empfand. Homeoffice war jedoch nicht vorgesehen, und Präsenz am Arbeitsplatz wurde erwartet, obwohl dies aus meiner Sicht nicht in allen Fällen zwingend erforderlich gewesen wäre.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Positiv ist mir aufgefallen, dass nur selten gedruckt wird, was aus meiner Sicht ressourcenschonend ist. Gleichzeitig gibt es meines Erachtens sehr viele Klimaanlagen im Büro, was das Umweltbewusstsein etwas relativiert.

Karriere/Weiterbildung

Es gab Möglichkeiten, sich in bestimmten Bereichen fachlich weiterzubilden, was ich als positiv empfand.
Aufstiegsmöglichkeiten innerhalb des Unternehmens waren meiner Wahrnehmung nach jedoch eher begrenzt, da die Belegschaft insgesamt klein ist und karrieretechnische Entwicklungschancen daher eingeschränkt erscheinen.

Kollegenzusammenhalt

Das Team arbeitet meiner Erfahrung nach sehr gut zusammen. Kolleg:innen unterstützen sich gegenseitig, tauschen Wissen offen aus und pflegen ein freundliches, respektvolles Miteinander.
Dieser Zusammenhalt hat für mich die Zusammenarbeit angenehm gemacht, auch wenn es auf Führungsebene Herausforderungen gab.

Vorgesetztenverhalten

Aus meiner Sicht gab es im Umgang mit der Führungskraft teilweise herausfordernde Situationen. Wenn Aufgaben nicht sofort wie erwartet erledigt wurden, habe ich persönlich den Umgang als streng oder kritisch erlebt.
Außerdem fiel mir auf, dass die Führungskraft gelegentlich über Mitarbeitende spricht, auch im Beisein anderer Kolleg:innen, was ich als schwierig für das Arbeitsklima empfand.

Arbeitsbedingungen

Das Büro ist modern und ansprechend gestaltet. Es gibt helle Arbeitsräume, eine vollausgestattete Küche, höhenverstellbare Schreibtische, gratis Wasser, Kaffee und Tee und eine Klimaanlage. Insgesamt habe ich die Arbeitsumgebung als komfortabel und angenehm empfunden.

Kommunikation

Aus meiner Sicht wurden Erwartungen, Prioritäten und Entscheidungen nicht immer klar oder rechtzeitig kommuniziert. Dadurch entstanden Unsicherheiten bei der Bearbeitung von Aufgaben. Zudem gab es kein inhaltliches Onboarding, was die Lage zusätzlich erschwert hat. Die Einarbeitung beschränkte sich in erster Linie auf die Einführung in die Zeiterfassungs-Software, die organisatorische Notion-Seite sowie die Nutzung von Outlook und Slack.

Zusätzlich gab es viele Rückkopplungsschleifen, was teilweise zu Verzögerungen und Unklarheiten geführt hat. Unter den Kolleg:innen selbst war die Kommunikation jedoch offen und unterstützend.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt empfand ich für meine Stelle und Berufserfahrung als angemessen, auch wenn es leicht unter dem Durchschnitt lag. Zusätzlich gab es monatlich einen Sachgutschein in Höhe von 50 €, was ich als nette Zusatzleistung empfand.

Gleichberechtigung

Aus meiner Sicht bestehen Unterschiede in der Vergütung, die nicht immer nachvollziehbar erscheinen. So verdiente ein/e Kollege/in mit deutlich mehr Berufserfahrung nur geringfügig mehr als ich. Ich habe dies als auffällig empfunden, ohne dass für mich klar erkennbar war, nach welchen Kriterien Gehälter festgelegt werden.

Abgesehen davon hatte ich den Eindruck, dass alle Mitarbeitenden grundsätzlich gleich behandelt wurden.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben empfand ich insgesamt als interessant und abwechslungsreich. Ich konnte dabei einiges Neues lernen und meine Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen weiterentwickeln.
Trotz der teilweise herausfordernden Arbeitsumgebung boten die Aufgaben gute Möglichkeiten zur fachlichen Weiterentwicklung.

