Guter Ruf, aber nur Enttäuschung
Verbesserungsvorschläge
Anstatt die kritischen Kommentare auf Kununu – die auf realen Erfahrungen basieren – juristisch entfernen zu lassen, wäre es längst überfällig, sich ehrlich zu hinterfragen. Nicht Ausreden oder Vertuschung, sondern ein wirklicher Mentalitätswechsel mit echten, inklusiven Lösungen wäre der einzige glaubwürdige Weg.
Arbeitsatmosphäre
Das Betriebsklima ist schlecht: Feedback oder Lob gibt es praktisch nie, selbst dann nicht, wenn man erfolgreich Projekte gewinnt. Mitarbeitende werden nicht als Menschen gesehen, sondern lediglich als austauschbare Arbeitskräfte.
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Das Büro ist ja im Forschung- und Gesundheitsbau bekannt. Es gibt akademische Bücher, manche Projekte sind auch ja anspruchsvoll.
Work-Life-Balance
Besonders für die Projektleiter und Mitarbeiter mit Kinder konnte man über Work-Life Balance reden. Aber für die andere Mitarbeiter, die wirklich arbeiten, war es nicht der Fall.
Karriere/Weiterbildung
Das Büro mag für Projektleiter interessant sein, die auf eine entspannte Work-Life-Balance und weniger Stress setzen. Für Junior- oder Senior-Architekt:innen hingegen lohnt es sich kaum: Sie werden von Vorgesetzten oft nur als „CAD-Monkeys“ betrachtet und sind permanent überlastet.
Gehalt/Benefits
Durch Bonusversprechen und Restaurantzuschüsse wirkt das Gehalt zunächst attraktiv. Doch Vorsicht: Diese Leistungen sind freiwillig und in der Praxis kaum verlässlich. Die Wahrscheinlichkeit, den Bonus tatsächlich in der erwarteten Höhe zu bekommen, ist sehr gering. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass in diesem internationalen Team kein wirklich faires Gehalt angeboten wird.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nachhaltigkeit wurde im Büro kaum ernsthaft behandelt – zumindest hat es mir diesen Eindruck hinterlassen. Einen zusätzlichen Stern verdient höchstens das internationale Vortragsprogramm, das allerdings eher durch die Beiträge der anderen Teilnehmer überzeugt hat.
Kollegenzusammenhalt
Die direkten Kolleg:innen waren überwiegend sehr gut und inspirierend, die Zusammenarbeit oft motivierend. Leider gab es auch einige extrem toxische Personen mit starker Ellbogenmentalität – und genau diese Typen scheinen im Unternehmen am längsten zu überleben.
Umgang mit älteren Kollegen
Eine sehr altmodische Firmenkultur hat es leider erlaubt, arrogante, unhöffliche und Respeklose Kollegen im Büro zu haben. Außerdem gab es natürlich Außnahmen, ich denke, die bleiben auch nicht länger in dieser Firma.
Vorgesetztenverhalten
Es fehlte durchgehend an kompetenten Führungskräften. Kaum jemand hatte echtes Talent oder die Fähigkeit, ein Team zu leiten.
Arbeitsbedingungen
Open Office. Schlecht klimatisiertes Büro in Berlin, modernes neues Gebäude in München.
Kommunikation
Eine Firmenkultur, die auf Kommunikation basiert, existiert schlicht nicht – dieses Wort scheint im Wörterbuch der Firma zu fehlen. Konstruktive Verbesserungsvorschläge werden von Vorgesetzten regelmäßig als „Quatsch“ abgetan. Gleichzeitig wirkt es so, als hätte HR plötzlich ein Budget für Kommunikation – allerdings nicht, um echte Dialoge zu fördern, sondern um den Kununu-Score künstlich hochzutreiben. Kritische, aber reale Kommentare sollen über Anwälte entfernt und durch Fake-Bewertungen von Partnern oder HR selbst ersetzt werden.
Gleichberechtigung
Der schlechte Ruf in Bezug auf Gleichberechtigung ist in der Architekturszene längst bekannt – besonders unter internationalen Mitarbeitenden.
Interessante Aufgaben
Interessante Kunden und Projekte im Bereich Forschung und Gesundheitswesen. Aber die Projekte wiederholen sich immer, die Leute waren nicht offen für Neuigkeit.