Arbeitgeber mit Potenzial, aber Luft nach oben
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Die Kollegen, die im selben Boot sitzen und versuchen, immer das Beste aus den gemeinsamen Schichten herauszuholen.
- Den Filialleiter, der sich meist bemüht zeigt, sein Team zusammenzuhalten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Ungleiche Bezahlung
- Keine geregelten Pausenzeiten
- Verlängerung der Arbeitszeiten ohne Rücksicht auf die Mitarbeiter
Verbesserungsvorschläge
- Mehr Wertschätzung für Mitarbeiter, die länger im Unternehmen sind. Beispielsweise durch automatische Anpassung des Gehalts jährlich.
- Auf Wünsche oder Vorschläge der Mitarbeiter eingehen. 365 Tage im Jahr bis 01:30 Uhr in der Filiale stehen ist schön und gut. Zu Weihnachten und Silvester aber sicherlich, zumindest für die Leute vor Ort, nicht immer sinnvoll. Vielleicht hätte man dann auf Dauer zufriedenere Mitarbeiter, die sich mehr mit dem Unternehmen identifizieren können.
- Mehr Wertschätzung, in welcher Form auch immer. Teilweise hat man leider das Gefühl, dass die Führungsetage überhaupt nicht sieht, wie sehr man sich für das Unternehmen einsetzt. Gerade die Leute, die am wenigsten bekommen in Service und Reinigung sind die, die die Filiale vor Ort am laufen halten und der Grund, warum MyWellness so erfolgreich ist. Mal eine Rose zum Valentinstag oder einen Adventskalender zu Weihnachten sind nett, aber da geht mehr.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre an sich ist gut, hängt aber stark von der jeweiligen Schichtbesetzung ab. Unzufriedenheit im Unternehmen spiegelt sich so leider teilweise auch in der Atmosphäre vor Ort wider.
Image
Viele Paare, die sich leider nicht immer an die Hausordnung halten. Nach Verlängerung der täglichen Öffnungszeiten bis nach 01:00 Uhr nachts ist keine Besserung zu erwarten. Klientel in den Abendstunden oft schwierig. Hier scheint das einzige Ziel des Unternehmens zu sein, noch mehr Einnahmen zu generieren, ohne Rücksicht auf Mitarbeiter oder das Image des Unternehmens.
Work-Life-Balance
Kommt auf die Art der Beschäftigung an. Bei Vollzeitkräften kaum freie Zeit. Schichten wechselhaft in Früh- und Spätschicht. Manchmal nach mehreren Spätschichten hintereinander nur einen Tag frei und dann wieder mit Frühschicht starten. Bei Arbeitszeiten bis mittlerweile 01:30 Uhr Nachts dementsprechend manchmal zu wenig Erholung, wenn nur ein Tag Pause ist und man danach wieder morgens um 08:30 Uhr mit einer Frühschicht beginnt.
Karriere/Weiterbildung
Nach einiger Zeit im Unternehmen Bewerbung für höhere Stellen möglich. Dennoch hohe Fluktuation.
Gehalt/Benefits
Gehälter sind teilweise echt niedrig, wenn man bedenkt, dass man im Service manchmal achteinhalb Stunden steht, an jeder Ecke Brände löscht, immer erster Ansprechpartner ist, teilweise die Technik selbst repariert, 15.000 Schritte macht und dazu größtenteils auf vernünftige Pausen verzichtet. Dazu wie angesprochen teilweise Unterschiede im Gehalt bei gleicher Arbeit (und dabei meine ich nicht die Shift Manager).
Es gibt ein Bonusprogramm, bei dem man sich Extragehalt oder Benefits in Form von Gutscheinen erarbeiten kann bei Erreichen von vorgegebenen Zielen. Seit Einführung des Programms ist das Erreichen der Ziele allerdings immer schwieriger. Dazu wurde der Bonus für Minijobber noch gekürzt. Auch hier also Luft nach oben.
Pluspunkt ist, dass man das Angebot in Form von Mitarbeiterwellness einmal monatlich für zwei Stunden (+Begleitung) selbst nutzen kann.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Müll soll getrennt werden, landet am Ende aber oft in der selben Tonne. Es wird haufenweise Essen entsorgt, wenn beispielsweise das MHD abgelaufen ist. Abgelaufene Sachen sollen nicht an die Mitarbeiter weitergegeben werden, deshalb werden die Sachen lieber weggeschmissen. Nicht nur vom Umweltaspekt schlimm, sondern auch überhaupt nicht wertschätzend dem Personal gegenüber.
Kollegenzusammenhalt
War mal besser. Viel Fluktuation und niedrige bzw. ungleich verteilte Gehälter tragen nicht unbedingt zum Zusammenhalt bei.
Umgang mit älteren Kollegen
Meist ein sehr junges Team im Service und etwas ältere Kollegen im Reinigungsteam. Untereinander versteht man sich in den meisten Fällen aber gut.
Vorgesetztenverhalten
Sehr bemüht, seinem Team gerecht zu werden. Letztendlich aber auch nur an Anweisungen der eigenen Vorgesetzten gebunden. Versucht auf jeden Fall, auf Probleme einzugehen und hat in der Regel jederzeit ein offenes Ohr. Zudem wird, wenn möglich, auf "Wünsche" oder anderweitige Verpflichtungen eingegangen, sofern man es dem Vorgesetzten rechtzeitig mitteilt. Habe ich in anderen Jobs bereits anders erlebt, deshalb ist hier der Vorgesetzte ein klarer Pluspunkt für die Filiale in Essen.
Arbeitsbedingungen
Könnten besser sein. Gesetzlich festgelegte Pausenzeit kann oft nicht eingehalten werden, da entweder unterbesetzt oder zu viel Arbeit. Pause nimmt man also zwischendurch, wenn Luft ist.. gerade an den Wochenenden teilweise schwer umsetzbar. Das Unternehmen sagt zwar, man kann sich für seine 30-Minuten-Pause rausnehmen und beispielsweise in den Personalraum gehen. Aber im hektischen Arbeitsalltag und bei knapp besetzten Schichten ist keiner so unkollegial und lässt die Kollegen für eine halbe Stunde im Chaos versinken. Hier muss es meiner Meinung nach bessere Lösungen seitens des Unternehmens geben.
Kommunikation
Filialleitung ist bemüht, Entscheidungen transparent mitzuteilen. Bei wichtigen Ereignissen werden Teammeetings einberufen.
Gleichberechtigung
Mitarbeiter, die neu anfangen, starten teilweise mit einem höheren Gehalt als Leute, die bereits jahrelang zum Unternehmen gehören. Da würde man sich an der Stelle mehr Fairness wünschen, ohne dass man als "alter Hase" erst um einen Euro mehr betteln muss, wenn neue Kollegen von Anfang an ein höheres Gehalt bekommen.
Interessante Aufgaben
An sich eine gute Abwechslung zum Alltag. Kundenkontakt im Eingangsbereich im Wechsel mit Arbeit in der Küche und der Zubereitung von Snacks und Getränken. Oft wird, je nach Präferenz, innerhalb der Schicht untereinander gewechselt.


