Tolle Hülle, enttäuschender Kern. Kultur der Bevorzugung statt echter Wertschätzung.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Man muss nicht oft ins Office und ist recht flexibel in der Gestaltung des Arbeitstages.
Siebträgermaschine vorhanden
Kleinere Benefits, wie bspw. Events, grüner Monat, wellpass
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Extrem hohes Überlastungsrisiko und intransparentes Vitamin B verdrängen echte Wertschätzung und faires Miteinander.
Verbesserungsvorschläge
Es muss vor allem an der Chancengleichheit und Transparenz gearbeitet werden. Die Bevorzugung muss gestoppt werden, indem Gehaltserhöhungen, Beförderungen, Event-Besuche und co. an klare, für alle einsehbare Leistungskriterien gekoppelt werden. Ergänzend dazu braucht es echte Entwicklungsperspektiven, bei denen gemachte Zusagen bei erfüllten Kriterien auch verbindlich eingehalten werden. Zudem erfordern die Arbeitsbelastung und die Führungskultur ein dringendes Umdenken. Projekte müssen realistischer geplant werden, um die dauerhafte Überlastung der Belegschaft zu stoppen. Statt sich auf den Flurfunk zu verlassen oder Dinge schönzureden, sollte eine ehrliche und transparente Kommunikation etabliert werden. Nicht zuletzt muss echte Kritikfähigkeit bewiesen werden - negative Bewertungen durch Gegenbewertungen zu überspielen. Das konstruktive Feedback sollte als Chance für echte interne Veränderungen genutzt werden und schon gar nicht heruntergespielt werden.
Arbeitsatmosphäre
Die Stimmung hat sich spürbar verschlechtert und ist extrem angespannt. Die Leute werden regelrecht ausgenutzt - klassisch Agentur eben. Es gab im Umfeld bereits mehrere Fälle von schwerer Überlastung. Während manche nur ihre Zeit absitzen, leisten andere 200% und bekommen dafür keinerlei Wertschätzung. Seit zurückliegenden Lay-offs ist das Betriebsklima völlig im Keller.
Image
War früher einmal besser. Die Unruhe im Team hat in den letzten Jahren spürbar zugenommen und immer mehr Mitarbeitende äußern ihren Unmut. Statt offener Transparenz wird versucht, ein schönes Bild aufrechtzuerhalten. Intern leidet das Klima extrem unter Gerüchten und Flurfunk, auf deren Basis oft voreilige Schlüsse gezogen werden. Statt sich konstruktiv mit kritischem Feedback auseinanderzusetzen, entsteht der Eindruck, dass bei aufkommender Kritik gezielt gegengesteuert wird, indem plötzlich positive Bewertungen direkt danach erscheinen. Das entwertet die Glaubwürdigkeit nach außen.
Work-Life-Balance
Flexibilität ist grundsätzlich vorhanden, gerät jedoch schnell ins Wanken, wenn die Projektlast steigt und die Überlastung der Mitarbeitenden von den Führungskräften ignoriert wird und lieber noch mehr hinzukommt.
Karriere/Weiterbildung
Entwicklungsmöglichkeiten sind extrem zäh oder gar nicht vorhanden. Es gibt zwar formal festgelegte Kriterien, doch selbst bei Erfüllung wird man nur hingehalten. Ab dem Intermediate Level ist faktisch Schluss. Weiterbildungsangebote sind eine Seltenheit und begehrte Events wie z.B. OMR bleiben nur ausgewählten Lieblingen vorbehalten. Auch nach mehrmaligen Nachfragen bekommt man keine neuen Aufgaben oder Herausforderungen.
Gehalt/Benefits
Die Gehaltsstrukturen sind extrem intransparent und liegen im Branchenvergleich eher im unteren Bereich. Es gibt riesige Gehaltsunterschiede innerhalb derselben Karrierestufe. Vor allem neuere Mitarbeitende haben es schwer, eine faire Vergütung zu erhalten.
Wellpass ist der einzig gute Benefit. Das Deutschlandticket bekommt man nur wenn man 25 Tage im Monat im Office ist, Kolleg:innen die weiter weg wohnen erhalten dies nicht mal als "Ausgleich".
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb des eigenen direkten Teams / Unit, gibt es oft sehr guten Zusammenhalt und Unterstützung bei hohem Workload- hier stehen die Leute hinter einem. Allerdings gibt es auch Ausnahmen: Manche Kolleg:innen rammen einem lieber das Messer in den Rücken oder teilen negatives Feedback unhöflich über öffentliche Kanäle, die jeder einsehen kann.
Vorgesetztenverhalten
Geprägt von Favoritismus. Passt man nicht ins Schema oder äußert Kritik, wird auch mal vor versammelter Mannschaft mit den Augen gerollt. Bei Problemen sucht die Führungsebene nicht das Gespräch, es wird eher alles gleich persönlich genommen. Auch bei Verabschiedungen ziehen sich Führungskräfte aus der Verantwortung und überlassen Wertschätzung oder Abschiedsreden komplett den Kolleg:innen. Vieles wird wie oben erwähnt sehr persönlich genommen, es herrscht hier sehr wenig Kritikfähigkeit.
Arbeitsbedingungen
Das Büro ist modern, gut gelegen und technisch gut ausgestattet. Die Regelung mit 15 Bürotagen pro Quartal bieten weitestgehend Flexibilität außer man ist länger im Urlaub, Krank oder hat sonstige wichtige Gründe. Dass man die fehlenden Tage nachholen muss, wenn man es aus verschiedenen Gründen nicht geschafft hat und ggf. vorher sogar angesprochen hat, ist unangebracht - da trudelt nämlich direkt nur unschöne Post ein.
Die Ergonomie am Arbeitsplatz könnte ebenfalls verbessert werden.
Kommunikation
In wöchentlichen Meetings wird versucht, Transparenz zu erbringen, was aber mehr Schein als Sein ist. Der Flurfunk funktioniert deutlich besser als die offizielle Kommunikation. Informationen aus der Führungsebene werden oft schöngeredet. Innerhalb kleiner Projektteams klappt der Austausch meist gut, abteilungsübergreifend fehlt es aber an Einbindung.
Gleichberechtigung
Vitamin B spielt die absolut größte Rolle. Man merkt wer die Lieblinge sind, denn diese bekommen regelmäßig Sonderbehandlungen und Privilegien, die bei anderen niemals toleriert werden würden. Wenn man einfach nur seine Arbeit gut macht, reicht dies scheinbar nicht aus.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben bleiben meist gleich und bieten wenig Abwechslung oder neue Herausforderungen. Man wird nicht wirklich gefördert und gefordert.


