Ihr Unternehmen?

Kein Logo hinterlegt

NewFinance 
Mediengesellschaft 
mbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Viel Selbstbewusstsein, wenig Selbstreflexion – Führung, Kommunikation und menschlicher Umgang mit deutlichen Defiziten

1,4
Nicht empfohlen
Ex-FreelancerHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr für dieses Unternehmen in München gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Dass ich dort nicht mehr tätig bin.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Für mich lag das größte Problem nicht im Geschäftsmodell, sondern in der Art, wie das Unternehmen geführt wurde. Ich habe die Zusammenarbeit als geprägt von Misstrauen, mangelnder professioneller Distanz, teilweise unangemessenem Umgangston und einer Kommunikation erlebt, die konstruktives Arbeiten unnötig erschwerte. Besonders irritierend fand ich die aus meiner Sicht große Diskrepanz zwischen der sehr selbstbewussten Eigenwahrnehmung der Geschäftsführung und dem, was ich im Arbeitsalltag sowie teilweise auch auf Kundenseite wahrgenommen habe.

Wertschätzung wurde nach meinem Empfinden gerne ausgesprochen, spiegelte sich aber nicht immer im tatsächlichen Umgang wider. Auch bei Themen wie Homeoffice oder der Honorierung meiner Arbeit hatte ich wiederholt den Eindruck, dass unterschiedliche Maßstäbe angelegt wurden. Dass viele Kolleginnen und Kollegen das Unternehmen wieder verließen, überraschte mich vor diesem Hintergrund nicht.

Am bedauerlichsten finde ich, dass durchaus ein interessantes Geschäftsmodell und fachliches Potenzial vorhanden sind. Aus meiner Sicht wird davon jedoch viel durch Defizite in Führung, Kommunikation, Organisation und zwischenmenschlichem Umgang verspielt. Mein Eindruck nach der Zusammenarbeit war daher: Weniger Selbstgewissheit, mehr Selbstreflexion und vor allem ein professionellerer, wertschätzender Umgang mit Menschen würden diesem Unternehmen ausgesprochen guttun.

Verbesserungsvorschläge

Mein wichtigster Verbesserungsvorschlag wäre, deutlich stärker an den menschlichen, sozialen und kommunikativen Fähigkeiten auf Führungsebene zu arbeiten. Das Geschäftsmodell halte ich grundsätzlich für interessant und tragfähig – umso bedauerlicher fand ich, wie viel Potenzial aus meiner Sicht durch Führungsverhalten, Kommunikation und die Art der Umsetzung verloren ging.

Besonders hilfreich wäre meines Erachtens ein kritischerer Abgleich zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung. Aus meinen eigenen Einblicken in die Kundenseite habe ich erlebt, dass das sehr selbstbewusste und teilweise forsche Auftreten des Unternehmens durchaus kritisch wahrgenommen wurde. Mein Eindruck war deshalb, dass zwischen dem Bild, das man von sich selbst hatte, und der Wahrnehmung bei Mitarbeitenden und Teilen des Marktes eine erhebliche Lücke bestand.

Weniger Selbstbestätigung und mehr echtes Zuhören könnten hier viel bewirken – gegenüber Kunden ebenso wie gegenüber den eigenen Mitarbeitenden. Vor allem sollte das Ziel aus meiner Sicht sein, nicht zum beruflichen Durchlauferhitzer zu werden, sondern ein verlässliches Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem gute Leute nicht nur anfangen, sondern auch einen Grund sehen, langfristig zu bleiben.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre habe ich über weite Strecken als angespannt und wenig professionell empfunden. Insbesondere das Verhalten auf Führungsebene sorgte aus meiner Sicht immer wieder für unnötigen Druck und erschwerte ein konzentriertes und konstruktives Arbeiten. Teilweise fehlten mir im Umgang mit Mitarbeitenden die notwendige Sachlichkeit und professionelle Distanz. Konflikte wurden nach meiner Erfahrung nicht immer ruhig und lösungsorientiert ausgetragen. Insgesamt habe ich das Arbeitsklima deshalb als belastend und wenig wertschätzend wahrgenommen.

