Strategische Fehlentscheidungen werden auf dem Rücken der Belegschaft ausgetragen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Kantine am Standort Ellwangen ist sehr gut
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Image (das sich eigentlich leicht verbessern lassen würde), es soll viel zu viel gleichzeitig passieren. Ich würde mich derzeit nicht wieder bewerben.
Verbesserungsvorschläge
Es wird versucht jedem Kunden alles über Sonderlösungen recht zu machen. Wenn man effizient, schnell und agil sein will, ist die Schaffung von noch mehr Komplexität kontraproduktiv.
Projekte sollten der Reihe nach sauber abgearbeitet werden. Der Versuch alles gleichzeitig zu machen wird früher oder später nach hinten losgehen. Das Management sollte mehr auf die Mitarbeiter hören. Vielleicht ist auch der Aufischtsrat ein Problem, irgendwo weiter oben scheint in jedem Fall nicht das anzukommen, was unten regelmäßig kritisiert wird.
Arbeitsatmosphäre
Sehr nette Kollegen, die sich in der Regel gut miteinander verstehen.
Kommunikation
Manche Informationen erfährt man eher zufällig in Gesprächen oder durch Nachfragen. Das ist oft nicht böswillig, weil eine hohe Arbeitsbelastung in vielen Bereichen herrscht. Dennoch erscheinen viele Entscheidungen von höheren Führungsebenen nur auf den ersten Blick sinnvoll und die Mitarbeiter in den unteren Ebenen müssen damit zurechtkommen. Hier gibt es Verbesserungsbedarf.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt im Team ist sehr gut. Unter den Teams gibt es teilweise "Grabenkämpfe", es herrscht viel Silodenken.
Work-Life-Balance
Flexible Arbeitszeit und Home-Office sind möglich. Urlaub kann, außer bei Terminen, fast immer genommen werden.
Vorgesetztenverhalten
Auf Teamleiterebene wenig Anlass zur Kritik, weiter "oben" lässt sich darüber streiten ob Entscheidungen immer fundiert und nachvollziehbar getroffen werden. Der Versuch der Einflussnahme auf einzelne Bewertungen dieser Plattform zeigt, dass grundlegende Dinge bei einzelnen Personen nicht verstanden werden. Statt die Problematiken anzugehen, werden nur die Symptome bekämpft, nicht aber die Ursache. Das ist sehr schade, weil es nichts verbessert.
Interessante Aufgaben
Interessant ist es definitiv, langweilig wird es nicht.
Es besteht gewisser Gestaltungsspielraum und man kann mit seinem Vorgesetzten über die Tätigkeitsschwerpunkte reden. Leider wechseln die Themen viel zu schnell, da ständig Projekte für andere dringende Themen liegen gelassen werden müssen. Es fehlt an Struktur.
Gleichberechtigung
Durch das Konzern-Umfeld der EnBW ist nahezu alles bis ins Detail geregelt. Teilweise sehr bürokratisch, aber immerhin gerecht!
Auf persönlicher Ebene werden aber manchmal Entscheidungen getroffen die für außenstehende nicht nachvollziehbar erscheinen.
Umgang mit älteren Kollegen
Es werden Mitarbeiter jeden Alters eingestellt, das ist das einzig positive was man hier schreiben kann. Auf langjährig tätige Personen mit Erfahrung wird oftmals nicht gehört und die Meinung von Kollegen die seit Jahren bestehende Probleme aufzeigen wird ignoriert, die Themen nicht angegangen.
Wenn man zu offen und ehrlich ist, läuft man Gefahr dadurch Konsequenzen zu erfahren. Offenes Feedback erhält man nur selten, so dass es besser ist sich ausschließlich sehr politisch auszudrücken oder am besten gleich nichts zu sagen. Das führt zu einer Umgebung des Schweigens und der Unzufriedenheit. Das Management fordert zwar immer zu offenem Feedback auf, aber erweckt nicht den Eindruck als ob man dieses wirklich hören möchte.
Arbeitsbedingungen
Die Besprechungsräume sind gut und nach Konzernstandard ausgestattet. Ellwangen hat einen Neubau bekommen und in Stuttgart gibt es auch neue Büros.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es gibt viele Regeln nach Konzernstandard zum Umweltschutz.
Ob es sinnvoll und umweltfreundlich ist, Bildschirme in Aufenthaltsbereichen aufzuhängen, die den ganzen Tag nur ein kurzes Video in Dauerschleife zeigen, ist eine andere Sache.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt kommt immer pünktlich und es gibt die Möglichkeit einer betrieblichen Altersvorsorge mit AG-Zuschuss.
Nun zum aber: Das Gehalt kann in den nächsten Jahren nicht mehr mit anderen Firmen in der Region (und überhaupt?) mithalten, da die Erfolgsbeteiligung für die nächsten Jahre ausgesetzt wurde, was eine ordentliche Einbuße bedeutet. Mit der Aussetzung werden Symptome statt Ursachen von Fehlentscheidungen des Managements angegangen und auf dem Rücken der "einfachen" Belegschaft ausgetragen. Das ist im Bezug auf die Motivation ein fatales Signal. Einige aus meinem Team denken daher seit Verkündung der Aussetzung offen über einen Wechsel nach. Das ist schade, da es menschlich ansonsten gut harmoniert.
Image
Die Netcom wird hier einem ISP voll und ganz gerecht. Die Google-Bewertungen der Kunden sprechen für sich.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungsmaßnahmen werden gemäß Tarifvertrag gefördert, es gibt bezahlten Sonderurlaub, Bildungszeit, Kostenübernahme (bis zu 80%).
Coachings und Schulungen gibt es von Unternehmen aus nicht wirklich, außer man sucht sich privat etwas und versucht es über die beschriebenen Maßnahmen gefördert zu bekommen.
Im Zuge von Organisationsänderungen wurde die Möglichkeit geschaffen, dass die eigenen Mitarbeiter aufsteigen und Führungsaufgaben übernehmen dürfen. Hier wurden und werden langjährige und erfahrene Mitarbeiter teilweise übergangen, was sehr schade ist. Ich kenne viele die daher keine langfristige Zukunft im Unternehmen sehen.