1 Bewertung von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
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Bereits im Bewerbungsgespräch wurden große Versprechungen gemacht und die Zusammenarbeit stark beschönigt dargestellt, unter anderem mit dem Argument, man solle sich als Balkanleute gegenseitig unterstützen. In der Praxis wurde davon kaum etwas eingehalten – im Gegenteil, dieses Vertrauen wurde ausgenutzt, um maximale Leistung herauszuholen, ohne diese entsprechend zu vergüten. Zusagen und Aussagen des Chefs änderten sich je nach Situation und Tagesform von einem Extrem ins andere, ohne nachvollziehbare Begründung. Die Kommunikation auf Führungsebene war insgesamt unprofessionell und unstrukturiert, eher vergleichbar mit einem informellen Feilschen als mit einer sachlichen geschäftlichen Ebene.
Klare Unternehmensstrukturen und Prozesse einführen, faire und pünktliche Bezahlung inklusive Überstunden und Wegezeiten sicherstellen, respektvollen Umgang mit allen Mitarbeitenden etablieren und Weiterbildung sowie fachliche Kompetenz aktiv fördern statt sie zu belächeln.
Die Atmosphäre war durchgehend angespannt und von Respektlosigkeit geprägt. Kritik oder Beschwerden seitens der Mitarbeitenden wurden nicht ernst genommen, sondern eher als Angriff aufgefasst.
Der Ruf und die öffentliche Wahrnehmung der Firma spiegeln die internen Zustände wider – eine strukturierte, professionelle Außendarstellung fehlt weitgehend.
Es wurde erwartet, ständig verfügbar zu sein und die Arbeitslast mehrerer Personen zu übernehmen. Feste Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit gab es kaum.
Weiterbildungsmöglichkeiten oder eine strukturierte Karriereentwicklung gab es praktisch nicht. Eigenes Engagement zur fachlichen Weiterentwicklung wurde nicht gefördert, sondern eher belächelt.
Die Bezahlung stand in keinem angemessenen Verhältnis zur tatsächlichen Arbeitsbelastung. Überstunden und ständige Erreichbarkeit auch außerhalb der regulären Arbeitszeit wurden stillschweigend erwartet, aber nicht vergütet. Auch Fahrzeiten zu Baustellen im Anschluss an einen vollen Arbeitstag, ohne Pause, wurden nicht als Arbeitszeit anerkannt oder entsprechend entlohnt.
Nachhaltigkeits- oder Sozialaspekte spielten im Arbeitsalltag praktisch keine Rolle.
Unter einem Teil der Kolleginnen und Kollegen herrschte echte Kollegialität und gegenseitige Unterstützung. Andere wiederum zeichneten sich vor allem durch Anpassung an die Führung aus, ohne selbst fachlich oder sprachlich qualifiziert zu sein – fehlende Deutsch- oder Fachkenntnisse wurden mit Ausreden kaschiert, statt sich weiterzubilden. Die Mehrarbeit landete dadurch regelmäßig bei denjenigen, die tatsächlich qualifiziert und erfahren waren.
Ein Teil der älteren Kolleginnen und Kollegen war sehr angenehm im Umgang – hilfsbereit, freundlich und mit echtem Teamgeist, auch bei eigenen Wissenslücken kein Vorwand für schlechtes Verhalten gegenüber anderen. Andere hingegen verfügten weder über ausreichende Fachkenntnisse (z. B. im Bereich Optik oder Projektmanagement) noch über die nötigen Sprachkenntnisse, um selbstständig zu arbeiten. Fehlendes Wissen wurde nicht als Anlass genommen, sich weiterzubilden, sondern eher belächelt und heruntergespielt – was den generellen Umgang mit fachlicher Kompetenz in der Firma gut widerspiegelt. Genau diese Personen widersetzten sich zudem am stärksten jeder Art von Struktur oder Verbesserung.
Der Führungsstil war von Respektlosigkeit geprägt – von Demütigungen bis hin zu Drohungen war alles dabei. Konstruktives Feedback oder eine sachliche Gesprächsebene gab es nicht, stattdessen wurde ständig mikrogemanagt und Druck ausgeübt.
Die Arbeitsbedingungen waren unzureichend, ohne klare Strukturen oder Prozesse.
Eine sachliche, professionelle Kommunikation mit der Führungsebene war praktisch nicht vorhanden. Anweisungen kamen unklar oder widersprüchlich, Feedback wurde oft in Form von Vorwürfen statt konstruktiver Kritik gegeben.
Es gab eine klare Bevorzugung derjenigen, die sich der Führung angepasst haben, unabhängig von tatsächlicher Leistung oder Qualifikation. Wer fachlich stark war, aber nicht "nach dem Mund redete", hatte es deutlich schwerer.
Die eigentlichen fachlichen Aufgaben und Tätigkeiten waren abwechslungsreich und interessant. Das war auch der einzige Grund, warum man trotz der schwierigen Rahmenbedingungen überhaupt motiviert bleiben konnte.