Ihr Unternehmen?

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NEOZO 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Selbstbild hängt der Realität hinterher

2,8
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 im Bereich IT in Leverkusen gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

- Kollegenzusammenhalt
- Arbeiten in Bangkok (sehr außergewöhnlich)
- Internationalität

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

- C2-Struktur
- sehr schlechte Kommunikation
- fehlende Feedbackkultur

Verbesserungsvorschläge

- Mehr dem eigenen Selbstbild entsprechen

Arbeitsatmosphäre

Hohe Schnittmenge mit der unzureichenden Kommunikation. Beginnend mit unterschiedlichen Prioritäten von Projekten, entstanden selbst intern bereits kleine "Grabenkämpfe".
Vom Hauptstandort gibt es Vorbehalte gegen andere Standworte, die aber nie offen kommuniziert wurden, geschweige denn vermeintliche "Probleme" beseitigt, sondern kategorisch abgeschrieben oder ausgesessen.
Offene Ansprache von Problemen und Transparenz ist nicht erwünscht, sondern können und werden im Zweifel gegen einen verwendet oder gar angezweifelt. Auf der anderen Seite wird aber eigentlich genau der Austausch untereinander in kleineren Firmen-Events verlangt (diese seien nicht optional, auch wenn das nie kommuniziert wurde), aber abweichende Meinungen werden eher sanktioniert. Dies wird aber nicht angesprochen, sondern erfährt man höchstens "hintenrum" oder über den Flurfunk.
Die vermeintliche Flexibilität geht auch nur in eine Richtung: für das Unternehmen. Wenn jedoch von nicht ausgesprochenen Erwartungen abgewichen wird, ist das intolerabel. Hier besteht eine klassische C2-Kultur, obwohl man eigentlich innovativ, modern und alle auf Augenhöhe sein möchte, was an vielen Stellen dann kollidiert.

Image

Hier klafft das Selbstbild und die Realität sehr weit auseinander. Man sieht sich selbst als modernes, innovatives Unternehmen, welches mit flachen Hierarchien arbeitet und zielorientiert ist. Dahingegen steht das sehr konservative C2-Verhalten, die schlechte Feedback-Kultur und die hohe Fluktuationsrate (knapp 20% inkl. Kollegen in der Probezeit).
Man ist auch sehr überzeugt von der eigenen Qualität und glaubt es an vielen Stellen besser zu wissen, obwohl es dazu sehr konträre Meinungen gibt.

Work-Life-Balance

Es wird im Grunde ständige Erreichbarkeit verlangt. Man hat 3 Tage Homeoffice (in aller Regel), es ist der Karriere aber zuträglich, wenn man öfter da ist. Wichtig sind auch bei 3 Tagen die vollen 8 Stunden vor Ort zu sein. Mitarbeiter, welche das Büro zu "früh" verlassen, werden angemahnt. Home-Office wirkt damit stellenweise leider wie ein Benefit, der nicht (immer) voll ausgeschöpft werden kann.
Es zählt nicht die Qualität der Arbeit, sondern Anwesenheitspflicht. Insbesondere auch Überstunden werden honoriert. Ergo jemand, der volle Anwesenheit hat und damit präsent, eventuell aber qualitativ schlechtere Arbeitsergebnisse liefert und länger für dieselbe Menge braucht, ist höher angesehen, als jemand, der das in kürzer Zeit schafft und nicht die "Nähe" zu einem Standort/einem bestimmten Personenkreis sucht.

Karriere/Weiterbildung

Auf dem Papier werden unterschiedliche Förderungen in Aussicht gestellt, welche wohl auch bereits wahrgenommen worden sind. Aktive "Lernzeit" oder Ziele fehlen meiner Erfahrung nach jedoch leider, ähnlich zu den oben beschriebenen Zielen bzw. Erwartungen und deren Evaluierung in regelmäßigen Feedback-Runden.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt ist gut, der variable Anteil besteht aus einem Bonus je geleisteter Arbeitsstunde. Wirkt mittlerweile etwas antiquiert, moderne Unternehmen (beispielsweise Netflix etc.) haben sowas komplett gestrichen.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Faktisch nicht vorhanden. Die Büros sind so abgelegen, dass man diese eigentlich nur mit dem Auto in einer sinnvollen Zeit erreichen kann.
Kein Bewusstsein für das sinnvolle Zusammenlegen von Terminen: hier wird häufig auch für wenige Tage interkontinental-Flüge wahrgenommen.

