Schade eigentlich! Das hätte man besser machen können und müssen.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Tja, was eigentlich? Ist immerhin einigermaßen mit ÖPNV erreichbar.
Meine Kollegen sind toll! Es täte mir weh sie zu verlieren.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Respektloses Verhalten gegenüber fast allen Mitarbeitern. Diejenigen, die schon einen ganz braunen Kopf haben, weil sie denen ganz oben so weit in den Allerwertesten kriechen. Das lässt darauf schließen, dass man deren Verhalten in dem Unternehmen haben will. Zum Gruseln! Abschreckend! Zum Abgewöhnen.
Verbesserungsvorschläge
_Respektier deine Mitarbeiter als überaus wertvolles Kapital. Du findest auf dem Arbeitsmarkt eben gerade nicht von heute auf morgen "Ersatz" für Leute, die du rausekelst. Und die KI kann und wird dich auch nicht retten; im Gegenteil.
_Alles, was du kommunizierst, müssen die mittlere und obere Führungsebene vorleben. Sie müssten meines Erachtens dafür geschult und ihre Performance auch dahingehend überprüft werden.
_Da unser chinesischer Eigentümer gerne chinesische Verhältnisse schaffen möchte, sollte er dann konsequenterweise die Firmen in Europa schließen. Aber das will er ja auch nicht, weil er vermutlich "ein Bein in Europa" behalten möchte. Ergo muss er lernen, dass es in der EU und in Deutschland Regeln gibt, die für alle gelten. Hilft ja nix, da muss er durch.
_Artikel 1 GG: Die Würde des Menschen ist unantastbar. => Bitte gerne beherzigen und die Menschen im Unternehmen würdig behandeln. Sie sind es, die das Geld verdienen, das sich die mittlere und obere Führungsebene in die Tasche stecken ohne rot zu werden.
Arbeitsatmosphäre
War mal zum Großteil gut. Seit unser chinesischer Boss mehr Kontrolle übernommen hat, geht's rasant bergab. Derzeit ist ein Tiefpunkt erreicht. Ob's schlimmer geht? Bestimmt. Kollegen wurde gekündigt, einige werden absichtlich mies behandelt ode/und gehen frustriert von selbst. Das macht betroffen. Insbesondere die stümperhafte Art und Weise ist besorgniserregend: ohne Einbeziehung des BR werden Mitarbeiter in Einzelgesprächen von "Heads of irgendwas" unter Druck gesetzt und eingeschüchtert. Das macht krank.
Kommunikation
Einiges wird kommuniziert. Kommunikation ist gut, aber nicht alles. Man sollte schon auch anstreben, die hehren Worte mit Leben zu füllen, die man kommuniziert. Und das passiert leider nicht. Wer alljährlich bei den Mitarbeitern abfragt, was man verbessern könne, alljährlich dieselben Antworten bekommt und nichts am Status quo ändert, kommuniziert zwar, macht aber nichts daraus.
Kollegenzusammenhalt
In meiner Abteilung prima, aber ich weiß, dass es in anderen Abteilungen eine Katastrophe ist. Für mich sind meine Kollegen der Faktor, der die Arbeit angenehm macht. Ohne sie wäre ich längst weg.
Work-Life-Balance
Ist in meiner Abteilung zumindest einigermaßen möglich gewesen. Das auch dank HomeOffice. Aber da HomeOffice ja nun abgeschafft wird, ist es auch deswegen mit der Work-Life-Balance schwierig geworden. Das ist möglicherweise gewollt, um weiter Personal abzubauen. Man hofft eventuell, dass die Leute von alleine gehen, damit es keine Gerichtsverfahren beim Arbeitsgericht gibt.
