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Nelly 
Solutions 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Zwischen Lernchance und Burnout

2,0
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr für dieses Unternehmen in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die Aufgaben waren spannend und boten viele Lernmöglichkeiten. Der kollegiale Zusammenhalt innerhalb der Teams war stark und sorgte trotz starker struktureller Schwächen für ein unterstützendes Arbeitsumfeld.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Es fehlte an klarer strategischer Führung, stabilen Prozessen und transparenter Kommunikation – insbesondere auf höheren Managementebenen. Die Work-Life-Balance war stark unausgewogen und individuelle Belastungsgrenzen wurden selten respektiert.

Verbesserungsvorschläge

Die Firmenwerte auch tatsächlich leben. Es wäre sinnvoll, umfassende Managementworkshops für Führungskräfte und insbesondere die Gründer einzukaufen und durchzuführen.

Arbeitsatmosphäre

Stark teamabhängig – in manchen Teams sehr kollegial und motivierend, in anderen eher toxisch. Wirkliche Erfolgserlebnisse waren selten, oft überlagert von permanentem Stress. Plötzliche und unerwartete Entlassungen von Kollegen innerhalb und außerhalb der Probezeit, sorgten für Jobunsicherheit.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance ist unzureichend. Späte Meetings (z. B. auch gut nach 18 Uhr) waren keine Seltenheit. Pausen wurden häufig nicht respektiert und überplant. Arbeitszeiterfassung fehlte, ebenso wie Ausgleichstage. Wer 'nur' 45 Stunden arbeitete, galt schnell als nicht engagiert genug. Mitarbeitende hatten teilweise über die Jahre mehr als 60 Urlaubstage angesammelt – ohne realistische Möglichkeit, diese zeitnah abzubauen. Es gab zwar offiziell flexible Arbeitszeiten, jedoch hieß das eher, dass man jederzeit flexibel verfügbar sein musste. Es waren bis zu 3 Tage Homeoffice pro Woche erlaubt.

Karriere/Weiterbildung

Schnelle Verantwortungsübernahme und Aufstiegsmöglichkeiten waren gegeben. Onboarding war minimal und wurde auch für weitere neue Mitarbeiter nicht besser – der Alltag folgt dem Motto 'learning by doing'. Für Weiterbildung blieb während der Arbeitszeit keine Zeit. Das Angebot und die Möglichkeiten wurden mit der Zeit verbessert.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt war überdurchschnittlich. Rechnet man jedoch die vielen Überstunden und die fehlende Arbeitszeiterfassung mit ein, relativiert sich dieser Vorteil.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Kommt auf die Person an, vor allem das Sozialbewusstsein.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt innerhalb der Teams war bemerkenswert gut. Kolleg:innen unterstützten sich gegenseitig, auch in stressigen Phasen, und es herrschte oft ein offenes, hilfsbereites Miteinander innerhalb eines Teams. Dieser Rückhalt gleichte viele der strukturellen Schwächen zumindest im direkten Umfeld aus. Zwischen den Teams hingegen ist der Umgang distanzierter, und es kam häufiger zu Abgrenzung oder Spannungen, insbesondere wenn es um Verantwortlichkeiten geht.

Umgang mit älteren Kollegen

Kaum ältere Mitarbeitende im Unternehmen, ebenso wenige mit familiären Verpflichtungen. Die mangelnde Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben dürfte ein mitverantwortlicher Faktor gewesen sein.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten der Führungskräfte war stark personenabhängig und insgesamt unstrukturiert. Das Gründerteam trat widersprüchlich auf und Absprachen wurden nicht eingehalten. In Meetings kam es mitunter zu offenen Auseinandersetzungen und lautstarken Konflikten unter Vorgesetzten. Kündigungen erfolgten plötzlich und ohne Vorwarnung – auch außerhalb der Probezeit. Desto höher die Managementebene, desto ausgeprägter waren die Probleme. Gleichzeitig bemühten sich viele Führungskräfte auf mittlerer Ebene ehrlich, ihre Teams zu unterstützen und die negativen Auswirkungen abzufedern. Man gewann zunehmend den Eindruck, dass das Hauptziel darin bestand, das Unternehmen möglichst bald für einen Verkauf attraktiv zu machen. Auch wiederholt eingebrachtes, konstruktives Feedback aus dem Kollegium blieb folgenlos.

Arbeitsbedingungen

Es gab die Möglichkeit für bis zu 3 Tage im Homeoffice, weniger waren jedoch erwünscht. Die technische Ausstattung war sehr gut. Das Büro war meist überfüllt, laut und es war teilweise schwierig einen Arbeitsplatz zu finden. Meetings, Telefonate und Videokonferenzen (teils mit Kunden) fanden auch im Flur, dem Treppenhaus oder der Küche statt. Es fand mittlerweile ein Umzug in ein neues Büro statt.

Kommunikation

Kommunikation war insgesamt unausgewogen und wenig vertrauensbildend. Toxische Diskussionen im Alltag kontrastierten mit auffällig positiv formulierten Slack-Beiträgen, die wenig authentisch wirkten und Spannungen eher verdeckten als lösen.

Gleichberechtigung

Im Grundsatz vorhanden, aber nicht konsequent umgesetzt. Respektloses oder sexistisches Verhalten wurde nur dann sanktioniert, wenn die Person auch fachlich auffiel oder für Vorgesetzte problematisch wurde. Andernfalls blieb es bei lockeren Gesprächen, und Betroffene wurden gebeten, darüber hinwegzusehen.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben waren spannend und vielfältig. Man bekam tiefe Einblicke in komplexe Prozesse und lernte sehr schnell sehr viel. Eine Schonfrist für neue Mitarbeiter oder gründliches Onboarding war nicht vorgesehen. Es gab viele Möglichkeiten zur Mitgestaltung. Es gab sehr schnelle Aufgabenwechsel und damit schnell wechselnde Erwartungen.


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Arbeitgeber-Kommentar

HR-Team, HR
HR-TeamHR

Vielen Dank für dein wertvolles Feedback. Es ist uns sehr wichtig, da es uns hilft, uns kontinuierlich weiterzuentwickeln und zu verbessern. Wir schätzen deine offenen und ehrlichen Einblicke sehr.

Die Entwicklung und Ausbildung unserer Führungskräfte ist eine unserer zentralen Prioritäten. Als junges Unternehmen legen wir großen Wert darauf, ein starkes und motiviertes Team aufzubauen, und werden auch weiterhin intensiv daran arbeiten.

Es freut uns besonders zu hören, dass du den Zusammenhalt im Team so positiv wahrnimmst. Dieses Miteinander ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmenskultur.

Nochmals vielen Dank für dein Feedback.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.