Klassische Konzern Unterbezahlung ohne Aufstiegschancen
Gut am Arbeitgeber finde ich
• Firmenwagen wurde gestellt.
• Home-Office war problemlos möglich.
• Vertrauensarbeitszeit und insgesamt niedrige Arbeitsauslastung (für manche Lebensphasen ein Plus).
• Direkter Teamleiter: kollegial, fair, menschlich – fachlich und im Umgang wirklich positiv hervorzuheben.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
• Deutlicher Kultur- und Qualitätsverlust nach Investoreneinstieg: Anfangs sehr gutes Umfeld, danach ging es konsequent bergab.
• Downgrade bei Tools: Funktionierende, gute Tools wurden durch deutlich schlechtere ersetzt, die nicht alles abdecken – spürbare Verschlechterung im Alltag.
• Gestrichene Benefits und nicht eingehaltene Gehaltszusagen. Nach mehrmaligem Nachfragen gab es sinngemäß eher Abwiegeln statt Klarheit.
• Sehr niedrige Gehälter und kaum realistische monetäre Perspektive. Bestandsmitarbeiter (inkl. Leistungsträger) werden niedrig gehalten, während Neueinstellungen teils deutlich höher einsteigen – das erzeugt Frust und führt zur Abwanderung.
• Wenig echte Entwicklungsmöglichkeiten: formale „Entwicklungs“-Rhetorik, aber kaum tatsächlicher Fortschritt oder Förderung.
• Silo-Struktur trotz Dachmarke: Viele Zukäufe, aber ohne echte strukturelle Integration. Firmen agieren weiterhin getrennt, es kommt zu Konflikten, teilweise wird gegeneinander gearbeitet.
• Langsame Entscheidungen & geringe Agilität: Neue Technologien oder Veränderungen dauern Monate statt Wochen. Wirkt in Teilen schwerfällig und bürokratisch.
• Wissensverlust durch Abgänge: Mit dem Weggang von Leistungsträgern fehlen erfahrene Kollegen, die Wissen weitergeben – dadurch sinkt die fachliche Tiefe im Team spürbar.
Verbesserungsvorschläge
• Tools & Prozesse: Toolwechsel sollten nur passieren, wenn das neue System die bisherigen Funktionen vollständig abdeckt. Sonst entsteht Produktivitätsverlust und Frust. Vorher sauber evaluieren, Pilotgruppen einbinden und den Rollout professionell begleiten.
• Vergütung & Fairness: Gehaltsversprechen müssen eingehalten werden – oder es braucht transparente Gründe und einen verbindlichen Plan. Zusätzlich sollten Bestandsmitarbeiter regelmäßig marktgerecht angepasst werden, um Leistungsträger zu halten.
• Karriere & Entwicklung: „Weiterentwicklung auf dem Papier“ bringt niemanden weiter. Es braucht echte Laufbahnmodelle, Budgets/Zeit für Weiterbildung und klar definierte Senior-Rollen, die Wissen aktiv aufbauen und teilen.
• Integration nach Zukäufen: Wenn Firmen unter einem Dach laufen, müssen Strukturen, Zuständigkeiten und Zusammenarbeit wirklich integriert werden. Sonst entstehen Silos, interne Konflikte und ineffiziente Doppelarbeit.
• Technologische Modernisierung: Technologieentscheidungen sollten schneller und pragmatischer getroffen werden. Weniger Behörden-Mindset, mehr Verantwortung in Teams, klare Entscheidungswege und realistische Modernisierungs-Roadmap.
Arbeitsatmosphäre
Vorgesetzte und Kollegen TOP. Unternehmensweg fragwürdig.
Kommunikation
Es wird viel kommuniziert, hauptsächlich aber nur unwichtige Dinge. Die wichtigen Dinge kommen nicht zur Sprache.
Kollegenzusammenhalt
Die Kollegen waren immer Fair und auf Augenhöhe
Work-Life-Balance
Homeoffice und Vertrauensarbeitszeit
Vorgesetztenverhalten
Vorgesetztenverhalten war bis auf wenige Ausnahmen immer gut
Interessante Aufgaben
Leider wenig interessante Aufgaben. Das liegt zum einen an der Auftragslage und zum anderen daran, dass die Firma technisch selbst überhaupt gar nicht am Puls der Zeit ist.
Gehalt/Benefits
Man wurde systematisch ausgenutzt während andere für weniger Arbeit in gleicher Position über 30.000€ mehr Gehalt erhalten haben. Eine Anpassung stand nicht zur Diskussion. Klassische Aussagen waren "Kein Budget" oder "So viel können wir nicht erhöhen". Dabei war die Forderung immer noch mehr als 25.000€ unter den Kollegen.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildung ging es nur auf dem Papier. Weder monetär noch fachlich tut sich da viel.