Vorgesetztenverhalten
Eine einzige Katastrophe. Radfahrerverhalten ohne Ende: nach oben buckeln, nach unten treten. Mangelhafte bis ungenügende Transparenz, Hinterfotzigkeit, Inkompetenz in Reinform. Hier bekommt der Begriff Peterprinzip ein Gesicht! Das Geld, das man für deren Gehalt aufwendet, wäre deutlich sinnvoller in Verbesserung der Büroausstattung und Förderung kompetenter Kollegen investiert. Und ich meine, da bliebe dann sogar noch etwas übrig für weitere Investitionen in Umweltschutz und Verbesserung der Prozesse.
Interessante Aufgaben
Zum Teil schon. Aber eben leider nur zum Teil. Die Möglichkeit, Ideen und Vorschläge der Mitarbeiter auch zum Wohle des Unternehmens konstruktiv umzusetzen, wurde und wird selten bis nie genutzt. Schade eigentlich!
Gleichberechtigung
Frauen gibt es im Unternehmen kaum. Das Unternehmensziel zur Erhöhung der Frauenquote ist viel zu niedrig angesetzt. Die Frauengruppe ist zwar nett gedacht, aber eher wirkungslos. Immerhin trifft man sich als Frauen untereinander, was ja nicht verkehrt ist. Aber wird dieser Mehrwert vom Unternehmen und der GL genutzt? Ganz klares Nein. Andere Minderheiten werden erst gar nicht gesehen oder gefördert. Traurig.
Umgang mit älteren Kollegen
Geht so. Kollegen über 50, die keine Führungsposition haben, werden gnadenlos aussortiert, ohne Rücksicht auf Verluste an Erfahrung, Wissen, Fähigkeiten. Was einmal weg ist, muss man sich hernach mühsam wieder in der Firma erarbeiten. Was für eine Ressourcenverschwendung! Wenn jemand wie mein Kollege über 30 Jahre im Unternehmen ist und man ihm dann Knall auf Fall mitteilt, dass seine "Rolle" nun nicht mehr gebraucht wird, stelle ich mir Fragen. Was ist bloß los mit der GF? Haben sie zumindest erklärt, wie man unangenehme Umstrukturierungen mit Empathie und kompetenter Mitarbeiterführung umsetzt?
Arbeitsbedingungen
Nun ja, höhenverstellbare Schreibtische nur auf Antrag und nur für Speichellecker. Dringend notwendige neue Bürostühle, weil die alten seit über 20 Jahren im Dienst und somit komplett verschlissen und durchgesessen sind, werden nur unter Protest von den Vorgesetzten genehmigt. Ein unwürdiges Schauspiel. Und das ist nur ein winziger Ausschnitt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das ist zum Glück doch recht gut. Aber da ist auf jeden Fall noch Luft nach oben.
Gehalt/Sozialleistungen
Fragen nach Gehaltserhöhungen werden ignoriert, obwohl man über die Jahre deutlich mehr Verantwortung und Aufgaben übernommen hat. Schöne Worte bezahlen aber keine Wohnung. IG-Metall-Tarif schon, der aber bis kürzlich (ist kürzlich komplett von der GF gekündigt worden) nur mit jeweils 6 Monaten Verspätung übernommen wurde. Warum eigentlich? Finde ich frech! Ansonsten Sozialleistungen nach Tarif, aber eben nicht viel mehr.
Image
Geht so. Wenn man seine Mitarbeiter schlecht behandelt, darf man sich nicht wundern, wenn das Image leidet. Das ist augenscheinlich gewollt und wird insbesondere vom obersten HR-Menschen und seiner HR-Erfüllungsgehilfin mutmaßlich gefordert, auf jeden Fall vorgelebt und mutmaßlich unterstützt.
Karriere/Weiterbildung
Wird nicht gerne gesehen und schon gar nicht gefördert. Im Gegenteil werden die Augen gerollt und nur widerwillig der Schein wenigstens für Bildungsurlaub unterzeichnet. Karriere, was ist das? Kann man das essen? Brauchen wir bei Nexperia nicht, lass mal sein.
Mein Rat an alle Kollegen: nehmt den euch zustehenden Bildungsurlaub auch!