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Chef ohne Führungskompetenz, ein Unternehmen ohne Richtung.

2,5
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich Marketing / Produktmanagement in Nottuln gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Was ich gut am Arbeitgeber finde:
Der Geschäftsführer gibt sich zu Beginn große Mühe, neue Mitarbeitende willkommen zu heißen und kurzfristig zu motivieren. Gerade in den ersten Tagen fühlt man sich wertgeschätzt und positiv aufgenommen. Leider bleibt dieser Eindruck nicht lange bestehen, da die Erwartungshaltung schnell überfordert und die anfängliche Motivation dadurch wieder verpufft.

Trotzdem möchte ich betonen, dass ich den Geschäftsführer nicht als schlechten Menschen empfinde, im Gegenteil. Er ist grundsätzlich ein freundlicher, gutmütiger Mensch, der meiner Meinung nach einfach mit seiner Situation und der Verantwortung als Führungskraft überfordert ist. Es fehlt weniger an Absicht als an Struktur, Ruhe und der Fähigkeit, Dinge auch einmal loszulassen. Das ist schade, denn mit mehr Selbstreflexion und professioneller Unterstützung wäre hier deutlich mehr möglich.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Was ich schlecht am Arbeitgeber finde:
Die ausgeprägte Selbstüberschätzung des Geschäftsführers wirkt sich stark auf die Mitarbeitenden aus. Persönliche Unsicherheiten und psychische Belastungen werden deutlich in den Arbeitsalltag getragen, obwohl gleichzeitig erwartet wird, dass das Team stets professionell und stabil bleibt. Dieses Ungleichgewicht führt zu Spannungen, Unruhe und einer Atmosphäre, in der man sich kaum wohlfühlen kann.

Fehlende Selbstreflexion und eine unrealistische Einschätzung der eigenen Führungsfähigkeiten machen die Zusammenarbeit oft anstrengend und zermürbend. Am Ende bleibt selten ein positives Gefühl zurück.. viele gehen mit dem Eindruck, emotional ausgelaugt zu sein. Es fällt schwer, nach so einer Erfahrung noch gute Worte zu finden, weil der Gesamteindruck von Überforderung und fehlender Professionalität überwiegt

Verbesserungsvorschläge

Ehrlich gesagt glaube ich, dass es manchmal besser ist, sich selbst einzugestehen, dass man nicht zwingend ein Unternehmen führen muss, um erfolgreich oder zufrieden zu sein. Manchmal lebt es sich wirklich besser mit nur einem oder gar keinem Mitarbeiter.. zumindest so lange, bis man selbst gefestigt genug ist, Verantwortung für andere Menschen zu übernehmen.

An erster Stelle sollte stehen, dass man seinen eigenen Kopf über Wasser hält, seine Familie versorgen kann und sich selbst weiterentwickelt. Doch dafür braucht es keine großen Visionen oder künstlich aufgeblasenen Coachings, sondern echte Reflexion, Bodenständigkeit und die Bereitschaft, an sich selbst zu arbeiten.

Führung bedeutet, ein Team zu leiten, Vertrauen zu schaffen, Motivation vorzuleben und nicht Druck auszuüben. Wenn Überstunden eingefordert, Mitarbeitende psychisch unter Druck gesetzt oder gar mit Aussagen über mangelnde Motivation konfrontiert werden, weil sie ihre Grenzen wahren, dann läuft etwas grundsätzlich falsch.

Der Geschäftsführer sollte dringend in ein fundiertes, professionelles Führungscoaching investieren.. nicht in zweifelhafte Coaching-Programme, die mehr an ein Schneeballsystem erinnern als an echte Weiterbildung. Nur weil viele Menschen solche Programme buchen, heißt das noch lange nicht, dass sie dadurch bessere Ergebnisse erzielen oder nachhaltigen Erfolg haben. Echte Executive-Coachings finden in einem ganz anderen Rahmen statt: individuell, tiefgreifend, professionell und auf langfristige Entwicklung ausgelegt.

