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netzeffekt 
GmbH
Bewertung

TopCompany6 Jahre

Tolle Hülle, enttäuschender Kern. Kultur der Bevorzugung statt echter Wertschätzung.

1,6
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 im Bereich Marketing / Produktmanagement in München gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Man muss nicht oft ins Office und ist recht flexibel in der Gestaltung des Arbeitstages.
Siebträgermaschine vorhanden
Kleinere Benefits, wie bspw. Events, grüner Monat, wellpass

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Extrem hohes Überlastungsrisiko und intransparentes Vitamin B verdrängen echte Wertschätzung und faires Miteinander.

Verbesserungsvorschläge

Es muss vor allem an der Chancengleichheit und Transparenz gearbeitet werden. Die Bevorzugung muss gestoppt werden, indem Gehaltserhöhungen, Beförderungen, Event-Besuche und co. an klare, für alle einsehbare Leistungskriterien gekoppelt werden. Ergänzend dazu braucht es echte Entwicklungsperspektiven, bei denen gemachte Zusagen bei erfüllten Kriterien auch verbindlich eingehalten werden. Zudem erfordern die Arbeitsbelastung und die Führungskultur ein dringendes Umdenken. Projekte müssen realistischer geplant werden, um die dauerhafte Überlastung der Belegschaft zu stoppen. Statt sich auf den Flurfunk zu verlassen oder Dinge schönzureden, sollte eine ehrliche und transparente Kommunikation etabliert werden. Nicht zuletzt muss echte Kritikfähigkeit bewiesen werden - negative Bewertungen durch Gegenbewertungen zu überspielen. Das konstruktive Feedback sollte als Chance für echte interne Veränderungen genutzt werden und schon gar nicht heruntergespielt werden.

Arbeitsatmosphäre

Die Stimmung hat sich spürbar verschlechtert und ist extrem angespannt. Die Leute werden regelrecht ausgenutzt - klassisch Agentur eben. Es gab im Umfeld bereits mehrere Fälle von schwerer Überlastung. Während manche nur ihre Zeit absitzen, leisten andere 200% und bekommen dafür keinerlei Wertschätzung. Seit zurückliegenden Lay-offs ist das Betriebsklima völlig im Keller.

Image

War früher einmal besser. Die Unruhe im Team hat in den letzten Jahren spürbar zugenommen und immer mehr Mitarbeitende äußern ihren Unmut. Statt offener Transparenz wird versucht, ein schönes Bild aufrechtzuerhalten. Intern leidet das Klima extrem unter Gerüchten und Flurfunk, auf deren Basis oft voreilige Schlüsse gezogen werden. Statt sich konstruktiv mit kritischem Feedback auseinanderzusetzen, entsteht der Eindruck, dass bei aufkommender Kritik gezielt gegengesteuert wird, indem plötzlich positive Bewertungen direkt danach erscheinen. Das entwertet die Glaubwürdigkeit nach außen.

Work-Life-Balance

Flexibilität ist grundsätzlich vorhanden, gerät jedoch schnell ins Wanken, wenn die Projektlast steigt und die Überlastung der Mitarbeitenden von den Führungskräften ignoriert wird und lieber noch mehr hinzukommt.

Karriere/Weiterbildung

Entwicklungsmöglichkeiten sind extrem zäh oder gar nicht vorhanden. Es gibt zwar formal festgelegte Kriterien, doch selbst bei Erfüllung wird man nur hingehalten. Ab dem Intermediate Level ist faktisch Schluss. Weiterbildungsangebote sind eine Seltenheit und begehrte Events wie z.B. OMR bleiben nur ausgewählten Lieblingen vorbehalten. Auch nach mehrmaligen Nachfragen bekommt man keine neuen Aufgaben oder Herausforderungen.

Gehalt/Benefits

Die Gehaltsstrukturen sind extrem intransparent und liegen im Branchenvergleich eher im unteren Bereich. Es gibt riesige Gehaltsunterschiede innerhalb derselben Karrierestufe. Vor allem neuere Mitarbeitende haben es schwer, eine faire Vergütung zu erhalten.
Wellpass ist der einzig gute Benefit. Das Deutschlandticket bekommt man nur wenn man 25 Tage im Monat im Office ist, Kolleg:innen die weiter weg wohnen erhalten dies nicht mal als "Ausgleich".

Kollegenzusammenhalt

Innerhalb des eigenen direkten Teams / Unit, gibt es oft sehr guten Zusammenhalt und Unterstützung bei hohem Workload- hier stehen die Leute hinter einem. Allerdings gibt es auch Ausnahmen: Manche Kolleg:innen rammen einem lieber das Messer in den Rücken oder teilen negatives Feedback unhöflich über öffentliche Kanäle, die jeder einsehen kann.

