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Bewertung

Mangelnde Wertschätzung, fragwürdiges Führungsverhalten – Kündigung aus persönlichen Gründen getarnt als betriebsbedingt

1,8
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2020 im Bereich Administration / Verwaltung in Nürnberg gearbeitet.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

… dass die Geschäftsführung und Führungskräfte zwar ein junges, modernes Image nach außen pflegen, aber intern kaum echte Führungskompetenz zeigen. Statt Wertschätzung für alle Mitarbeiter zu gewährleisten, wird besonders den Verwaltungs- und unterstützenden Bereichen wenig Beachtung geschenkt. Die Kommunikation ist intransparent und Konflikte innerhalb des Teams werden ignoriert, anstatt aktiv angegangen zu werden.
Leider muss ich meine Zeit bei diesem Arbeitgeber sehr negativ bewerten. Trotz durchgehend sehr guter Arbeitsleistung, Flexibilität und hoher Einsatzbereitschaft – inklusive der Übernahme zusätzlicher Aufgaben in Krisenzeiten – wurde ich als alleinerziehende Mutter kurz vor Weihnachten betriebsbedingt gekündigt. Tatsächlich war die Kündigung aus meiner Sicht rein persönlich motiviert, da mein neuer Vorgesetzter mit mir offensichtlich nicht zurechtkam. Während vier vorherige Vorgesetzte meine Arbeit stets schätzten, begann mit dem neuen Abteilungsleiter eine Phase der Unsicherheit und Demontage, die in meiner Entlassung gipfelte.
Teamkonflikte wurden von der Geschäftsführung ignoriert, und es fand nie ein klärendes Gespräch statt, obwohl es massive Unruhen gab.
Das soziale Feingefühl war gleich null: Ich wurde zwei Tage vor der Weihnachtsfeier ohne Abschiedsmöglichkeit aus dem Unternehmen begleitet. Die betriebsbedingte Kündigung wirkte vorgeschoben, zumal in derselben Zeit neue Mitarbeiter eingestellt und eine neue Niederlassung eröffnet wurden. Eine Sozialauswahl hat nicht stattgefunden. Wäre ich rechtsschutzversichert gewesen und hätte mir einen Anwalt leisten können, wäre diese Kündigung meiner Einschätzung nach vor Gericht nicht haltbar gewesen. Stattdessen wurde mir eine Abfindung nur dann angeboten, wenn ich einen Aufhebungsvertrag unterzeichne – was angesichts der drohenden 12-wöchigen Sperrzeit durch das Arbeitsamt meinen wirtschaftlichen Ruin bedeutet hätte.
Sozial geht anders. Insgesamt ein Arbeitgeber, der nur den Profit im Blick hat und soziale Verantwortung bestenfalls auf dem Papier kennt.

Verbesserungsvorschläge

Verbesserungsvorschläge:

Führungsqualität stärken: Setzen Sie auf echte Führungskompetenz statt auf Blender mit schönen Worten. Schulungen sollten den Fokus auf Wertschätzung, Teamführung und Konfliktlösung legen, nicht darauf, Mitarbeiter kleinzuhalten oder Gehaltsforderungen abzuwehren.

Wertschätzung für alle Bereiche: Anerkennen Sie die Leistungen aller Mitarbeiter, nicht nur derer, die direkt Umsatz generieren. Verwaltung, Support und andere interne Dienste sind genauso essenziell für den Unternehmenserfolg.

Transparente Kommunikation: Etablieren Sie eine offene Kommunikationskultur, in der Probleme frühzeitig angesprochen und ernst genommen werden. Regelmäßige, ehrliche Team- und Feedbackgespräche wären ein Anfang.

Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten schaffen: Motivieren Sie Mitarbeiter, indem Sie ihnen echte Perspektiven bieten. Interne Weiterentwicklungsmöglichkeiten sollten gefördert statt blockiert werden.

Sozialverantwortung zeigen: Gehen Sie respektvoll mit den Lebenssituationen Ihrer Mitarbeiter um (z.B. Alleinerziehende) und treffen Sie Personalentscheidungen nicht nach dem „Nasenfaktor“, sondern auf Basis fairer, transparenter Kriterien.

Image und Realität in Einklang bringen: Arbeiten Sie daran, dass das gute Image auch intern gelebt wird – nur so entsteht nachhaltige Mitarbeiterbindung und ein wirklich starkes Team.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre leidet unter mangelnder Wertschätzung und fehlender Unterstützung seitens der Führungskräfte. Während der Kollegenzusammenhalt gut ist und man sich aufeinander verlassen kann, wird die Arbeitsatmosphäre durch die Führungsebene negativ beeinflusst. Unklare Kommunikation und die Missachtung von Problemen innerhalb des Teams sorgen für ein belastendes Umfeld. Konflikte werden nicht proaktiv angegangen, sondern eher ignoriert, was zu Spannungen und Frustration führt.
Die Atmosphäre wird zusätzlich durch die fehlende Perspektive und die mangelnden Entwicklungsmöglichkeiten für Mitarbeiter getrübt. Insgesamt könnte das Betriebsklima erheblich verbessert werden, wenn die Geschäftsführung und Führungskräfte mehr auf die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter eingehen und echte Unterstützung bieten würden.