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet nicht, die eigene Unsicherheit auf das Team zu übertragen. Es bedeutet, Mitarbeitende zu befähigen, sie zu inspirieren und ihnen das Gefühl zu geben, dass ihre Arbeit wertvoll ist. Das Gegenteil ist hier der Fall gewesen. Statt Motivation und Zusammenhalt zu fördern, wurde häufig Demotivation erzeugt durch Überforderung, fehlende Struktur und unrealistische Erwartungen.

Hinzu kommt die finanzielle Instabilität des Unternehmens. Wenn Gehälter nicht rechtzeitig oder nicht vollständig gezahlt werden können, ist das kein Zeichen von Unternehmergeist, sondern ein klares Warnsignal.

Ich persönlich würde dem Geschäftsführer empfehlen, sich erst einmal auf die eigene Stabilität, Gesundheit und persönliche Weiterentwicklung zu konzentrieren, bevor er Verantwortung für ein Team übernimmt. Denn eine gute Führungspersönlichkeit entsteht nicht durch Titel oder Selbstdarstellung, sondern durch Charakter, Reife und die Fähigkeit, mit Druck professionell umzugehen.

Ein Job sollte niemals zur emotionalen Belastung werden.. er ist eine Notwendigkeit, um den eigenen Lebensstandard zu sichern, und idealerweise auch eine Quelle von Freude und Miteinander. Doch das ist hier nicht gegeben. Und solange das so bleibt, kann man auch keine motivierten Teams erwarten. Denn Motivation entsteht nicht aus Druck, sondern aus Vertrauen, Klarheit und echter Wertschätzung.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre war von Anfang an eher schwierig und als ich ins Team kam, war die Stimmung bereits angespannt und insgesamt sehr gewöhnungsbedürftig. Man hatte das Gefühl, dass von Seiten der Geschäftsführung wenig Vertrauen und echtes Miteinander vorhanden war.

Image

s Image des Unternehmens war leider alles andere als positiv. Schon während meiner Einarbeitung haben Mitarbeitende, die kurz vor dem Weggang standen, kein gutes Wort über die Firma verloren. Auch ehemalige Kolleginnen und Kollegen äußerten sich überwiegend kritisch. Es war zudem bekannt, dass es interne Konflikte und vereinzelt Rechtsstreitigkeiten gab, die teilweise offen angesprochen wurden. Selbst Kundinnen und Kunden haben in Gesprächen ihre Unzufriedenheit über lange Prozesse geäußert und sich teilweise gefragt, warum man sich für dieses Unternehmen entschieden hat. Die fachliche Qualität der Arbeit wurde zwar anerkannt, doch auf zwischenmenschlicher Ebene war der Eindruck oft negativ und das hat man im Arbeitsalltag deutlich gespürt.

Work-Life-Balance

Work-Life-Balance ist grundsätzlich möglich, wenn man klare Grenzen zieht. Allerdings werden auch außerhalb der Arbeitszeiten regelmäßig WhatsApp-Nachrichten verschickt oder Überstunden eingefordert. Wer sich dagegen wehrt, gilt schnell als unmotiviert. Überstunden werden nicht nur erwartet, sondern teilweise als Maßstab für Einsatzbereitschaft gesehen. Man braucht eine klare Haltung, um sich davon abzugrenzen.. was allerdings nicht immer auf Verständnis der Führung stößt.

Karriere/Weiterbildung

Im Bereich Weiterbildung wurden grundsätzlich viele interne Kurse angeboten. Allerdings entsprach die Qualität dieser Schulungen oft nicht dem, was man sich unter echter fachlicher Weiterentwicklung vorstellt. Viele Inhalte waren sehr oberflächlich und eher für Einsteiger geeignet, nicht für Mitarbeitende mit Berufserfahrung. Der Geschäftsführer überschätzte dabei häufig sein eigenes Know-how und versuchte, seine persönliche Arbeitsweise auf andere zu übertragen, statt echtes Wissen zu vermitteln. Das wirkte eher wie eine Kopie seines Denkstils als eine sinnvolle Weiterbildung.

