Schein und Sein
Gut am Arbeitgeber finde ich
Von vielen Kollegen kann man fachlich und persönlich viel lernen. Gleichzeitig habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass man im Arbeitsalltag bewusst auswählen muss, mit wem man welche Themen teilt, da nicht jede Kommunikation immer vertraulich behandelt wurde.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Der Kasten ist leider zu klein für alle Punkte. Zusammengefasst: Zwischen der Außendarstellung und der internen Realität gibt es aus meiner Sicht einige Unterschiede.
Verbesserungsvorschläge
Ein Unternehmen sollte sich fragen, ob es die richtigen Menschen verliert oder ob es an den richtigen Stellen Veränderungen vornehmen müsste. Gute Mitarbeitende zu ersetzen ist oft einfacher, als schlechte Führung zu hinterfragen aber langfristig nicht unbedingt die bessere Lösung.
Arbeitsatmosphäre
Nettes Team allerdings wurde die Atmosphäre teilweise durch abwertende Kommentare belastet
Image
Die Außendarstellung auf Social Media ist wirklich gelungen. Manchmal fast so gelungen, dass man sich fragt, ob man vom gleichen Unternehmen spricht.
Karriere/Weiterbildung
Der Begriff “flache Hierarchien” wird gerne verwendet. Für mich hat sich jedoch eher gezeigt, dass flache Strukturen allein noch keine Transparenz, Gleichberechtigung oder Entwicklungsmöglichkeiten schaffen.
Gehalt/Benefits
Die Benefit-Liste ist übersichtlich. Positiv hervorzuheben ist das Eis im Sommer – wobei der Begriff ‚Benefit‘ hier vielleicht etwas großzügig ausgelegt wird.
Kollegenzusammenhalt
Die Kollegen untereinander waren überwiegend hilfsbereit.
Vorgesetztenverhalten
Die Erfahrungen mit den Vorgesetzten waren sehr unterschiedlich. Während ein Vorgesetzter zumindest ein gewisses Maß an Verständnis und Menschlichkeit gezeigt hat, habe ich beim anderen häufig genau das vermisst. Besonders kritisch sehe ich den Umgang mit unterschiedlichen Mitarbeitendengruppen. Es entstand für mich der Eindruck einer deutlichen Zwei-Klassen-Gesellschaft zwischen Auszubildenden und Studierenden. Aussagen, dass Mitarbeitende, die Unternehmensbeiträge auf LinkedIn nicht liken, sich fragen sollten, ob sie im richtigen Unternehmen sind, haben auf mich eher Druck als Wertschätzung erzeugt. Führung sollte meiner Meinung nach durch Motivation, Vertrauen und Anerkennung funktionieren und nicht durch Erwartungen an persönliche Online-Aktivitäten oder die Abwertung bestimmter Gruppen.
Kommunikation
Obwohl in diesem Unternehmen immer mit Transparenz geprahlt wird, ist die Kommunikation das genaue Gegenteil. Teilweise wurden Informationen über mehrere Leute weitergegeben, anstatt dass die betroffenen Personen direkt angesprochen wurden.
Gleichberechtigung
Ein Unternehmen profitiert von verschiedenen Bildungswegen. Schade ist es, wenn trotzdem der Eindruck entsteht, dass manche Wege als wertvoller angesehen werden als andere