Starkes Miteinander, moderne Arbeitsweise, aber viel Ausbaubedarf
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Arbeitsbedingungen sind sehr modern, was ich sehr geschätzt habe. Kein Limit im Remote-Arbeiten, beim Machen von Workations, die technische Ausstattung ist super, man kann private Termine wahrnehmen, man hat Kernarbeitszeiten. Man bekommt auch schnell interessante Projekte und darf sich ausprobieren. Auch gibt es eine betriebliche Altersvorsorge und einen Zuschuss zum Internet zu Hause.
Verbesserungsvorschläge
Bessere Kommunikation von oben. Nehmt die Ratschläge und Bedenken der Mitarbeitenden ernst, sie sind die Expert:innen in ihrem Gebiet. Das zu übergehen und dann zu predigen, dass man immer ein offenes Ohr hat, widerspricht sich. Die Mitarbeitenden sollten gerecht entlohnt werden für ihre Leistung. Das Übertragen von Verantwortungen und Titeln ohne mehr Gehalt ist ein No Go.
Arbeitsatmosphäre
War in der Regel immer sehr gut - in guten Zeiten. Sobald es wirtschaftlich schlechter lief war es stark spürbar und die schlechte Kommunikation von oben war da nicht förderlich. Innerhalb der Teams herrschte meist eine gute Stimmung.
Kommunikation
Die Kommunikation innerhalb der Teams war super und man hat sich viel Zeit für Austausch genommen. Die Kommunikation von oben (GF und Head) ist jedoch wirklich ausbaufähig. Informationen kamen entweder nur durch Flurfunk an oder sie wurden schön gewaschen. Die Erreichbarkeit der GFs war stellenweise sehr schlecht, man hat sich oft mit Dingen alleine gelassen gefühlt.
Kollegenzusammenhalt
Die Kolleg:innen sind das Herzstück bei Mynd. Man hält zusammen und unterstützt sich und hat ein offenes Ohr. Bei Teams, die nicht direkt zusammenarbeiten (z.B. Video und E-Learning) gab es wenig Kontakt (was auch der Remote-Arbeit geschuldet war).
Work-Life-Balance
Die Möglichkeit, 100% remote zu arbeiten ist super. Wie in Agenturen üblich, kann es aber auch regelmäßig zu Überstunden kommen, die nicht vergütet werden (8 Überstunden in der Woche sind mit dem Gehalt abgegolten). Zwar heißt es, man könne jederzeit ins Gespräch gehen für einen Ausgleich (was teils auch funktioniert), aber eher für Phasen mit sehr vielen Überstunden. Es gibt Kernarbeitszeiten von 10 bis 16 Uhr, die eine tolle Flexibilität ermöglichen. Auch kann man zu Arztterminen oder anderweitigen Terminen, solange man Bescheid gibt oder es in seinen Teams-Status schreibt.
Vorgesetztenverhalten
Im Vergleich zu anderen Vorgesetzten, die ich kenne, sind die GFs und Heads sympathisch und wenig autoritär. Die Kommunikation ist jedoch ausbaufähig. Auch werden Vorschläge und der Rat der Mitarbeitenden selten angenommen (zumindest von den GFs).
Interessante Aufgaben
Man bekommt schnell Verantwortung übertragen und es wird darauf geachtet, dass die interessanten Projekte fair verteilt sind. Viele der Projekte sind jedoch ähnlich, man hat aber sehr viele verschiedene Kund:innen.
Gleichberechtigung
Eine Ungleichberechtigung zwischen den Geschlechtern sehe ich gar nicht. Die Teams bestehen fast ausschließlich aus jungen Leuten, von älteren und erfahreneren Kolleg:innen zu lernen ist also nicht möglich. Es fehlt teils die Gleichberechtigung von Team zu Team. So wird ein starker Fokus auf das E-Learning-Team gelegt und dieser fehlt dann bei anderen Teams. Das zeigt sich auch in der Bezahlung (dringend benötigte Angestellte aus dem einen Team erhalten teils höhere Einstiegsgehälter als Angestellte aus anderen Teams, die teils schon Führungsverantwortung übernehmen. Sowas geht gar nicht).
Umgang mit älteren Kollegen
Gibt es fast keine.
Arbeitsbedingungen
Das Büro hat sich deutlich verkleinert, es fehlt also an Arbeitsplätzen, wenn alle Angestellten vor Ort sind (was wenn dann nur zu vereinzelten Veranstaltungen vorkommt). Die Technik und Laptops etc. sind modern, man arbeitet mit MacBooks und erhält auch Bildschirm, Maus, Tastatur etc. für die Heimarbeit.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ab und An wird gespendet. Mehr fällt mir nicht ein.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt für Nicht-Führungskräfte ist nicht sehr hoch. Gerade in Frankfurt wird es schnell eng. Sobald man aufsteigt, wird es besser. Die Gehaltssprünge mit jeder Beförderung sind minimal (ca. 200 EUR brutto). Bei einigen Kolleg:innen gab es jahrelang keine Erhöhung trotz super Leistung. Die Leistung spiegelt sich also meist nicht im Gehalt wider. Es gibt ein offizielles Gehaltsmodell, das an den Leveln gekoppelt ist (Junior, Senior, Lead etc.). Es wird aber auch gerne davon abgewichen. Es ist von der obersten Ebene nicht gerne gesehen, dass offen über die eigenen Gehälter gesprochen wird. Inflationsausgleich gibt es nicht.
Image
Das Image nach Außen ist sehr gut denke ich. Aufgrund vieler Probleme in letzter Zeit sprechen die Angestellten teils nicht so gut über Mynd. Mit besserer Kommunikation und weniger Versprechen, die nicht gehalten werden, könnte man das eindämmen.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt ein Weiterbildungsbudget pro Mitarbeiter:in, was aber ausgesetzt wird, wenn die Zahlen nicht gut aussehen. Man muss also schnell sein und es sich schnell genehmigen lassen.