Vorgesetztenverhalten

Geprägt von Favoritismus. Passt man nicht ins Schema oder äußert Kritik, wird auch mal vor versammelter Mannschaft mit den Augen gerollt. Bei Problemen sucht die Führungsebene nicht das Gespräch, es wird eher alles gleich persönlich genommen. Auch bei Verabschiedungen ziehen sich Führungskräfte aus der Verantwortung und überlassen Wertschätzung oder Abschiedsreden komplett den Kolleg:innen. Vieles wird wie oben erwähnt sehr persönlich genommen, es herrscht hier sehr wenig Kritikfähigkeit.

Arbeitsbedingungen

Das Büro ist modern, gut gelegen und technisch gut ausgestattet. Die Regelung mit 15 Bürotagen pro Quartal bieten weitestgehend Flexibilität außer man ist länger im Urlaub, Krank oder hat sonstige wichtige Gründe. Dass man die fehlenden Tage nachholen muss, wenn man es aus verschiedenen Gründen nicht geschafft hat und ggf. vorher sogar angesprochen hat, ist unangebracht - da trudelt nämlich direkt nur unschöne Post ein.
Die Ergonomie am Arbeitsplatz könnte ebenfalls verbessert werden.

Kommunikation

In wöchentlichen Meetings wird versucht, Transparenz zu erbringen, was aber mehr Schein als Sein ist. Der Flurfunk funktioniert deutlich besser als die offizielle Kommunikation. Informationen aus der Führungsebene werden oft schöngeredet. Innerhalb kleiner Projektteams klappt der Austausch meist gut, abteilungsübergreifend fehlt es aber an Einbindung.

Gleichberechtigung

Vitamin B spielt die absolut größte Rolle. Man merkt wer die Lieblinge sind, denn diese bekommen regelmäßig Sonderbehandlungen und Privilegien, die bei anderen niemals toleriert werden würden. Wenn man einfach nur seine Arbeit gut macht, reicht dies scheinbar nicht aus.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben bleiben meist gleich und bieten wenig Abwechslung oder neue Herausforderungen. Man wird nicht wirklich gefördert und gefordert.


Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umgang mit älteren Kollegen

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Arbeitgeber-Kommentar

Susanne Jelacic, People Management
Susanne JelacicPeople Management

Vielen Dank für Dein ausführliches Feedback.
Kritik – auch negative – ist uns wichtig, denn nur so können wir uns als Arbeitgeber verbessern. Am meisten bringt sie aus unserer Sicht, wenn man miteinander ins Gespräch kommt. Neben den Führungskräften stehen dafür auch unser People-Team und die Geschäftsführung jederzeit zur Verfügung. Wir hätten uns gefreut, wenn Du diese Möglichkeit genutzt hättest, um Deine Kritikpunkte direkt anzusprechen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Einige Deiner Aussagen möchten wir gerne etwas einordnen, da sie aus unserer Sicht nicht ganz das Bild widerspiegeln, das wir von netzeffekt und unserem Miteinander haben.
Der Vorwurf, dass einzelne Mitarbeitende bevorzugt werden, wundert uns. Wir legen großen Wert auf einen fairen Umgang und nachvollziehbare Entscheidungen. So gibt es bei uns beispielsweise transparente Laufbahnpläne, in denen die Anforderungen für die jeweiligen Karrierestufen klar definiert sind. Beförderungen orientieren sich an diesen Kriterien sowie an der individuellen Leistung und Entwicklung. Allein in den vergangenen Monaten haben wir zahlreiche Kolleginnen und Kollegen auf Senior-Level befördert. Die Aussage, dass nach dem Intermediate-Level grundsätzlich keine Weiterentwicklung möglich sei, ist daher nicht korrekt.
Auch eine kleine sachliche Korrektur möchten wir vornehmen: Unser Zuschuss zum Deutschlandticket ist an 25 Bürotage pro Quartal geknüpft, nicht pro Monat.
Was uns ebenfalls wichtig ist: Jeder soll seine Erfahrungen mit netzeffekt offen teilen können, egal ob positiv oder negativ. Deshalb finden wir es schade, dass Du die positiven Erfahrungen anderer Kolleginnen und Kollegen offenbar infrage stellst. Unterschiedliche Wahrnehmungen und Erfahrungen gehören dazu und sollten auch nebeneinander stehen dürfen. Die positiven Bewertungen spiegeln die persönlichen Erfahrungen der jeweiligen Mitarbeitenden wider und sind nicht von uns gesteuert.
Natürlich läuft auch bei uns nicht immer alles perfekt. Themen wie Arbeitsbelastung, Kommunikation und persönliche Entwicklung beschäftigen uns und wir arbeiten daran, uns hier kontinuierlich zu verbessern. Gleichzeitig stehen wir hinter unserer Unternehmenskultur und vor allem hinter den vielen engagierten Kolleginnen und Kollegen, die netzeffekt ausmachen.
Wir wünschen Dir für Deinen weiteren beruflichen Weg alles Gute und hoffen, dass Du ein Arbeitsumfeld findest, in dem Du Dich wohlfühlst und Deine Vorstellungen verwirklichen kannst.

Viele Grüße,
Werner Kubitscheck
Managing Director

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.