Team Green – außen grün, innen Druck
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Räumlichkeiten sind modern, sehr gepflegt und ansprechend gestaltet. Das Office bietet eine angenehme Arbeitsumgebung und lädt grundsätzlich dazu ein, gerne vor Ort zu arbeiten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Diskrepanz zwischen der stark kommunizierten „Team Green“-Kultur und dem tatsächlich erlebten Arbeitsalltag. Fehlende Strukturen und Führung, kurzfristige und teils unrealistische Erwartungshaltungen sowie ein enormer Arbeits- und Ergebnisdruck prägen aus meiner Sicht den Alltag stärker als die nach außen vermittelten Werte.
Verbesserungsvorschläge
Klare und verlässliche Strukturen schaffen. Verantwortlichkeiten, Prioritäten und Erwartungen sollten eindeutig definiert und realistisch kommuniziert werden, anstatt permanent mit kurzfristigen Anforderungen zu arbeiten. Führung sollte aktiver stattfinden und nicht auf ein gelegentliches 30-minütiges Jour fixe reduziert werden. Zudem wären realistische Workloads, eine bessere Ressourcenplanung und weniger permanenter Ergebnisdruck wichtige Schritte, damit die nach außen kommunizierte „Team Green“-Kultur auch intern tatsächlich gelebt werden kann.
Arbeitsatmosphäre
Nach außen wird großer Wert auf „Team Green“, Zusammenhalt und soziale Werte gelegt. Im Arbeitsalltag entsteht jedoch ein deutlich anderes Bild: Ergebnisse werden vom Management häufig mit hohem Zeitdruck und wenig Rücksicht auf realistische Bearbeitungszeiten eingefordert. Bleiben Resultate innerhalb weniger Stunden aus, folgt nicht selten unmittelbar Kritik. Dadurch entsteht eine angespannte und wenig wertschätzende Arbeitsatmosphäre.
Image
Nach außen präsentiert sich Natuvion als modernes, dynamisches und werteorientiertes Unternehmen mit starkem „Team Green“-Gedanken. Meine Erfahrungen im Arbeitsalltag haben dieses Bild jedoch nur sehr eingeschränkt bestätigt. Zwischen der Außendarstellung und der tatsächlich erlebten Unternehmenskultur besteht aus meiner Sicht eine deutliche Diskrepanz.
Work-Life-Balance
Eine ausgewogene Work-Life-Balance war in meinem Fall kaum gegeben. Arbeitswochen mit 50–60 Stunden sowie wiederkehrende Arbeit am Wochenende gehörten zur Realität und wurden teilweise auch von Führungskräften eingefordert. Der dauerhaft hohe Zeit- und Leistungsdruck machte es zusätzlich schwierig, klare Grenzen zwischen Beruf und Privatleben zu ziehen.
Karriere/Weiterbildung
Während meiner Probezeit habe ich Karriere- oder Weiterbildungsmaßnahmen praktisch nicht erlebt. Dafür fehlte im Arbeitsalltag schlicht die Zeit, da die täglichen operativen Aufgaben und kurzfristigen Anforderungen bereits den Großteil der verfügbaren Kapazitäten beanspruchten.
Gehalt/Benefits
Gemessen am tatsächlichen Workload und der übertragenen Verantwortung liegt die Vergütung aus meiner Sicht deutlich unter einem angemessenen marktüblichen Niveau.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
„Team Green“ wird nach außen sehr präsent als Teil der Unternehmenskultur inszeniert. Im Arbeitsalltag entsteht jedoch der Eindruck, dass Anspruch und Realität deutlich auseinanderliegen. Insbesondere im Umgang mit Mitarbeitenden sind die propagierten sozialen Werte aus meiner Sicht häufig nur schwer wiederzuerkennen.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist grundsätzlich gegeben, spielt im Arbeitsalltag aufgrund des hohen Leistungs- und Zeitdrucks jedoch häufig eine untergeordnete Rolle. Das stark propagierte „Team Green“-Gefühl ist dadurch in der täglichen Zusammenarbeit nur bedingt spürbar.
Umgang mit älteren Kollegen
Das Alter spielt im täglichen Miteinander eher keine wesentliche Rolle.
Vorgesetztenverhalten
Für mich einer der größten Kritikpunkte. Führung und Kommunikation fanden faktisch kaum statt. Der Austausch mit dem direkten Vorgesetzten beschränkte sich im Wesentlichen auf ein 30-minütiges Jour fixe pro Woche, das zudem regelmäßig verschoben wurde. Eine erkennbare Agenda oder aktive Führung fehlte häufig – nicht selten wurde das Gespräch lediglich mit „Haben wir Themen?“ eröffnet. Gleichzeitig waren die Erwartungen an Ergebnisse hoch. Orientierung, proaktiver Austausch, verlässliches Feedback und tatsächliche Unterstützung durch die Führungskraft blieben dabei weitgehend aus.
Arbeitsbedingungen
Grundsätzlich modern und zeitgemäß. Die technischen Voraussetzungen sind vorhanden, auch wenn die insgesamt hohe Arbeitsbelastung den positiven Eindruck der Arbeitsumgebung deutlich relativiert.
Kommunikation
Die Kommunikation wirkt häufig kurzfristig, wenig strukturiert und stark ergebnisgetrieben. Erwartungen und Prioritäten werden teilweise nicht ausreichend klar vermittelt, gleichzeitig wird eine schnelle Umsetzung vorausgesetzt. Rückmeldungen erfolgen insbesondere dann sehr direkt, wenn Ergebnisse nicht kurzfristig den Vorstellungen entsprechen. Konstruktiver Austausch und frühzeitige Abstimmung kommen dabei leider häufig zu kurz.
Gleichberechtigung
Hier sind mir persönlich keine gravierenden negativen Unterschiede oder Benachteiligungen aufgefallen.
Interessante Aufgaben
Mehr, als einem lieb ist. An Aufgaben und Verantwortung mangelt es definitiv nicht – eher am Gegenteil.