Image

Das Unternehmen habe ich als sehr überzeugt vom eigenen Image und von der eigenen Leistungsfähigkeit erlebt. Diese Selbstwahrnehmung stand für mich allerdings in einem bemerkenswerten Kontrast zu meinen Erfahrungen in der tatsächlichen Zusammenarbeit. Insbesondere der Umgang mit Mitarbeitenden, die Kommunikation und das Führungsverhalten passten für mich nicht zu dem professionellen Anspruch, den das Unternehmen nach außen vermitteln wollte. Auch die Art, wie aus meiner Sicht interne Probleme oder Abgänge positiv umgedeutet wurden, hat diese Diskrepanz eher verstärkt. Mein Eindruck war daher: Am eigenen Image mangelte es nicht – eher an der Bereitschaft, dieses gelegentlich mit der Wahrnehmung anderer abzugleichen.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance war für mich insgesamt kein besonders prägendes Thema – weder im positiven noch im negativen Sinne. Auffällig fand ich allerdings den Umgang mit Homeoffice: Während ortsunabhängiges Arbeiten auf Geschäftsführungsebene sehr selbstverständlich und teilweise auch von weit entfernten Orten aus praktiziert wurde, waren Mitarbeitende nach meiner Wahrnehmung deutlich lieber im Büro gesehen. Dabei entstand bei mir immer wieder der Eindruck eines gewissen Misstrauens, ob im Homeoffice tatsächlich in gleichem Maße gearbeitet wird. Diese unterschiedlichen Maßstäbe empfand ich als wenig zeitgemäß. Flexibilität wurde durchaus gelebt – nur aus meiner Sicht nicht auf allen Hierarchieebenen gleichermaßen.

Karriere/Weiterbildung

Da ich als Freelancer für das Unternehmen tätig war, waren klassische Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten für mich persönlich nicht relevant. Aus Gesprächen mit Mitarbeitenden habe ich allerdings mitgenommen, dass durchaus regelmäßig Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten in Aussicht gestellt wurden. Gleichzeitig entstand bei mir aus diesen Gesprächen der Eindruck, dass zwischen angekündigten Möglichkeiten und deren tatsächlicher Umsetzung nicht immer viel Verbindung bestand. Da ich dies nicht aus eigener Beschäftigungserfahrung beurteilen kann, möchte ich diesen Punkt ausdrücklich nur als Eindruck aus dem Austausch mit Kolleginnen und Kollegen verstanden wissen. Meine eigene Bewertung der Karrierechancen wäre daher nur eingeschränkt aussagekräftig.

Gehalt/Benefits

Da ich als Freelancer tätig war, kann ich klassische Gehaltsstrukturen oder Benefits nicht beurteilen. Mein Honorar wurde auf Rechnungsbasis abgerechnet, wobei die Rechnungsstellung nach meiner Erfahrung regelmäßig zu einem unnötig großen Thema wurde. Einerseits erhielt ich teilweise sehr positives bis überschwängliches Feedback zu meiner Arbeit, andererseits wurde mir bei Rechnungen immer wieder vermittelt, dass diese eigentlich zu hoch seien beziehungsweise man sich entsprechende Honorare kaum leisten könne. Diese Diskrepanz zwischen Wertschätzung der Leistung und Wertschätzung bei deren Bezahlung empfand ich menschlich als enttäuschend. Hinzu kam, dass ich Zahlungen wiederholt anmahnen musste, was auf mich weniger wie ein grundsätzliches Zahlungsproblem als vielmehr wie mangelnde organisatorische Verlässlichkeit wirkte. Benefits kann ich aufgrund meiner Tätigkeit als Freelancer nicht bewerten.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Das Sozialbewusstsein eines Unternehmens zeigt sich für mich nicht nur nach außen, sondern vor allem im täglichen Umgang mit den eigenen Mitarbeitenden. Hier habe ich insbesondere Fairness, persönliche Wertschätzung und ein ernsthaftes Interesse an den Bedürfnissen und Wünschen der Mitarbeitenden häufig vermisst. Nach meiner Wahrnehmung wurde zu wenig darauf geachtet, individuelle Anliegen überhaupt wahrzunehmen und konstruktiv damit umzugehen. Sozialbewusstsein beginnt für mich im eigenen Unternehmen – und genau dort hätte ich mir deutlich mehr davon gewünscht. Das Umweltbewusstsein kann ich aus meiner persönlichen Erfahrung hingegen nicht sinnvoll beurteilen.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt war außergewöhnlich gut und für mich einer der wenigen wirklich positiven Aspekte. Im Team herrschten viel gegenseitige Unterstützung, Hilfsbereitschaft und ein bemerkenswert starkes Wir-Gefühl. Dieses wurde sicherlich auch dadurch begünstigt, dass viele von uns vor ähnlichen Herausforderungen im Umgang mit der Führungsebene standen. Wo es aus meiner Sicht an Orientierung, Verlässlichkeit und Rückhalt durch die Geschäftsführung fehlte, haben die Kolleginnen und Kollegen vieles untereinander aufgefangen. Man könnte sagen: Schwierige Rahmenbedingungen können Teams durchaus zusammenschweißen – in diesem Fall hat das hervorragend funktioniert.

