Deskriminierung durch männliche Führungskraft in der Fernwärme
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ich habe in der Abteilung Fernwärme ein Arbeitsumfeld erlebt, das von Machtmissbrauch, Einschüchterung und Diskriminierung geprägt war.
Mein direkter männlicher Vorgesetzter hat mich aufgrund meines Alters und meines Geschlechts wiederholt respektlos behandelt und abgewertet. Nachdem ich einen spontanen Abendtermin abgelehnt hatte, der ausschließlich zwischen ihm und mir stattfinden sollte und keinerlei Dringlichkeit hatte, wurde mir vorgeworfen, ich müsse flexibler sein, schließlich sei ich ja „keine Mutter“. Anschließend wollte er wissen, was ich privat vorhabe. Dieses Verhalten war absolut unprofessionell und grenzüberschreitend.
Mein Alter wurde ständig thematisiert. Ich musste mir mehrfach anhören, ich sei „so jung“ und eigentlich zu jung für meine Rolle (trotz langjähriger Berufserfahrung). Gleichzeitig wurde betont, dass er in meinem Alter „noch nicht so einen guten Job“ gehabt hätte. Statt Leistung zählte offenbar das persönliche Weltbild meines Vorgesetzten.
Ich wurde außerdem unter Druck gesetzt, mit niemandem über bestimmte Dinge zu sprechen, nicht einmal mit meinem Mann. Der Führungsstil bestand aus Kontrolle, Einschüchterung, respektlosem Verhalten und Anschreien. Meine Position wurde von ihm selbst als „Mädchen für alles“ bezeichnet.
Schlimm war für mich auch der Umgang mit Datenschutz. Persönliche Daten wurden mehrfach ohne mein Einverständnis extern weitergegeben, hätte ich bei einem Energieversorger niemals erwartet.
HR habe ich weder als neutral noch als vertraulich erlebt. Inhalte aus angeblich vertraulichen Gesprächen landeten direkt wieder bei meinem Vorgesetzten. Gleichzeitig wurde mir von ihm selbst mehrfach erzählt, wie eng und privat der Austausch mit HR sei, inkl. Nachrichten „mit Herzchen“, über die er sich amüsierte. Spätestens dadurch entstand bei mir nicht der Eindruck einer professionellen oder unabhängigen Personalabteilung, sondern eines Systems, in dem Führungskräfte geschützt und Mitarbeitende mit Problemen alleine gelassen werden.
Die einzigen, die mich in der Zeit unterstützt haben, waren der Betriebsrats.
Ich bin motiviert, engagiert und psychisch gesund in dieses Unternehmen gestartet und emotional komplett kaputt wieder gegangen. Diese Erfahrung hat bleibende Spuren hinterlassen und mir gezeigt, wie zerstörerisch toxische Führungskräfte und fehlende Konsequenzen für Fehlverhalten sein können.
Fazit:
Wer Wert auf Respekt, Professionalität und ein sicheres Arbeitsumfeld legt, insbesondere Frauen und junge Mitarbeitende, sollten sich gut überlegen, ob diese Abteilung die richtige Wahl ist.
