Mehr Schein als Sein, altbackene Strukturen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Regelmäßige Teamevents, Standortfeste wie z.B. Oktoberfest waren immer super.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das Vorgesetztenverhalten
Verbesserungsvorschläge
Weniger von "Oben herab" agieren, hört auf Eure Angestellten an der Basis und in den produktiven Bereichen. Es gibt zu Wenige die wirklich anpacken und zu Viele die nur erzählen und alles besser wissen oder sich bewusst zurückhalten und nix dazu beitragen. Zuviele Zuständigkeiten von Einzelpersonen an verschiedenen Standorten, verlangsamen Prozesse. Es dauert viel zu lange auf Freigaben, Entscheidungen oder Umsetzung von anderen Kollegen zu warten bis es weitergeht. Kürzere Wege bringen mehr Agilität, welche bei MTU wenig vorhanden ist.
Arbeitsatmosphäre
Mehr Schein als Sein, jeder für sich selbst. Richtiges Teamwork geht anders. Es gibt Mitarbeiter die schon sehr viele Jahre in der Firma arbeiten und die lassen sich nicht gerne in die Karten schauen, man merkt sehr schnell das man mit einer hohen Workload als neuer Mitarbeiter ziemlich alleine dasteht.
Image
Bekommt man als indirekter Angestellter nicht so mit, MTU ist in Branchenkreisen sicherlich bekannt und geschätzt, im privaten Umfeld wussten die wenigsten wer oder was MTU ist und was Sie machen.
Work-Life-Balance
Hier kann man nicht meckern. Als Mitarbeiter im Bürobereich darf man bis zu 50% mobil arbeiten. Man kann nach Absprache Gleittage nehmen, hat auch die Möglichkeit ein Sabbatical zu nehmen nach entsprechend langer Betriebszugehörigkeit.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt regelmäßig Pflichtschulungen die Online bzw. auf einer Schulungsplatform während der Arbeitszeit durchgeführt werden müssen. Es gibt darüber hinaus auch freiwillige Bildungsangebote und auch externe Schulungen sind möglich und die Kosten dafür werden von MTU übernommen.
Gehalt/Benefits
Durch den IG Metall Tarifvertrag gibt es viele Sonderzahlungen, daß ist für einen normalen Büro Angestellten natürlich super, obwohl man ja eigentlich mit Metall nicht viel zu tun hat. Das Gehalt ist in Anbetracht der sehr hohen Workload, angemessen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Soweit gut, natürlich sollte man sich selbst im Klaren darüber sein in einem Unternehmen zu arbeiten, dass Geld mit Maschinen verdient die fossile Brennstoffe verbrennen und Abgase in die Atmosphäre ausstoßen die maßgeblich an der globalen Klimaerwärmung verantwortlich sind. Auf dem Betriebsgelände riecht es oft sehr stark nach verbranntem Kerosin aus dem Triebwerksprüfstand.
Kollegenzusammenhalt
Viel Show und ein best Buddy Verhältnis zum direkten Vorgesetzten bringen Vorteile. Wer bereit ist auf ein gewisses Niveau einzugehen und breite Schleimspuren zu hinterlassen, hat hier klare Vorteile. Ansonsten wird es schwierig im Arbeitsalltag zu komplexen Themen Unterstützung zu erhalten weil die meisten aus Ihrer Komfortzone ungern heraus möchten. Hier wird man schnell alleine gelassen und muss selbstständig Lösungen finden.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang ist gut, aber das Unternehmen sollte viel früher erkennen, dass die älteren Kollegen bald in den Ruhestand gehen und kein adäquater Ersatz in Personalform stattfindet. Wie oft merkt man erst wenn Der oder Diejenige weg ist, dass kein Wissenstransfer stattgefunden hat.
Vorgesetztenverhalten
Tja, was soll ich sagen. Man muss sich leider darauf einstellen oft keine Rückendeckung vom Vorgesetzten zu bekommen. Wenn es drauf ankommt, kann man fallengelassen werden. Führungskräfte stehen für Führungskräfte ein und halten im Zweifel zusammen, weniger aber für den Mitarbeiter. Man hat begrenzt Interesse sich bei Problemen mit Details zu befassen. Solange alles funktioniert ist alles gut, aber wehe es läuft mal nicht so gut, dann steht man schnell alleine da und landet auf der Abschussliste.
Arbeitsbedingungen
Die Technik und Ausstattung in den Büros und Räumen ist Top, hier wird an nix gespart. Umso mehr wundert es einen, dass in den Produktionsrelevanten Bereichen eher schleppend eine Erneuerung stattfindet. In Ludwigsfelde sind die Büros eher grau, wenig Licht, kleine Fenster und nicht klimatisiert, es sei denn man arbeitet im vorzeige Hauptgebäude wo auch die GF untergebracht ist, was leider nur bei leitenden Angestellten der Fall ist. Gut ist die Kantine auf dem Betriebsgelände, leider viel zu klein für Alle, anstehen und warten auf einem Sitzplatz ist oft angesagt.
Kommunikation
Es wird sehr viel oberflächlich kommuniziert, eine rosarote Brille, man erfährt nur das was man sehen und hören darf. Es gibt fast täglich irgendwelche belanglose News im Intranet wie toll und super die MTU doch ist, aber Probleme an der Basis werden konsequent ignoriert bzw. kleingeredet.
Interessante Aufgaben
Sehr viele interessante Themen, fast schon zu Viele. Denn aus zu vielen offenen Baustellen und angefangenen Projekten wächst oft Frust, weil man wegen zu vielen verschiedenen Zuständigkeiten und Abhängigkeiten von anderen Personen nicht weiterkommt.