Image

Image: Mehr Schein als Sein.
Nach außen gibt sich das Unternehmen jung, freundlich und „hip“ – viele Feste, Events und ein lockeres Auftreten. Doch hinter dieser Fassade steckt wenig Substanz. Das schöne Image kann die internen Probleme nicht kaschieren: mangelhafte Führung, fehlende Wertschätzung und ein Umfeld, das eher Demotivation fördert als Engagement belohnt. Ein klassischer Fall von schöner Verpackung mit enttäuschendem Inhalt.

Karriere/Weiterbildung

Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten sind offensichtlich nicht erwünscht. In Mitarbeitergesprächen wurde – wie ich selbst erlebt habe und auch von Kollegen weiß – oft gesagt: „Du machst das, wofür du eingestellt wurdest.“ Weiterentwicklung innerhalb des Unternehmens? Fehlanzeige. Ob das Teil der Führungskräfteseminare ist, bleibt reine Spekulation, aber das Muster ist auffällig.

Kollegenzusammenhalt

Der einzige Lichtblick in diesem Unternehmen ist der außergewöhnlich starke Zusammenhalt unter den Kollegen. Egal wie groß der Druck oder die Herausforderungen waren – man konnte sich immer aufeinander verlassen. Das Team hat zusammengehalten und sich gegenseitig unterstützt, was den Arbeitsalltag erträglich gemacht hat. Ohne diesen starken Zusammenhalt wäre die Fluktuation mit Sicherheit noch deutlich höher.

Vorgesetztenverhalten

Mein letzter Vorgesetzter war ein Blender, der vor allem mit Buzzwords glänzen wollte, aber inhaltlich wenig Substanz zeigte. Führungsqualitäten? Gleich null. Stattdessen wurde gelogen, Kollegen gegeneinander ausgespielt und Aufgaben ans Team abgegeben, für die er selbst verantwortlich war. Ein klassisches Beispiel für jemanden, der nach unten tritt, um sich Raum zu verschaffen, während er sein eigenes Unvermögen vertuscht. Besonders enttäuschend war, dass die Geschäftsführung dieses Verhalten nicht nur duldete, sondern schützte. Statt einzugreifen, wurden langjährige, engagierte Mitarbeiter vergrault oder entlassen, nur um die eigene Fehlentscheidung bei der Besetzung der Führungsposition nicht eingestehen zu müssen. Alles in allem: massive Ego-Probleme statt echter Führungsqualitäten.

Arbeitsbedingungen

Arbeitsbedingungen: Gut, aber kein Ausgleich für die Missstände.
Die Arbeitsplätze sind modern und gut ausgestattet, es gibt einige Benefits und die Möglichkeit zum Homeoffice. Das sind durchaus Pluspunkte. Allerdings kann all das nicht darüber hinwegtäuschen, dass die grundlegenden Probleme – wie mangelnde Wertschätzung, schwache Führung und ein schlechtes Betriebsklima – die positiven Aspekte deutlich überschatten.

Kommunikation

Die Geschäftsführung glänzt durch Intransparenz und fehlendes Einfühlungsvermögen. Es gibt keine offenen Gespräche bei Problemen – auch massive Unruhen im Team wurden ignoriert. Besonders absurd: Führungskräfte nehmen regelmäßig an Seminaren teil, die eher den Eindruck vermitteln, dass dort vor allem Techniken gelehrt werden, wie man Mitarbeiter klein hält und Gehaltsforderungen konsequent abschmettert. Wertschätzende oder konstruktive Kommunikation? Fehlanzeige.

Gehalt/Benefits

Gehalt/Sozialleistungen & Karriere/Weiterbildung: Unterdurchschnittlich und perspektivlos.
Das Gehaltsgefüge wird bewusst niedrig gehalten. Interessanterweise haben sich fast alle ausgeschiedenen Mitarbeiter finanziell und beruflich stark verbessert, was viel über die Vergütung hier aussagt.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung: Ungenügend.
Gleichberechtigung wird hier nicht im Sinne von Geschlechtergerechtigkeit zum Thema, sondern im Hinblick auf die Position im Unternehmen. Vertriebler und Führungskräfte werden hofiert und als wertvoll angesehen, alle anderen – vor allem Verwaltung und unterstützende Bereiche – gelten als unnötiger Ballast, der nur Kosten verursacht. Wertschätzung oder faire Behandlung je nach Rolle? Fehlanzeige. Das spiegelt sich auch in der Aussage einer Führungskraft gegenüber einer Verwaltungsmitarbeiterin wider: „Ihr seid dafür da, dass es den Mitarbeitern, die hier das Geld verdienen, gut geht.“ Deutlicher kann man die Geringschätzung wohl kaum ausdrücken.


Work-Life-Balance

Umwelt-/Sozialbewusstsein

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Arbeitgeber-Kommentar

Katharina Schmidt, Recruiter I People Growth
Katharina SchmidtRecruiter I People Growth

Liebe*r Ex-Kolleg*in,
vielen Dank für Dein Feedback.
Auch wenn wir Deine Darstellung nicht teilen, respektieren wir Deine Sichtweise.
Die Entscheidung zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses wurde aus nachvollziehbaren, unternehmensbezogenen Gründen getroffen und erfolgte unter fairen Bedingungen.
Wir wünschen Dir für Deine Zukunft alles Gute.

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