Zu viel Ungenutztes Potential
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Führungskultur in diesem Unternehmen ist stark autoritär geprägt. Obwohl betont wird, dass offene Kommunikation erwünscht sei, hatte dies in der Praxis oft negative Konsequenzen für Mitarbeitende. Kritik oder ehrliche Rückmeldungen wurden nicht selten so ausgelegt, als hätte man keine Motivation oder wolle dem Unternehmen schaden.
Die Arbeitszeitgestaltung war in vielen Fällen undurchsichtig. Bestimmte Tätigkeiten wurden als Möglichkeit zur persönlichen Weiterentwicklung dargestellt, fanden aber außerhalb der regulären Arbeitszeit statt und wurden nicht als Arbeitszeit anerkannt. Besonders für Lehrlinge war dies problematisch, da von ihnen erwartet wurde, Aufgaben eigenständig zu meistern, selbst wenn sie nicht umfassend eingewiesen wurden. Fehler wurden hart sanktioniert, während Lob oder Unterstützung selten waren.
Der Umgang mit Mitarbeitenden war teilweise von starken Stimmungsschwankungen geprägt, und kurzfristige, impulsive Entscheidungen führten dazu, dass talentierte Mitarbeitende plötzlich zurückgestuft oder sogar entlassen wurden. Versprechungen und mündliche Zusagen wurden oft nicht eingehalten, was das Vertrauen innerhalb des Teams erschwerte.
Kritik wird in diesem Unternehmen nicht nur nicht toleriert, sondern aktiv unterdrückt. Anstatt sich mit ehrlichem Feedback auseinanderzusetzen und Probleme zu lösen, wird versucht, negative Berichterstattung im Nachhinein aus dem Weg zu räumen. Dies zeigt sich auch daran, dass diese Bewertung nach fast einem Jahr entfernt wurde, weil das Unternehmen bestimmte Passagen als 'unwahr' gemeldet hat – trotz der Tatsache, dass mehrere ehemalige Mitarbeitende die Inhalte bestätigen können. Statt Transparenz und Reflexion wird also versucht, Kritik auszublenden, anstatt Missstände zu verbessern. Wer hier arbeitet, sollte sich bewusst sein, dass offenes Feedback nicht erwünscht ist und Konsequenzen haben kann.
Verbesserungsvorschläge
Für die Zukunft sollte man sich von Grund auf ein anderes Konzept überlegen und auch den Umgang mit den Mitarbeitern. Wenn angeblich alle etwas falsch machen, sollte man sich zuerst an die eigene Nase fassen. Es ist doch nicht zu übersehen, dass man eventuell etwas falsch macht, wenn alle 5 Jahre die Mitarbeiter wechseln. Vielleicht sollte man da mal einen Denkanstoß geben und mit den Leuten arbeiten und nicht gegen die Leute.
Arbeitsatmosphäre
Das allgemeine Arbeitsklima im Team war immer gut, aber der Umgang mit dem Geschäftsführer kann sehr schwierig sein. Es werden immer wieder veraltete Prinzipien durchgesetzt, die einfach nicht in die heutige Zeit passen. Es wird einem oft das Wort im Mund herumgedreht und man wird auch extrem klein gehalten.
Kommunikation
Die Kommunikation ist unglaublich schlecht. Ein Gespräch mit der Geschäftsleitung ist schwierig, ohne dass man wie ein dummer dasteht.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kollegen war immer gut und der einzige Grund, warum das Team so lange durchgehalten hat, jetzt bricht er langsam auseinander.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance war für mich in Ordnung, solange ich mich an bestehende Abläufe gehalten habe. Ich hatte jedoch den Eindruck, dass für Mitarbeitende, die beruflich aufsteigen wollten, gewisse unausgesprochene Erwartungen bestanden. Besonders in Bezug auf zusätzlichen Einsatz außerhalb der regulären Arbeitszeiten fühlte es sich für mich so an, als wäre es notwendig, diesen Mehraufwand zu leisten, um im Unternehmen Anerkennung zu erhalten oder als engagiert wahrgenommen zu werden. Diese Erwartung wurde für mich persönlich nie klar geregelt oder offiziell besprochen, aber die allgemeine Arbeitskultur vermittelte mir dieses Gefühl.
Vorgesetztenverhalten
Die ersten Vorgesetzten waren nie so das große Problem, obwohl auch da viel gegen die Wand gefahren wurde, weil die auch viel zu viel Druck von oben bekommen haben und sich nicht richtig entfalten konnten.
Interessante Aufgaben
Die ganze Thematik war doch interessant, es gab gute Aufgaben und viele Aufgaben. Man lernt auf jeden Fall etwas in diesem Betrieb.
Gleichberechtigung
Auffällig war, dass M1itarbeitende, die keine Kritik äußerten und sich strikt an die internen Vorgaben hielten, eher bevorzugt wurden.