Kollegenzusammenhalt

Am Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen hat es auf jeden Fall nicht gescheitert. Gerade bei den unrealistischen Erwartungen, zusätzlichen Überstunden und ständig neuen Anforderungen war das Team der einzige stabile Anker. Der Austausch untereinander hat viel aufgefangen, man hatte das Gefühl, dass alle im selben Boot sitzen und die Situation ähnlich empfinden.

Vorgesetztenverhalten

Das Vorgesetztenverhalten war für mich absolut nicht vertretbar. Eine Führungskraft sollte ein Team leiten, fördern und inspirieren.. hier war es jedoch oft umgekehrt. Mitarbeitende mussten den Geschäftsführer motivieren, unterstützen und seine Stimmungsschwankungen ausgleichen. Persönliche Probleme und Launen wurden regelmäßig in den Arbeitsalltag getragen, was die Atmosphäre zusätzlich belastete. Insgesamt fehlt es deutlich an Führungsstärke, Empathie und professioneller Distanz.. Eigenschaften, die für eine gesunde Teamkultur unerlässlich wären.

Arbeitsbedingungen

Zur Arbeitsumgebung kann ich nichts Negatives sagen. Die Büroräume waren gut ausgestattet und technisch solide aufgestellt. Auch wenn die Gestaltung insgesamt etwas lieblos wirkte, gab es an der Ausstattung selbst nichts zu bemängeln.

Kommunikation

In dieser Firma mangelt es nicht an Kommunikation.. im Gegenteil: Es wird eher überkommuniziert. Viele Themen werden endlos diskutiert, wodurch Entscheidungen unnötig verkompliziert und Prozesse ausgebremst werden. Mikromanagement prägt auch hier den Alltag, was die Zusammenarbeit erschwert. Für mich ist gute Kommunikation klar, zielgerichtet und effizient.. stundenlange Meetings und endlose Diskussionen tragen dazu leider nicht bei.

Gehalt/Benefits

Ich bin von Anfang an offen mit meinen Gehaltsvorstellungen ins Gespräch gegangen und diese wurden auch wie vereinbart umgesetzt. Grundsätzlich also positiv. Allerdings kam es vereinzelt zu Problemen bei der Auszahlung, da die Firma offenbar des Öfteren mit finanziellen Engpässen zu kämpfen hatte. Das hat sich leider auch auf mein Gehalt ausgewirkt, weshalb ich hier nur vier Sterne vergeben kann.

Gleichberechtigung

Zum Thema Gleichberechtigung kann ich nur bedingt etwas sagen. Mein persönlicher Eindruck war jedoch, dass weibliche Kolleginnen im Unternehmen bevorzugt eingestellt werden.

Interessante Aufgaben

Die Projekte und Kundinnen bzw. Kunden waren grundsätzlich interessant und abwechslungsreich. Leider wurden die Aufgaben so kleinteilig und detailliert vorgegeben, dass kaum Raum für eigene Ideen oder kreative Freiheit blieb. Mit der Zeit führte das dazu, dass man seine Arbeit nicht mehr mit Motivation, sondern eher mit einem faden Beigeschmack erledigte..schade, denn das Potenzial der Projekte war eigentlich groß.

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Fragen zu Bewertungen und Gehältern

  • Basierend auf 3 Erfahrungen von aktuellen und ehemaligen Mitarbeiter:innen wird MTT Media durchschnittlich mit 2,3 von 5 Punkten bewertet. Dieser Wert liegt unter dem Durchschnitt der Branche Marketing/Werbung/PR (3,8 Punkte). 0% der Bewertenden würden MTT Media als Arbeitgeber weiterempfehlen.
  • Ausgehend von 3 Bewertungen gefallen die Faktoren Kollegenzusammenhalt, Arbeitsbedingungen und Gleichberechtigung den Mitarbeiter:innen am besten an dem Unternehmen.
  • Neben positivem Feedback haben Mitarbeiter:innen auch Verbesserungsvorschläge für den Arbeitgeber. Ausgehend von 3 Bewertungen sind Mitarbeiter:innen der Meinung, dass sich MTT Media als Arbeitgeber vor allem im Bereich Umgang mit älteren Kollegen noch verbessern kann.