Kollegenzusammenhalt

Größtenteils sehr gut! Auch von vielen hohen Entwicklerebenen (Principals) ist man am gemeinsamen Unternehmenserfolg orientiert. Man hilft sich untereinander, ist kurzfristig erreichbar und diskutiert zielorientiert. Stellenweise wurden aber vertrauliche Informationen oder Diskussionsinhalte an die Führungsebene durchgestochen, wodurch man sich zweimal überlegen sollte, wem man Informationen anvertraut.

Umgang mit älteren Kollegen

Junger Durchschnitt, aber die "älteren" Kollegen (maximal bis Ende 40) sind nicht weniger angesehen.

Vorgesetztenverhalten

Fällt zusammen mit der schlechten Kommunikation. Es werden keine Ziele und Erwartungen formuliert, es gibt keine Feedback Gespräche, in welchem die (nicht vorhandenen) Erwartungen evaluiert werden. Stellenweise wird auf Gespräche oder Gesprächsinhalte verwiesen, welche nicht stattgefunden haben (für die es auch keine Nachweise gab).
Leider gab es auch vor dem Kunden mindestens eine Situation, in welcher dieser sich im Anschluss sehr irritiert geäußert hat.

Arbeitsbedingungen

Gute Laptop-Ausstattung, bei vollem Büro sehr hohe Lautstärke, sodass viele Kollegen den ganzen Tag mit Noise-Cancelling-Kopfhörern arbeiten, um sich konzentrieren zu können.
Mindestens in einem Standort unzureichende Beleuchtung, da keine Deckenlampen vorhanden sind.

Kommunikation

Leider total unzureichend. Insbesondere zwischen verschiedenen Standorten wurde es nicht geschafft, eine vernünftige Kommunikationskultur/-strecke zu erschaffen - wohlgemerkt auf Unternehmensebene. Direkte Kollegen untereinander haben das selbstständig mit einem "Griff zum Hörer" geklärt. Fast alle Dinge müssen erfragt werden oder erfährt man über den Flurfunk. Wer nicht aktiv die Nähe zum Hauptstandort gesucht hat, war kategorisch außen vor. Die versprochenen "kurzen" Strecken persönlich oder mit einem Anruf fanden nicht statt. Stattdessen wurden von höheren Führungsebenen Gruppenchats aufgemacht, starke Kritik (selbst über Einzelpersonen vor der Gruppe) oder Bedenken geäußert und auf Klärungsversuche hin die Kommunikation wieder abgewürgt mit "man wolle jetzt hier keine Diskussion".
Probleme werden nicht offen angesprochen, sondern leider von manchen Personenkreisen hinterrücks zerrissen.
Leider kam es auch mehr als einmal vor, dass in der Küche über "zu feuernde" Kollegen (insbesondere die thailändischen Kollegen) sehr gut vernehmbar geredet wurde.

Gleichberechtigung

Schwer zu bewerten, da eine sehr geringe Frauenquote besteht (IT-Umfeld typisch).

Interessante Aufgaben

Teils, teils - es ist im Grunde Standard Projektgeschäft. Dadurch, dass man zu nahezu 100% für einen deutschen Logistik-Konzern arbeitet, ist man mit allen Vor- und Nachteilen im Konzerngeschäft tätigt. Dies geht einher mit der Betreuung der typischen Alt-Systeme inklusive Spaghetti-Code, aber auch mit innovativeren Neuentwicklungen und -ablösung der Alt-Systeme.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.