Umgang mit älteren Kollegen

Die technischen und räumlichen Arbeitsbedingungen waren, soweit ich sie beurteilen kann, grundsätzlich in Ordnung. Da ich überwiegend als Freelancer aus meinem eigenen Büro gearbeitet habe, waren die Büroräume für meine persönliche Arbeitssituation allerdings kaum relevant. Die eigentliche Herausforderung lag für mich weniger in Ausstattung, Technik oder Räumlichkeiten als in den menschlichen Rahmenbedingungen. Hier habe ich das Arbeitsumfeld aufgrund von Kommunikation, Führungsverhalten und Umgang miteinander als deutlich schwieriger empfunden. Ein gut ausgestatteter Arbeitsplatz allein schafft eben noch keine guten Arbeitsbedingungen.

Vorgesetztenverhalten

Das Vorgesetztenverhalten habe ich als einen der größten Schwachpunkte erlebt. Der Umgang war aus meiner Sicht von erheblichem Misstrauen geprägt, der Ton nicht immer angemessen und die notwendige professionelle Distanz zwischen Führungsebene und Mitarbeitenden wurde nach meinem Empfinden teilweise deutlich unterschritten. Auffällig war für mich zudem die hohe Fluktuation: Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen verließen das Unternehmen, teilweise nach vergleichsweise kurzer Zeit. Dass solche Wechsel seitens der Geschäftsführung mitunter als Beleg für die besonders gute Ausbildung der Mitarbeitenden interpretiert wurden, empfand ich angesichts meiner eigenen Erfahrungen als bemerkenswerte Sichtweise. Mein persönlicher Eindruck war jedenfalls weniger, dass hier hervorragend ausgebildete Menschen voller Tatendrang zu neuen Ufern aufbrachen – es wirkte auf mich eher so, als seien einige vor allem froh, ein anderes Ufer erreicht zu haben.

Arbeitsbedingungen

Die technischen und räumlichen Arbeitsbedingungen waren, soweit ich sie beurteilen kann, grundsätzlich in Ordnung. Da ich überwiegend als Freelancer aus meinem eigenen Büro gearbeitet habe, waren die Büroräume für meine persönliche Arbeitssituation allerdings kaum relevant. Die eigentliche Herausforderung lag für mich weniger in Ausstattung, Technik oder Räumlichkeiten als in den menschlichen Rahmenbedingungen. Hier habe ich das Arbeitsumfeld aufgrund von Kommunikation, Führungsverhalten und Umgang miteinander als deutlich schwieriger empfunden. Ein gut ausgestatteter Arbeitsplatz allein schafft eben noch keine guten Arbeitsbedingungen.

Kommunikation

Die Kommunikation zwischen Führungsebene und Mitarbeitenden habe ich als ausgesprochen schwierig erlebt. Informationen wurden aus meiner Sicht häufig unklar, widersprüchlich oder erst sehr spät weitergegeben, während gleichzeitig entsprechende Ergebnisse erwartet wurden. Besonders problematisch empfand ich den Ton in angespannten Situationen, der teilweise wenig sachlich und für mich persönlich unangemessen war. Konstruktiver Austausch auf Augenhöhe oder ein souveräner Umgang mit Kritik waren nach meiner Erfahrung eher die Ausnahme. Insgesamt entstand bei mir häufig der Eindruck, dass gute interne Kommunikation zwar eingefordert, auf Führungsebene aber nicht entsprechend vorgelebt wurde.

Gleichberechtigung

Schien mir ok

Interessante Aufgaben

Das grundsätzliche Geschäftsmodell fand ich durchaus spannend: Kommunikation und Content für Unternehmen aus der Versicherungswirtschaft zu entwickeln, bietet eigentlich viele interessante Themen und Gestaltungsmöglichkeiten. Voraussetzung dafür ist aus meiner Sicht allerdings ein professioneller und nachhaltiger Umgang mit den eigenen Kunden. Genau daran hat es nach meiner persönlichen Wahrnehmung immer wieder gemangelt, sodass interessante Kundenbeziehungen teilweise unnötig belastet wurden. Für mich war das besonders schade, weil das fachliche Potenzial definitiv vorhanden gewesen wäre. Interessante Aufgaben brauchen am Ende allerdings auch Kunden, für die man sie erledigen kann.

HilfreichHilfreich?1Zustimmenstimmt zuMeldenTeilen
Loading...
Puls

Bewertungen zeigen das große Ganze. Puls zeigt den Moment.

Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.