Rette sich wer kann!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Mitarbeiter in der Produktion sind alle sehr herzlich, wie eine Familie.
Aber damit hat der Arbeitgeber nichts zutun. Ich bin enttäuscht, ich war sehr glücklich bei dem Arbeitgeber anfangen zu dürfen und habe dann die Strukturen kennengelernt und bin schockiert, wie dieser Laden noch auf den Beinen bleiben kann.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Der Mitarbeiter ist ein Objekt und wird auch entsprechend behandelt. Wenn man als junger Mann (unter 30) was erreichen möchte, wird man aktiv ausgebremst. Man hat einen dafür eingestellt den ganzen Tag nur zu Schrauben und das bis zur Rente, wer würde denn sonst den Job weitermachen. Man ist clever, wenn man sich dämlich anstellt!
Verbesserungsvorschläge
Mitarbeiter als Menschen sehen, eine strategische Ausrichtung der Personalentwicklung, -bindung und -motivation anstreben, sodass die Menschen auch wenigstens nicht mit Magenschmerzen zur Arbeit gehen
Arbeitsatmosphäre
Eine Atmosphäre voller Druck, Demotivation und fehlender Anerkennung jeglicher Art. Fehlende Einarbeitung, fehlender Entwicklungsplan führt dazu, dass man seine Aufgaben nicht vollumfänglich ausführen kann. Eigenregie ist hier gefordert, bei Unterlagen die nicht durchsichtig sind, so braucht eine Aufgabe die einen Tag dauert, etwa 1-3 Wochen und auch dafür kriegt man sofort ein Gespräch, indem betont wird, dass man besser werden muss. Hinterfragen darf man einen Vorgesetzten nicht! Produktion ist sogar noch schlimmer, wer den Schichtleiter am besten leckt, kriegt die beste Position. Im Bereich Service/ Wartung der Anlagen, nicht so schlimm, aber am besten arbeitet man nur und denkt nicht über Prozesse und Schritte nach! Just do it mäßig
Kommunikation
Einfachste Thematiken werden in großen CC kommuniziert. Teams Nachrichten für jede Kleinigkeit. Kaum ein Vorgesetzter hat Rückgrat um seine Mitarbeiter zu schützen. Bei Kritik von oben wird sich geduckt und direkt an den Mitarbeiter weitergegeben.
Kollegenzusammenhalt
Herrscht nur in der Produktion. Ich kann nur aus dem Bereich Service berichten, dass dort großer Konkurrenzkampf um nichts besteht. Die Leute da sind meistens eingesessene, die draußen nichts wert sind und auch dann sogar noch nichts gönnen, obwohl sie es nicht mal tangieren würde.
Work-Life-Balance
Gleitzeit ja gut, aber Home Office ungern gesehen im Unternehmen. Arbeiten zu gleitenden Zeiten auch ungern gesehen.
Vorgesetztenverhalten
Erfahrungslose und ahnungslose Menschen denen man eine Stelle geboten hat, weil kein anderer sich den Mist geben würde. Meistens auch Mitarbeiter, die vorher selbst nicht gut gearbeitet haben.
Interessante Aufgaben
Gibt es nicht, soll es auch nicht. Repariere die Anlage, egal wie und das aber auch schnell und fordere keine Einarbeitung an!
Gleichberechtigung
Kein Funken davon! Nasenfaktor riesig.
Umgang mit älteren Kollegen
Gerade die älteren Kollegen sind das Problem. Die unter 30 Jährigen hauen ein nach dem anderen ab. Wer jung und noch was in seinem Leben erreichen möchte, ist bei Nexperia definitiv falsch!
Arbeitsbedingungen
Aktuell werden die Pausenzeiten überwacht, die Firma geht den Bach runter. Als Servicekraft gibt es zwei Klassen und zwei Gebäude. In einem Gebäude bist du ganzen Tag in Zivil und im anderen den ganzen Tag in Reinraumkleidung - zwei Klassen.
Gehalt/Benefits
Das mindeste und das nur weil es der Tarif vorschreibt. Außerdem arbeitet man hier pro Woche 2,5h für umsonst.
Image
Verliert aktuell sehr stark. Die einzigen die das hier noch mögen könnten, sind ungelernte junge Leute die sonst auf der Straße gelandet wären.
Karriere/Weiterbildung
Keine Perspektiven. Ich bin unten durch gewesen, als ich sagte dass ich mich noch höher Bilden lassen, und das sogar privat aus eigenen Mitteln. Die wollen dort keine nachdenkenden und hinterfragenden Mitarbeiter haben


