Gut am Arbeitgeber finde ich
Anständige Bezahlung, wobei es sich eben im Prinzip auch nur um Schweigegeld handelt, nicht um echte Wertschätzung.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wie kann das Haus so gute Bewertungen haben? Naja, einen Tag bevor der MDK kommt und eine Kontrolle durchführt, stehen plötzlich Blumen auf den Tischen im Tagesraum. Plötzlich soll man besonders gut aufpassen, dass alles in den Bewohnerzimmern sauber ist und die Bewohner gepflegt aussehen. Schämt euch! Alles nur Fassade.
Verbesserungsvorschläge
Mitarbeiter und Bewohner sind Menschen und keine Goldesel. Es geht nur noch um Profite Profite und das merkt man.
Arbeitsatmosphäre
Man wird schlicht und ergreifend Ausgenutzt. Ein Azubi im ersten Lehrjahr ist keine volle Arbeitskraft und soll ausschließlich ZUSÄTZLICH eingeplant werden. Den Stationsleitungen bleibt oft schlicht keine andere Möglichkeit, weil es viel zu wenig Personal gibt. Oft sind Zeitarbeitskräfte da, die allerdings oft sehr schlecht ausgebildet sind und mehr Arbeit machen, als Hilfe zu leisten.
Karrierechancen
Ich habe gekündigt und bin zu Pichelmayr gewechselt, die gehen anständig mit Bewohnern und Mitarbeitern um.
Arbeitszeiten
Ich bin teilweise 8 Stunden lang nicht einmal auf die Toilette gekommen, weil ich keine Minute Zeit hatte. Ich habe meisten auch keine Pause machen können, abgezogen wird sie aber trotzdem. Als wäre Schichtarbeit nicht schon anstrengend genug. Man wird ausgepresst wie eine Zitrone.
Ausbildungsvergütung
Die Münchenstift zahlt gut, deshalb schweigen die Meisten und bleiben.
Die Ausbilder
Wenn man mit Azubis arbeitet, sollte man in der Lage sein seine schlechte Laune herunterzuschlucken und sich professionell zu verhalten. Stattdessen wird man von oben herab behandelt, wenn man denn überhaupt mal Anleitung erfährt.
Spaßfaktor
Mit den Bewohnern hat man viel Freude und auch etwas zu lachen. Auch gibt es sehr nette Kollegen. Leider sind diese Momente immer nur sehr kurz und sehr selten.
Aufgaben/Tätigkeiten
Als Azubi wirst du nach wenigen Wochen als Vollzeitkraft eingesetzt. Einen kompletten Gang alleine im Wochenenddienst im ersten Ausbildungsjahr...zusätzlich einspringen weil eine andere Kollegin krank ist. Tätigkeiten ausführen müssen, die man noch nicht gelernt hat und auch rechtlich nicht darf. Alles vorgekommen, immer wieder.
Variation
Hier ist man als Azubi eher über-als unterfordert. Man wird von Kollegen eingespannt, auch wenn man sich unsicher fühlt.
Respekt
Es gibt sehr respektlose Kommentare vor allem von älteren Kollegen. Man wird behandelt wie der letzte ********. Wenn man Emotionen zeigt, ist man schon verloren. Ich wurde z.B. als ich vor Überforderung weinend ins Zimmer kam von einem Älteren Kollegen laut vor allen Anderen gefragt, ob ich meine Tage hätte oder schwanger wäre. Diese Anekdote ist nur ein Beispiel von vielen. Azubi-Kolleginnen, mit denen ich anfing, haben die selben Erfahrungen auf ihren Stationen gemacht.
Über den Umgang mit den Bewohnern möchte ich auch noch ein Wörtchen verlieren. Was ich hier gesehen habe - vor allem mit hoch dementen Personen, die sich nicht mehr helfen können, ist eine Schande! Es wurden Menschen verunglimpft, ausgelacht, emotional und psychisch misshandelt und auch körperlich in höchste Gefahr gebracht. Menschen mit Schluckstörungen eine große Schüssel Milchreis mit einem großen Esslöffel innerhalb von 5 Minuten einzugeben ist extrem gefährlich. Ich habe Situationen beobachtet, die ein Skandal waren und mir dreht sich bis heute der Magen um, wenn ich daran denke!
Und noch ein Wort zur HIT. Hochnäsig und dreist, wie von deren Seite aus mit den Azubis und Mitarbeitern gesprochen wird!