Stark angefangen, stark nachgelassen
Gut am Arbeitgeber finde ich
- schönes und modernes Büro
- gute Arbeitsmaterialien
- schnelle Lern- und Aufstiegschancen
- man kann wirklich nette Kollegen kennenlernen
- regelmäßige Feierabendevents
- nette Benefits (Urban Sports, Deutschlandticket oder Fahrrad)
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- schlechte Kommunikation
- starke Cliquenbildung, teilweise kam man sich vor wie in der Highschool
- keine Arbeitszeiterfassung
- nicht kompensierte Überstunden
- keine klare Linie was Firmenkultur, Ziele oder Image angeht
Verbesserungsvorschläge
Bevor ihr weiterhin skaliert wäre es gut, wenn ihr euch überlegt wo ihr hinwollt. Baut die Firmenkultur weiter aus, stärkt das Miteinander in der Firma und nicht das Gegeneinander. Setzt klare Prozessabläufe und die Founder müssen auch lernen, dass sie eben nicht mehr alles bis ins letzte Detail mitbestimmen können. Das frustriert und verlangsamt alle Mitarbeitenden. Kommunikation miteinander, gerade zwischen der Führungsebene und den Teams muss verbessert werden, damit man eben keinen so starken Buschfunk hat.
Arbeitsatmosphäre
Angespannt, da alle Kollegen immer überarbeitet sind. Das Büro ist jedoch sehr modern und schön.
Image
Viele Patienten sind erstmal gegen Nelly. Schaut man sich die Kommentare auf dem Instagram-Account an, sieht man auch die Unzufriedenheit bei der Nutzung. Dagegen wird jedoch nicht so viel getan, weil es wichtiger ist neue Praxen als Kunden zu gewinnen.
Work-Life-Balance
Zwar gibt es die Möglichkeit auf Homeoffice, allerdings nur an 2 festen Tagen. Arbeitszeiterfassung gibt es nicht. Ebenso werden Überstunden erwartet, aber weder vergütet noch erfasst. In einigen Stellen kommt es oft vor, dass man für die Arbeit quer durch Deutschland reisen muss. Aufgrund der Überlastung fast aller Mitarbeitenden hat man jedoch nie eine realistische Chance einen Ausgleichstag zu nehmen. Ebenso war es nicht selten, dass man am Wochenende arbeiten musste, um eben nicht in Arbeit zu versinken.
Karriere/Weiterbildung
Die Nelly-Academy ist wirklich toll und bietet einen Einblick in verschiedenste Dinge. Leider kann man oft nur mit einem Ohr hinhören, weil man weiterhin Aufgaben erledigen muss. Weiterbildung ist nur in der Freizeit möglich. Man kann jedoch sehr schnell aufsteigen, wenn man eben genug Überstunden macht und sich komplett dem Job opfert. Das wird dann in den meisten Fällen auch belohnt.
Gehalt/Benefits
Man muss gut verhandeln können. Das Gehalt ist eigentlich ok, aber nur wenn man die unvergüteten Überstunden nicht mit einbezieht. Dann wird es schnell unterdurchschnittlich.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ursprünglich ging es mal darum Praxen wirklich Arbeit abzunehmen, aber mittlerweile geht es eher darum wie man den größtmöglichen Gewinn erzielt.
Kollegenzusammenhalt
Abhängig von der Abteilung. Oftmals bilden sich Grüppchen aus den Kollegen, die schon lange an Board sind und denen die neuer sind. Viele Kollegen schwärmen von früheren Zeiten, als noch nicht so viele Mitarbeitende dabei waren und alles besser war....
Umgang mit älteren Kollegen
Gibt es, wahrscheinlich aufgrund der schlechten Work-Life-Balance, nicht
Vorgesetztenverhalten
Kommt auf die Abteilung an, aber im großen und ganzen unprofessionell. Vorgesetzte prahlen damit, dass ihre Mitarbeitenden in Gesprächen anfangen zu weinen oder es wird hinterrücks mit den Kollegen über andere Teammitgliedern getratscht. Micromanagement und große "Schmipftiraden" bei kleineren Fehlern kommen ebenfalls oft vor.
Arbeitsbedingungen
Schönes Büro in Berlin Mitte. Man bekommt außerdem einen modernen Laptop und bei Bedarf ein Diensthandy. Durch den Umzug sind einzelne Dinge im Büro noch nicht vollständig ausgebaut, aber da wird sich drum gekümmert.
Kommunikation
In den Company Values liegt ein großer Fokus auf Feedback und Kommunikation, aber in der Realität darf Kritik nur von oben kommen. Sobald man selbst etwas kritisiert, wird es einem fortlaufend immer negativ ausgelegt. Die Kommunikation ist sowohl innerhalb der Teams als auch in der gesamten Firma schwierig. So heißt es in der einen Woche XY machen wir so und in der darauffolgenden heißt es warum denn nicht alles anders angegangen wurde. Auch die Kommunikation, wenn Kollegen nicht mehr da waren, war seltsam. Es wurde einfach von einem Tag auf den anderen alles gelöscht. Vieles wurde einfach durch Buschfunk weitergegeben oder man erfährt Dinge, die einen selbst betreffen, durch andere Kollegen und nicht direkt vom Vorgesetzten.
Gleichberechtigung
Viele der mittleren Leitungspostionen werden von Kolleginnen eingenommen, darauf pocht das Unternehmen auch gern. Schaut man sich allerdings die höheren Positionen an, sieht man das dort hauptsächlich Männer zu sehen sind.
Interessante Aufgaben
Man muss sich für das Gesundheitswesen und dessen Digitalisierung begeistern können. Die Aufgaben kommen jedoch meist von oben herab und sind nicht groß gestaltbar.