Mehr Schein als sein
Verbesserungsvorschläge
Kommunikation bündeln, klare und realistische Ziele setzen. Führungskräfte sichtbarer auf der Fläche, Aufgaben fair verteilen. Mentorenprogramm und bessere Einarbeitung für neue Kolleg:innen. Faire Bezahlung über Mindestlohn und Anerkennung für Mehrarbeit. Klare Karrierepfade und transparente Beförderungen. Flexiblere Arbeitszeiten und mehr Personal zur Entlastung. Investitionen stärker in Mitarbeitende statt nur in Marketing.
Kommunikation
Die Kommunikation war sehr umfangreich, jedoch oft unnötig und überladen. Tägliche Rundmails mit Zahlen sorgten für permanenten Druck, zusätzlich wurden unrealistische, kurzfristig festgelegte Ziele kommuniziert, die kaum erreichbar waren.
Kollegenzusammenhalt
Anfangs hielt das Team wie auf einem sinkenden Schiff zusammen. Nachdem jedoch die erste Person gekündigt hatte, folgten viele weitere. Am Ende bestand das Team fast nur noch aus neuen studentischen Kräften und einer Mitarbeiterin, die selbst erst seit sechs Monaten im Unternehmen war und alle einarbeiten musste.
Work-Life-Balance
Trotz einer 40-Stunden-Woche war die Belastung sehr hoch, eine echte Work-Life-Balance gab es kaum. Strikte Vorgaben ließen wenig Spielraum, Flexibilität war insbesondere bei personeller Unterbesetzung praktisch nicht möglich. Führungskräfte waren im Arbeitsalltag wenig präsent.
Vorgesetztenverhalten
Die Teamleitung war kaum präsent, versteckte sich überwiegend im Büro und ließ Mitarbeitende stundenlang allein auf der Fläche. Trotz Teilzeitstelle wurde keine echte Führungsverantwortung übernommen. Gleichzeitig mussten wir zahlreiche Aufgaben der Vorgesetzten erledigen – bei Bezahlung auf Mindestlohnniveau. Versprochene Aufstiegsmöglichkeiten wurden systematisch hinausgezögert, offene Stellen nie besetzt und engagierte Mitarbeitende hingehalten.
Umgang mit älteren Kollegen
Erfahrene, langjährige Kolleg:innen gab es kaum noch – sie hatten das Unternehmen größtenteils verlassen, weil ihnen die Situation zu absurd und frustrierend wurde.
Gehalt/Sozialleistungen
Zwar gab es einige Benefits, diese konnten das unterirdische Gehalt jedoch nicht ausgleichen. Für einen körperlich wie mental extrem fordernden Job gab es lediglich Mindestlohn. Gleichzeitig musste man mangels Personal sowohl als Lagerist als auch faktisch in Führungsfunktion arbeiten – ohne entsprechende Bezahlung oder Anerkennung.
Image
Das interne Image verschlechterte sich zunehmend. Während enorme Summen für prominente Werbegesichter ausgegeben wurden, hieß es intern regelmäßig, für Mitarbeitende sei angeblich kein Budget vorhanden.
Karriere/Weiterbildung
Karrierechancen gab es praktisch nicht. Mitarbeitende wurden hingehalten, bis sie selbst kündigten – dann wurden sie durch studentische Aushilfen ersetzt.


